EUR/USD hält sich in der Nähe von $1,154, da die Schwäche des US-Arbeitsmarktes den Dollar abrutschen lässt
EUR/USD wurde am Freitag bei 1,154 gehandelt und konnte seine jüngsten Kursgewinne halten, da der US-Dollar nach einer drastischen Verschlechterung der amerikanischen Arbeitsmarktdaten schwächelte. Der Challenger-Entlassungsbericht zeigte, dass der Stellenabbau im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 183% gestiegen war, was die Erwartung verstärkte, dass die US-Notenbank auf ihrer Dezembersitzung eine dovisere Haltung einnehmen könnte.
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Höhepunkte
- EUR/USD stabilisiert sich in der Nähe von 1,1540, da die Zahl der Entlassungen in den USA im Vergleich zum Vormonat um 183 % gestiegen ist.
- Die Erwartung einer Zinssenkung der Fed steigt, während die EZB Vertrauen in ihre Politik signalisiert.
- Die technische Unterstützung bei 1,15-1,1525 bleibt der Schlüssel zum Erhalt des Euro-Momentums.
Gleichzeitig bekräftigten Beamte der Europäischen Zentralbank (EZB) einen stabilen politischen Ausblick, was dem Euro inmitten einer gemischten globalen Stimmung kurzfristige Stabilität verleiht.
Käufer verteidigen kritische Unterstützung, während der Dollar schwächelt
Das Tages-Chart zeigt, dass sich EUR/USD innerhalb einer klaren absteigenden Handelsspanne seit dem September-Hoch konsolidiert. Der Kurs bleibt unter dem 20- und 50-Tages-EMA, der derzeit bei 1,1583 und 1,1625 liegt, was bestätigt, dass die Verkäufer den mittelfristigen Trend weiterhin dominieren. Die Paarung findet jedoch stetige Nachfrage oberhalb des 0,382 Fibonacci-Retracements bei 1,1525, das in der vergangenen Woche als zuverlässiger Nachfragerahmen diente.

EUR/USD-Kursanalyse (Quelle: TradingView)
Die Zone zwischen 1,15 und 1,1525 fungiert nun als kritischer Drehpunkt. Sie stimmt sowohl mit der unteren Begrenzung des Kanals als auch mit dem 38,2%-Retracement überein, was ihre technische Bedeutung unterstreicht. Eine konsequente Verteidigung dieses Bereichs deutet auf eine Akkumulation von Käufern hin, aber ein entscheidender Tagesabschluss unterhalb dieses Bereichs würde eine tiefere Liquidität zwischen 1,14 und 1,142 freilegen, demselben Bereich, in dem im August ein starker Aufschwung stattfand.
Die Momentum-Indikatoren zeigen eine zaghafte Verbesserung an. Der Relative Strength Index hat sich bei 41 abgeflacht, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck nachlässt. Es bildet sich eine zinsbullische Divergenz, da der Preis weiterhin niedrigere Tiefststände erreicht, während sich der RSI stabilisiert. Steigt der RSI über 50, wäre dies ein Zeichen dafür, dass das zinsbullische Momentum zurückkehrt.
Makro-Divergenz unterstützt Widerstandsfähigkeit des Euro
Das breitere makroökonomische Umfeld verschiebt sich zugunsten des Euro. Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten haben Spekulationen genährt, dass der Straffungszyklus der Fed beendet ist, was die Renditen von Staatsanleihen nach unten drückt und den Renditevorteil des Dollars schmälert. In der Zwischenzeit haben Entscheidungsträger der EZB, darunter Christine Lagarde, angedeutet, dass der derzeitige geldpolitische Kurs weiterhin ausreichend restriktiv ist, was bedeutet, dass keine dringende Notwendigkeit für Zinssenkungen besteht. Diese Divergenz unterstützt die Stabilisierung von EUR/USD, auch wenn die allgemeine Risikobereitschaft weiterhin zurückhaltend ist.
Wenn die Käufer den 20-Tage-EMA bei 1,1583 zurückerobern können, liegt der nächste Widerstand bei 1,1655, der mit dem 0,618-Fibonacci-Level übereinstimmt. Ein bestätigter Ausbruch über 1,1700 würde den Gesamttrend von einer Korrektur zu einem Aufwärtstrend verändern und das Juli-Hoch bei 1,1820 anvisieren. Umgekehrt würde ein Durchbruch unter 1,15 die Stabilisierungsaussage zunichte machen und die Tür zum tieferen Unterstützungsbereich bei 1,14 öffnen. Solange dies nicht der Fall ist, spricht die Struktur eher für eine Akkumulation und die Bildung einer Handelsspanne als für eine erneute Fortsetzung des Abwärtstrends.
In einer früheren Analyse wurde der Bereich von 1,15 bis 1,1525 als die entscheidende Zone für die kurzfristigen Aussichten des Euro identifiziert. Diese Ansicht bleibt unverändert. Die Fähigkeit des Paares, sich trotz der Dollar-Stärke über dieser Unterstützung zu halten, bestätigt, dass das Kaufinteresse auf niedrigerem Niveau anhält. Solange EUR/USD oberhalb dieser Basis gehandelt wird, ist ein Wiederanstieg in Richtung 1,165-1,17 weiterhin möglich.
Der nächste Test für Händler wird sein, ob die schwachen US-Daten die Erwartungen der Fed weiterhin so weit verändern, dass die Dollarschwäche weiter anhält. Ein nachhaltiger Durchbruch über 1,158 wäre die erste technische Bestätigung für eine erneute Euro-Stärke.
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