S&P 500 rutscht auf 6.699 ab, da schwache Gewinne und Handelsspannungen die Marktdynamik belasten
Der S&P 500 fiel am Mittwoch um 0,53% und schloss bei 6.699 Punkten, da enttäuschende Unternehmensergebnisse und erneute geopolitische Unsicherheit die Stimmung belasteten. Die Futures waren im frühen Donnerstagshandel stabil, wobei die Anleger gemischte Gewinne gegen makroökonomischen Gegenwind im Vorfeld des wichtigen US-VPI-Berichts am Freitag abwägten, der den Ton für die nächsten politischen Schritte der Federal Reserve angeben könnte.
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Höhepunkte
- Der S&P 500 schließt nach enttäuschenden Ergebnissen von Tesla und IBM niedriger bei 6.699 Punkten.
- Die geopolitische Unsicherheit und mögliche Exportbeschränkungen für China drücken auf die Risikostimmung.
- Unterstützung wird bei 6.670-6.570 gesehen, Widerstand bei 6.842 und 6.900.
Tesla gab nach gemischten Zahlen und einem vorsichtigen Ausblick um fast 4 % nach, während IBM aufgrund schwacher Softwareeinnahmen um mehr als 6 % nachgab. Die Rückgänge zogen den breiteren Tech-Sektor nach unten und glichen die Gewinne bei zyklischen und reisebezogenen Namen wie Southwest Airlines und Las Vegas Sands aus, die beide positive Quartalsergebnisse vorlegten. Moderna, Lam Research und Molina Healthcare gerieten ebenfalls unter Verkaufsdruck, was das Unbehagen der Anleger über das ungleiche Tempo der Gewinnerholung in den verschiedenen Sektoren widerspiegelt.
Die Divergenz zwischen zyklischer Stärke und Schwäche im Technologiesektor unterstreicht die wechselnde Stimmung am Markt in dieser Gewinnsaison. Während die Nachfrage nach Konsumgütern und Reisen Anzeichen von Widerstandsfähigkeit zeigt, haben der Druck auf die Gewinnspannen und die vorsichtigen Prognosen der großen Technologieunternehmen die Anleger selektiv bleiben lassen, was die Fähigkeit des Index begrenzt, Gewinne in der Nähe der Rekordstände zu halten.
Handels- und politische Risiken belasten die Aussichten
Zu der vorsichtigen Stimmung trugen Berichte bei, wonach die USA die Exportbeschränkungen für wichtige Softwarekomponenten nach China ausweiten könnten, was einen Ausverkauf bei Technologieaktien auslöste. Dies geschah nur wenige Tage vor dem geplanten Treffen zwischen Präsident Donald Trump und Präsident Xi Jinping, von dem sich die Märkte eine Entspannung der Lage erhoffen. Trump versicherte den Anlegern später, dass die Gespräche auf dem richtigen Weg seien, was dazu beitrug, dass die Aktien ihre Verluste bis zum Börsenschluss reduzierten, obwohl die Händler weiterhin vor weiteren politischen Überraschungen auf der Hut sind.
Der geopolitische Hintergrund fällt mit einer zunehmenden makroökonomischen Unsicherheit zusammen. Für Freitag wird ein US-Inflationsbericht erwartet, der einen Anstieg des Verbraucherpreisindex um 3,1 % im Jahresvergleich ausweist. Ein höherer Wert könnte die Befürchtung wieder aufleben lassen, dass die für Dezember erwartete Zinssenkung der Fed verschoben werden könnte, während ein schwächerer Wert die Risikostimmung verbessern dürfte.
Technisches Setup deutet auf eine Haltephase hin
Technisch gesehen befindet sich der S&P 500 weiterhin innerhalb eines breiten aufsteigenden Kanals, der seinen Anstieg seit April begleitet hat. Der Rückschlag vom Mittwoch brachte die Kurse zurück, um die Unterstützung des 20-Tage-EMA bei 6.671 zu testen, der stets einen kurzfristigen Boden gebildet hat. Der 50-Tage-EMA bei 6.574 verstärkt die nächste wichtige Unterstützungszone, wobei ein Durchbruch darunter einen tieferen Abwärtstrend in Richtung des 100-Tage-EMA bei 6.404 eröffnen würde. Auf der Oberseite bleiben der Widerstand bei 6.842 und die obere Kanalbegrenzung bei 6.900-6.920 fest.

Kursdynamik des S&P 500 (Quelle: TradingView)
Die Momentum-Indikatoren deuten darauf hin, dass sich der Markt in einer Konsolidierungsphase befindet. Während der Index weiterhin höhere Tiefststände erreicht, haben die kurzfristigen Verkäufer in der Nähe der oberen Widerstandsniveaus wieder die Kontrolle übernommen. Die Volatilität könnte im Vorfeld der VPI-Daten zunehmen, die wahrscheinlich darüber entscheiden werden, ob der S&P 500 seinen Vormarsch in Richtung 7.000 fortsetzt oder sich in Richtung seiner mittleren Unterstützung zurückzieht.
Ausblick
Wie in den vergangenen Sitzungen besprochen, bleibt die breitere Struktur des Index zinsbullisch, solange er sich oberhalb der 6.570er-Marke hält. Die gleitenden Durchschnitte der 20- und 50-Tage-Linie fungieren weiterhin als wichtige Unterstützungen, die den Zwischentrend des Marktes definieren.
Im Moment befindet sich der S&P 500 in einem Haltemuster, wobei die nächste entscheidende Bewegung wahrscheinlich von einer Kombination aus Gewinndynamik, Inflationsdaten und den Erwartungen der Zentralbankpolitik abhängt. Ein dovishes Inflationsergebnis könnte die Aktien in Richtung neuer Höchststände treiben, während die anhaltenden makroökonomischen und handelspolitischen Risiken die Erholungen kurzfristig in Grenzen halten könnten.
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