EUR/USD hält sich trotz Abwärtsrisiken über 1,1500

EUR/USD hält sich trotz Abwärtsrisiken über 1,1500
Euro

Die Hauptstütze für den Euro bleiben die Erwartungen rund um die Europäische Zentralbank. Die Märkte haben eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf der Juni-Sitzung der EZB weitgehend eingepreist, was den Einlagensatz auf 2,25 % anheben würde. 

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Gleichzeitig glauben einige Ökonomen, dass eine weitere Zinserhöhung im Laufe des Jahres folgen könnte, falls der Inflationsdruck hoch bleibt.

Jüngste Umfragen deuten darauf hin, dass die meisten Analysten weiterhin erwarten, dass die EZB bis 2026 einen relativ restriktiven geldpolitischen Kurs beibehalten wird, was ein unterstützendes Umfeld für die Gemeinschaftswährung schafft.

Inflation und Wirtschaftswachstum

Die steigende Inflation stützt den Euro weiterhin. Vorläufige Eurostat-Daten zeigten, dass sich die jährliche Inflation im Euroraum im Mai von zuvor 3,0 % auf 3,2 % beschleunigte, während die Kerninflation auf 2,5 % stieg. Höhere Dienstleistungs- und Energiepreise haben die Erwartungen verstärkt, dass die EZB die Geldpolitik möglicherweise länger straff halten muss.

Sorgen über das Wirtschaftswachstum begrenzen jedoch weiterhin das Aufwärtspotenzial des Euro. Erhöhte Energiepreise, getrieben durch geopolitische Spannungen und globale Versorgungsunsicherheiten, lasten auf der Geschäftstätigkeit und der Verbrauchernachfrage in der gesamten Eurozone.

Was für EUR/USD wichtig ist

Für EUR/USD ist nicht nur der politische Ausblick der EZB entscheidend, sondern auch die Divergenz zwischen den Erwartungen für die EZB und die Federal Reserve.

Sollte die EZB die Bereitschaft signalisieren, die Straffung der Geldpolitik fortzusetzen, während die Fed eine vorsichtige Haltung einnimmt, könnte der Euro zusätzliche Unterstützung erhalten. Ein Großteil der erwarteten Zinserhöhung im Juni ist jedoch bereits im Markt eingepreist. Infolgedessen werden sich die Anleger genau auf die Kommentare von Präsidentin Christine Lagarde und die aktualisierten Inflations- und Wachstumsprognosen der EZB konzentrieren.

Kurzfristiger Ausblick

Der technische Ausblick bleibt moderat konstruktiv, solange EUR/USD über der Unterstützungszone von 1,1500–1,1530 bleibt. Falls die EZB eine hawkishe Botschaft sendet, könnte das Paar seine Erholung in Richtung 1,1600–1,1650 ausweiten.

Andererseits könnten ein vorsichtigerer Ton der Entscheidungsträger oder eine erneute Nachfrage nach dem US-Dollar das Paar zurück in Richtung 1,1530 drücken. Ein Durchbruch unter dieses Niveau würde den wichtigen Unterstützungsbereich bei 1,1500 freilegen, während eine anhaltende Abwärtsbewegung die Tür für 1,1480 und potenziell 1,1460 öffnen könnte.

Vorerst bleibt EUR/USD, wie in EUR/USD unter Druck, da der Dollar aufgrund von Fed-Erwartungen erstarkt beschrieben, hochsensibel gegenüber der EZB-Kommunikation und den anstehenden Inflationsdaten, was darauf hindeutet, dass die Volatilität nach der Zinsentscheidung und der Pressekonferenz von Christine Lagarde deutlich zunehmen könnte.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.