Euro erholt sich, da nachlassende Spannungen im Nahen Osten den Risikoappetit stärken
Der Euro erholt sich, nachdem er während der jüngsten Eskalation der Spannungen im Nahen Osten unter Druck geraten war. Die Gemeinschaftswährung profitiert von einer Verbesserung der globalen Risikostimmung, da die Märkte positiv auf Anzeichen einer Deeskalation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran reagieren.
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Die geringere Nachfrage nach sicheren Häfen hat den US-Dollar belastet, sodass der EUR/USD von seinen jüngsten Tiefstständen abprallen und einen Teil der in den letzten Wochen verzeichneten Verluste wettmachen konnte.
EZB-Politik bleibt ein wichtiger Treiber
Zusätzliche Unterstützung erhält der Euro durch die relativ restriktive Haltung der Europäischen Zentralbank. Obwohl die EZB in letzter Zeit einen vorsichtigen Ton anschlug, betonen die Entscheidungsträger weiterhin, dass künftige Beschlüsse datenabhängig bleiben werden. Die Marktteilnehmer beobachten die eingehenden Inflations- und Wachstumszahlen genau, da die Erwartungen hinsichtlich des geldpolitischen Pfades der EZB einer der Haupttreiber für die Performance des Euro bleiben. Das Fehlen klarer Signale für eine weitere Straffung begrenzt jedoch weiterhin das Aufwärtspotenzial der Gemeinschaftswährung.
Dollar behält weiterhin grundlegende Unterstützung
Trotz der aktuellen Erholung des Euro bleibt der breitere Ausblick gemischt. Die Anleger konzentrieren sich weiterhin auf die Federal Reserve und die Aussicht auf längerfristig erhöhte US-Zinsen. Robuste US-Wirtschaftsdaten stützen den Dollar weiterhin und begrenzen den Spielraum für eine nachhaltige EUR/USD-Rallye. Mehrere große Finanzinstitute behalten einen vorsichtigen Ausblick für den Euro in der zweiten Jahreshälfte bei und verweisen auf den Renditevorteil der USA sowie die anhaltenden Sorgen über die Wachstumsaussichten in der Eurozone.
Wie geht es weiter mit EUR/USD?
Kurzfristig dürfte der EUR/USD von drei Schlüsselfaktoren getrieben werden: den Entwicklungen im Nahen Osten, Signalen der Federal Reserve und den anstehenden Inflationsdaten aus der Eurozone. Da die geopolitischen Spannungen nachlassen, hat der Euro Raum, seine Erholung auszuweiten. Ein nachhaltigerer Aufwärtstrend würde jedoch weitere Belege für die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit in der Eurozone und eine Verringerung der Zinsdifferenz zwischen der EZB und der Fed erfordern.
Kurzfristiger Ausblick
Die Rückkehr des EUR/USD über den Bereich von 1,1590–1,1600 ist ein konstruktives Signal für die Bullen. Weitere Gewinne in Richtung der Region 1,1660–1,1680 hängen jedoch von der Fähigkeit des Paares ab, sich über 1,1590 zu halten, was wieder zu einem wichtigen Unterstützungsniveau geworden ist. Ein Durchbruch unter diesen Bereich könnte einen Rücksetzer in Richtung 1,1560–1,1540 auslösen. Wie bereits in Euro legt nach EZB-Zinserhöhung und Hoffnung auf Deeskalation im Iran zu erwähnt, könnte die aktuelle Erholung immer noch Verkaufsgelegenheiten bieten, sofern keine stärkeren bullischen Katalysatoren auftreten.
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