EUR/USD hält sich in der Nähe von $1,155, da der Dollar aufgrund des Shutdown-Abkommens an Wert gewinnt und die EZB eine beständige Politik signalisiert
EUR/USD wurde am Freitag um die Marke von 1,155 gehandelt und stabilisierte sich nach drei aufeinanderfolgenden Verlusten, da die erneute Stärke des US-Dollars das Währungspaar belastete. Die Fortschritte Washingtons bei der Beendigung des Regierungsstillstands stärkten das Vertrauen in den Dollar, da die Märkte die parteiübergreifende Einigung als Zeichen einer geringeren finanzpolitischen Unsicherheit werteten. Die unmittelbare Reaktion des Euro war defensiv, obwohl der breitere politische Hintergrund immer noch ein relatives Gleichgewicht bietet.
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Höhepunkte
- Euro stabilisiert sich in der Nähe von $1,155 nach dreitägigem Rückgang, da die Beilegung des Handelsstillstands in den USA den Dollar stärkt.
- Die EZB-Entscheidungsträger halten an ihrer restriktiven Politik fest, während die Fed mit schwächeren Wirtschaftsdaten konfrontiert ist.
- Wichtige Niveaus: Unterstützung bei 1,1525-1,1550 und Widerstand bei 1,162 und 1,17.
Aus technischer Sicht bleibt EUR/USD innerhalb einer absteigenden Handelsspanne gefangen, die das Kursgeschehen seit September bestimmt hat. Das jüngste Scheitern des Paares, über die obere Begrenzung in der Nähe des 50-Tages-EMA zu brechen, verstärkte die kurzfristige rückläufige Tendenz. Derzeit befindet sich das Paar knapp über dem 0,382 Fibonacci-Retracement bei 1,153-1,155, einer Zone, die immer wieder Käufer angezogen hat. Sowohl der 20-Tages- als auch der 50-Tages-EMA tendieren abwärts, während der Parabolic SAR über dem Preis liegt, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer weiterhin das Momentum haben.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Der Abwärtstrend des Euro wurde jedoch durch politische Divergenzen abgefedert. Während die US-Notenbank mit schwächer werdenden Daten konfrontiert ist - die Verbraucherstimmung der Universität Michigan ist auf ein Dreieinhalbjahrestief gefallen -, verfolgt die Europäische Zentralbank einen geduldigeren Ansatz. Die EZB-Beamten warnen weiterhin davor, dass die Inflationsentwicklung uneinheitlich ist und Zinssenkungen verfrüht sind, wobei die Marktpreise inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von weniger als 50 % für eine Zinssenkung vor September 2026 angeben.
Beobachtung des Fibonacci-Clusters zur Bestätigung des Ausbruchs
Der Bereich zwischen 1,158 und 1,162 bleibt kritisch. Dieses Band überschneidet sich mit dem 20-Tage-EMA, der oberen Kanallinie und dem 0,50-Fibonacci-Retracement, was es zu einem technischen Magneten macht. Ein Tagesabschluss oberhalb dieses Clusters würde einen Stimmungsumschwung anzeigen und Raum für eine Bewegung in Richtung 1,17 eröffnen, gefolgt vom Juli-Hoch von 1,182.
Sollte sich der Kurs nicht über 1,155 halten können, liegt das nächste Abwärtsziel in der Nähe des 200-Tage-EMA bei 1,1405, der die letzte strukturelle Unterstützung darstellt, bevor der breitere Aufwärtstrend vom April angreifbar wird.
In früheren Diskussionen wurde der Bereich zwischen 1,15 und 1,1525 als wichtige Nachfragestelle hervorgehoben. Das jüngste Marktgeschehen bestätigt dessen Bedeutung, da die Käufer dort weiterhin Druck ausüben. Das Paar befindet sich nach wie vor in einer kurzfristigen Korrektur, aber noch nicht in einer vollständigen Trendumkehr. Hält es sich oberhalb dieser Basis, bleibt eine Erholung in Richtung 1,165-1,17 im Spiel, während ein Unterschreiten dieser Marke zu tieferen Verlusten in Richtung 1,14 führen würde.
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