EUR/USD stabilisiert sich über $1,16, da der Dollar angesichts der Handelsspannungen und des Shutdowns schwächelt
Der Euro hielt sich zu Wochenbeginn gegenüber dem US-Dollar stabil, wobei EUR/USD während des asiatischen Handels um 1,162 gehandelt wurde. Das Währungspaar zeigte sich trotz erneuter Handelsspannungen und politischer Unsicherheiten widerstandsfähig und erhielt Unterstützung durch nachlassende Bedenken in Europa und einen allgemein schwächeren Dollar, der durch fiskalische Belastungen und einen Regierungsstillstand belastet wurde.
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Höhepunkte
- EUR/USD wird nahe 1,162 gehandelt, da der Euro von einem schwächeren US-Dollar profitiert.
- Das Paar hält die Unterstützung zwischen 1,158 und 1,160 und verteidigt den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt.
- Handelsspannungen und der US-Shutdown belasten weiterhin die Stimmung im Dollar.
Der jüngste Abschwung des US-Dollars ist auf zwei sich überschneidende Faktoren zurückzuführen. Die Ankündigung von Präsident Trump, 100 %ige Zölle auf chinesische Importe zu erheben, schürte die Angst vor einem ausgedehnten Handelskrieg, was zu Volatilität an den globalen Märkten führte und den Druck auf den Dollar erhöhte. In der Zwischenzeit hat der anhaltende Stillstand der US-Regierung die Ängste der Anleger verstärkt, da Bundesbedienstete keine Gehaltszahlungen erhalten und die fiskalische Unsicherheit wächst.
Zusammengenommen haben diese Entwicklungen ein vorsichtiges Umfeld geschaffen, das den Appetit auf in Dollar denominierte Vermögenswerte begrenzt. Analysten gehen davon aus, dass ein anhaltender politischer Stillstand die Wachstumserwartungen weiter belasten könnte, insbesondere wenn die Verbraucherausgaben in den kommenden Wochen zurückgehen. Dies hat dem Euro kurzfristig einen Vorteil verschafft, der durch die relative politische Stabilität und die konsequente Politik der Europäischen Zentralbank unterstützt wird.
Euro findet Halt inmitten nachlassender politischer Spannungen
In ganz Europa hat sich die Stimmung nach Wochen der Unruhe wieder leicht verbessert. Die politischen Bedenken in Frankreich ließen nach, als Präsident Macron seinen Plan bestätigte, einen neuen Premierminister zu ernennen, wodurch die Wahrscheinlichkeit vorgezogener Wahlen sank. Aus den jüngsten Sitzungsberichten der Europäischen Zentralbank ging außerdem hervor, dass die Entscheidungsträger die derzeitigen Zinssätze als ausreichend restriktiv ansehen, um die Inflation unter Kontrolle zu halten, was die Spekulationen über kurzfristige Änderungen der Geldpolitik reduzierte.
Diese Kombination aus politischer Ruhe und politischer Klarheit hat dem Euro geholfen, seine jüngsten Gewinne zu konsolidieren. Die Fähigkeit des Paares, sich über 1,16 zu halten, unterstreicht das Vertrauen der Anleger, dass die Währung externen Schocks standhalten kann, solange Europa tiefgreifende politische Störungen vermeidet.
Technischer Aufbau begünstigt vorsichtigen Optimismus
Aus technischer Sicht verteidigt EUR/USD weiterhin eine wichtige Unterstützungszone zwischen 1,158 und 1,16, ein Bereich, der durch den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt verstärkt wird, der in den letzten Wochen durchweg als Untergrenze gedient hat. Ein nachhaltiger Schlusskurs oberhalb dieses Niveaus würde die Chancen für eine weitere Erholung erhöhen, wobei der Widerstand bei 1,167 und 1,172 zu sehen ist. Ein Ausbruch über diese Niveaus könnte den Weg in Richtung des gleitenden 200-Tage-Durchschnitts bei 1,1785 eröffnen.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Die Momentum-Indikatoren deuten auf eine Phase der Konsolidierung hin. Der RSI auf dem Tages-Chart hält sich knapp über dem neutralen Wert und der Parabolic SAR bewegt sich unterhalb des Kurses, was auf das Potenzial einer weiteren Stabilisierung hindeutet. Ein entscheidender Schlusskurs unter 1,158 würde jedoch wahrscheinlich zu erneuten Verkäufen führen und die psychologische Marke von 1,15 und möglicherweise die Tiefststände vom Juli gefährden.
Kurzfristige Aussichten für EUR/USD
Kurzfristig bleibt die Schwelle von 1,16 das entscheidende Schlachtfeld für die Richtung. Ein Halten dieses Bereichs könnte eine allmähliche Erholung in Richtung 1,167 und 1,172 unterstützen, während ein Scheitern das Risiko eines weiteren Rückgangs in Richtung 1,15 erhöhen würde.
Zuvor haben wir erörtert, dass die Erholungsversuche von EUR/USD häufig mit Phasen der US-Dollar-Schwäche zusammenfielen, die durch politische Unsicherheit und Risikoaversion ausgelöst wurden. Das derzeitige Umfeld spiegelt dieses Muster wider, da die Anleger wieder einmal Zuflucht vor inländischer Instabilität suchen. Solange die europäische Politik stabil bleibt und die fiskalischen Spannungen in den USA anhalten, dürfte der Euro auf kurze Sicht einen leichten Vorteil behalten.
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