Joby Aviation-Aktie steigt um 11 % aufgrund der eVTOL-Fortschritte

Joby Aviation-Aktie steigt um 11 % aufgrund der eVTOL-Fortschritte
Joby Aviation gewinnt dank eVTOL-Meilensteinen bei Investoren

Am 20. Oktober stiegen die Aktien von Joby Aviation um mehr als 11 % auf 17,40 $, da die Anleger positiv auf die anhaltenden Fortschritte des Unternehmens bei der Herstellung und Zertifizierung seines elektrisch senkrecht startenden und landenden Flugzeugs (eVTOL) reagierten - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem groß angelegten kommerziellen Betrieb.

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Anfang dieses Monats verzeichnete die Joby-Aktie ihren größten Tagesrückgang in diesem Jahr, nachdem das Unternehmen ein öffentliches Angebot von 30,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 16,85 Dollar pro Stück angekündigt hatte, mit dem über 500 Millionen Dollar zur Finanzierung der eVTOL-Zertifizierung, der Produktionsaktivitäten und der Marktreife aufgebracht werden sollen.

Nach dem Börsengang rutschten die JOBY-Aktien weiter unter 15 $, und obwohl die heutige Erholung den monatlichen Verlust von 5 % noch nicht vollständig wettgemacht hat, ist der Optimismus in die Aktie zurückgekehrt.

Tages-Chart der JOBY-Aktie. Quelle: TradingView

Positive Kommentare der Federal Aviation Administration (FAA) zum Zertifizierungsprozess von Joby und die wachsende Begeisterung für Innovationen in der Luftfahrt scheinen das Vertrauen der Anleger gestärkt zu haben.

"Der jüngste Anstieg von Joby spiegelt eine Verlagerung von spekulativem zu operativem Optimismus wider - wenn das Unternehmen weiterhin seine Zertifizierungs- und Produktionsziele erreicht, könnten wir im nächsten Quartal einen weiteren zweistelligen Anstieg sehen", so Analyst Viktoras Karapetian.

Allmählicher Aufschwung

Vor dem Einbruch im Oktober gehörte die JOBY-Aktie zu den Top-Performern am Markt und hat ihren Wert seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt. Zu den wichtigsten Katalysatoren gehörten die Übernahme der Passagierflugzeugsparte von Blade Air Mobility, Joint Ventures mit ANA Holdings und L3Harris Technologies, die Erhöhung der Produktionskapazität auf 24 Flugzeuge pro Jahr, erfolgreiche Flugtests in Dubai und Japan sowie die Teilnahme am eVTOL-Integrationspilotprogramm der Trump-Regierung.

Kristine Liwag, Analystin bei Morgan Stanley, merkte jedoch an, dass Joby bei der Umsetzung hinter den ehrgeizigen Zielen zurückgeblieben ist, die beim Börsengang genannt wurden: Erlangung der FAA-Typenzertifizierung bis 2023, Aufnahme des kommerziellen Betriebs im Jahr 2024 und Ausweitung der Produktion bis 2026.

Das Unternehmen rechnete ursprünglich mit einem Umsatz von 721 Millionen Dollar bis 2025, was weit über der heutigen Konsensschätzung von 4,1 Millionen Dollar liegt. Da die FAA-Zertifizierung nun für das Jahr 2026 erwartet wird, wurden die Erwartungen für den Produktionshochlauf und die finanzielle Leistung entsprechend angepasst.

Liwag wies auch darauf hin, dass das stark regulierte Luftfahrtumfeld weiterhin eine große Herausforderung darstellt. Das Zertifizierungsverfahren der FAA hat länger gedauert als erwartet, wodurch sich der Zeitplan von Joby um etwa drei Jahre verlängert hat. Obwohl die Investoren Geduld bewiesen haben, wird das Risiko, das mit der FAA-Zulassung von Jobys Produktionsprozess verbunden ist, nach wie vor "unterschätzt".

Joby muss für jedes Flugzeug sowohl ein Produktionszertifikat als auch ein Lufttüchtigkeitszertifikat erhalten, bevor der kommerzielle Betrieb aufgenommen werden kann. Infolgedessen hat Morgan Stanley seine Auslieferungsprognose für den Zeitraum 2026-2033 um 40 % gesenkt und davor gewarnt, dass der Markt für eVTOL-Passagierflugzeuge - und damit auch der Weg von Joby in diesem Markt - alles andere als turbulenzfrei sein könnte.

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