EUR/USD rutscht auf $1,15 ab, da die Fed ihre Meinung ändert und der Dollar ein Fünfmonatshoch erreicht

EUR/USD rutscht auf $1,15 ab, da die Fed ihre Meinung ändert und der Dollar ein Fünfmonatshoch erreicht
EUR/USD testet den Bereich um $1,15, da die Erwartungen einer strafferen Fed den Dollar beflügeln

EUR/USD notierte am Donnerstag nahe der Marke von $ 1,15, während der Dollar seinen Anstieg auf ein Fünfmonatshoch ausdehnte, was auf die erneute Skepsis gegenüber einer Zinssenkung im Dezember zurückzuführen ist. Das Währungspaar verzeichnete nun fünf Abwärtstendenzen in Folge und rutschte in den unteren Bereich der Sommernachfragezone und riskiert im Vorfeld der Arbeitsmarkt- und Einkaufsmanagerdaten einen tieferen Einbruch.

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Höhepunkte

- EUR/USD pendelt nach dem fünften Tagesrückgang in Folge um die Marke von $ 1,15.

- FedWatch schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember jetzt auf unter 33 Prozent.

- Die Paarung testet die Fibonacci-Zone zwischen $1,152 und $1,143, während der Abwärtsdruck zunimmt.

Händler verringerten ihr Euro-Engagement, nachdem das jüngste FOMC-Protokoll einen verstärkten Widerstand gegen eine frühzeitige Lockerung erkennen ließ. Angesichts der bevorstehenden NFP und Eurozone/US PMIs bereiten sich die Märkte auf eine Bestätigung der erneuten Stärke des Dollars vor.

Der Ton der Fed löst eine Neubewertung aus, während sich EUR/USD einer strukturellen Unterstützung nähert

Aus dem FOMC-Protokoll geht hervor, dass mehrere Entscheidungsträger nicht bereit sind, die Zinssätze im Dezember zu senken, und davor warnen, dass eine zu frühe Lockerung die Gefahr birgt, die Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung zunichte zu machen. Diese Haltung drückte die Erwartungen für eine Zinssenkung im Dezember unter 33 Prozent und verstärkte die Nachfrage nach dem Dollar.

Der Anstieg des DXY hat EUR/USD kontinuierlich unter Druck gesetzt. Das wiederholte Scheitern an der Spitze des absteigenden Kanals hat das Paar anfällig gemacht, wobei die makroökonomische Divergenz zwischen der Widerstandsfähigkeit der USA und der Schwäche der Eurozone die Kluft vergrößert. Die Stimmung in Europa bleibt vor den am Freitag anstehenden Einkaufsmanagerindizes vorsichtig, wobei die Anleger darauf achten, ob das verarbeitende Gewerbe und der Dienstleistungssektor eine tiefere Kontraktion vermeiden können.

Technische Struktur schwächt sich ab, während EUR/USD den Bereich zwischen $1,152 und $1,143 testet

Technisch gesehen steht EUR/USD weiterhin unter erheblichem Druck. Das Währungspaar ist unter den 20-Tages-EMA bei $1,157 und den 50-Tages-EMA bei $1,161 gerutscht, die nun beide abwärts tendieren. Der Kurs drückt auf den wichtigen Fibonacci-Cluster zwischen 1,152 und 1,143 $, der im Juli und August als struktureller Boden fungierte.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)

Der absteigende Kanal, der seit September zu niedrigeren Höchstständen führt, ist nach wie vor intakt, wobei die Ablehnung der letzten Woche bei 1,17 $ den Widerstand bestätigt. Der heutige Test von 1,15 $ stellt eine direkte Wiederholung des Sommer-Nachfrageblocks dar.

Der 200-Tage-EMA liegt tiefer bei 1,141 $ und ist der nächste wichtige Bezugspunkt, falls sich die Verkäufe beschleunigen. Ein entscheidender Durchbruch hätte weiterreichende Auswirkungen bis in den Dezember hinein.

Der RSI nahe 39 signalisiert ein anhaltendes Abwärtsmomentum ohne Anzeichen einer Kapitulation. Ein Abrutschen in den unteren 30er-Bereich würde mit einem tieferen Test in Richtung 1,145 $ einhergehen, während erst eine Bewegung über 50 darauf hindeuten würde, dass die Käufer versuchen, die Kontrolle zurückzugewinnen.

Makrokatalysatoren verstärken Abwärtstendenz im Vorfeld der NFP- und PMI-Daten

Die Marktrichtung wird weiterhin von der Dollar-Stärke dominiert. Da die Daten aus den USA besser sind als die der Eurozone, gehen Händler davon aus, dass die Fed ihre Haltung länger beibehalten wird. Das NFP wird darüber entscheiden, ob der Arbeitsmarkt eine Verschiebung der Zinssenkungen bis ins Jahr 2025 rechtfertigen kann.

Ein positives NFP-Ergebnis erhöht die Wahrscheinlichkeit eines klaren Durchbruchs unter die Marke von $ 1,15, wodurch $ 1,145 und möglicherweise $ 1,142 in Gefahr geraten. Ein schwächeres Ergebnis könnte eine Erholung in Richtung des 20-Tage-EMA auslösen, wobei eine Erholung ohne eine breitere strukturelle Veränderung fraglich bleibt.

Die PMIs der Eurozone bleiben eine Schlüsselvariable. Ein weiteres schwaches Ergebnis im verarbeitenden Gewerbe oder im Dienstleistungssektor würde die Euro-Schwäche verstärken und den jüngsten technischen Durchbruch bestätigen.

Um eine Trendwende herbeizuführen, benötigen die Bullen einen Tagesschlusskurs über 1,158 $ und schließlich einen Durchbruch über die Oberseite des Kanals bei 1,169 $. Bis dahin werden Erholungen voraussichtlich unter Verkaufsdruck stehen.

In früheren Berichten über EUR/USD haben wir darauf hingewiesen, dass ein wiederholtes Scheitern an der oberen Begrenzung des Channel eine tiefere Bewegung in Richtung der Zone zwischen $1,152 und $1,143 wahrscheinlich macht, sobald der 20-Tages-EMA durchbrochen wird. Der heutige Rückgang bestätigt diese Einschätzung, da sich der Kurs nun genau innerhalb der zuvor genannten Spanne befindet.

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