EUR/USD legt vor wichtigen PMI-Daten zu, da die Wetten auf eine Fed-Senkung steigen
EUR/USD handelte am Montag in den frühen europäischen Stunden über der Marke von $ 1,15, unterstützt von einer erneuten Schwäche des US-Dollars, da die Erwartungen für eine Zinssenkung der Federal Reserve im Dezember zunahmen. Die Paarung bewegte sich in der Nähe von $ 1,1525, nachdem sie ihre Erholung vom Freitag fortgesetzt hatte, wobei die kurzfristigen Handelsströme eine Stabilisierung begünstigten, während sich die Händler auf einen dichten Makrokalender einstellen.
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Höhepunkte
- EUR/USD hält sich in der Nähe von $1,1525, da sich der US-Dollar abkühlt.
- Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen senkt, steigt nach den dovishen Signalen auf 70 Prozent.
- Die Stabilität der EZB bietet ein Gegengewicht, während der Euro seine Unterstützung verteidigt.
Die Wende kam nach den Äußerungen des Präsidenten der New Yorker Fed, John Williams, der sagte, es gebe Raum für "weitere Anpassungen" der Zinssätze. Seine Äußerungen trugen dazu bei, dass sich die US-Renditen abschwächten und die Futures-Märkte eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Dezember angaben, was über dem Niveau von Ende letzter Woche lag. Da die Europäische Zentralbank eine stetige, vorsichtige Haltung einnimmt, haben sich die politischen Erwartungen kurzfristig zugunsten des Euro verschoben.
Dollar gibt nach, da die politischen Divergenzen zunehmen
Die Unterstützungszone zwischen 1,147 $ und 1,15 $ bildet weiterhin den wichtigsten Boden für EUR/USD. Dieses Band deckt sich mit dem unteren Bollinger Band und dem 38,2%igen Fibonacci-Retracement des jüngsten Rückgangs. Die Erholung am Freitag von der Unterstützung des absteigenden Kanals, an dem sich das Paar seit September orientiert hat, deutet darauf hin, dass sich das Abwärtsmomentum verlangsamt.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Dennoch bleibt der Aufwärtstrend begrenzt. Der 20-Tages-EMA bei $1,156 hat jeden Erholungsversuch im letzten Monat gebremst. Ein Durchbruch über diese Marke ist erforderlich, damit die Käufer eine strukturelle Veränderung erzwingen können. Der nächste Widerstandsbereich liegt zwischen $ 1,1576 und $ 1,165, einschließlich des 50-Tages-EMA bei $ 1,16. Zusammen bilden diese Werte die Barriere, die EUR/USD überwinden muss, um eine mittelfristige Trendwende zu signalisieren.
Die Botschaften der Fed prägen weiterhin die Erwartungen. Während Beamte wie Susan Collins und Lorie Logan signalisierten, dass geldpolitische Anpassungen vorsichtig vorgenommen werden sollten, haben die von Williams hervorgehobenen Arbeitsmarktbedingungen die Futures-Händler in Richtung eines dovisheren Ausblicks gedrängt. Der Dollar gab dementsprechend nach, und jeder Rückgang der Renditen verschaffte dem Euro Raum, sich trotz technischer Beschränkungen zu stabilisieren.
Euro durch EZB-Stabilität gestützt, aber Erholung bleibt fragil
Laut Umfragen unter Ökonomen wird die EZB die aktuellen Zinssätze bis 2025 und wahrscheinlich bis 2026 beibehalten. Die jüngsten Äußerungen von Präsidentin Christine Lagarde betonten eher Wachsamkeit als Lockerung und trugen dazu bei, den Euro in einem ansonsten volatilen makroökonomischen Umfeld zu verankern, wobei die Erholung jedoch von den anstehenden US-Daten abhängig bleibt. Die 20-Tage- und 50-Tage-EMAs sind nach wie vor abwärts geneigt, so dass der kurzfristige Trend weiterhin nach unten tendiert. Ein nachhaltiger Schlusskurs über 1,156 $ ist erforderlich, um eine Short-Eindeckung zu erzwingen und das 61,8 Prozent-Retracement bei 1,166 $ zu erreichen. Dieses Niveau bildete die Obergrenze für mehrere Erholungen im September und Oktober und wäre der eigentliche Dreh- und Angelpunkt für eine breitere Erholung.
Gelingt es den Käufern nicht, die 1,147 $-Marke zu verteidigen, liegt das nächste Abwärtsziel bei 1,142 $, dem Tiefststand vom September und dem unteren Rand der breiteren Jahresspanne. Ein Durchbruch unter diese Marke würde die Struktur erheblich schwächen und die Unterstützung bei 1,138 $ freilegen.
Ausblick
EUR/USD hat einen zaghaften Vorteil, da die Erwartungen für eine Zinssenkung durch die Fed im Dezember steigen, aber die Erholung bleibt heikel. Die makroökonomischen Signale sorgen für Auftrieb, nicht ein technischer Ausbruch. Die nächsten 48 Stunden, die von den US-PPI und den Einzelhandelsumsätzen bestimmt werden, werden darüber entscheiden, ob die Paarung zum Widerstand vordringen oder in Richtung der Unterkante des Kanals zurückfallen kann.
Nur ein entscheidender Anstieg über die Marke von 1,156 $ und eine nachhaltige Rückeroberung des 50-Tage-EMA würden bestätigen, dass das zinsbullische Momentum greift.In früheren Berichten haben wir darauf hingewiesen, dass die Stabilität von EUR/USD davon abhängt, dass der Dollar an politischer Zugkraft verliert und das Paar die Untergrenze von 1,15 $ verteidigt. Diese Dynamik setzt sich nun fort, doch ohne einen Ausbruch über den EMA-Cluster bleibt das Paar anfällig für eine erneute Dollar-Stärke.
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