EUR/USD klettert stetig, da sich die Stimmung am Devisenmarkt weltweit verbessert
EUR/USD gab am Donnerstag im Bereich von $ 1,16 nach, behielt jedoch den größten Teil seines wöchentlichen Anstiegs bei, da der Dollar sich abmühte, nachhaltig an Boden zu gewinnen. Der Rückschlag erfolgte, nachdem der Dollar am Mittwoch einen kleinen Erholungsversuch unternommen hatte, als die Auftragseingänge für langlebige Güter die Erwartungen übertrafen und die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung zurückgingen.
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Höhepunkte
- EUR/USD hält die meisten wöchentlichen Gewinne, da Händler weiterhin von einer Zinssenkung der Fed im Dezember überzeugt sind.
- Der Dollar kämpft trotz festerer Daten um Zugkraft und hält den Druck zugunsten des Euro aufrecht.
- Die technische Struktur zeigt, dass die Paarung in den Widerstandsbereich zwischen 1,1580 und 1,1630 drängt.
Dennoch rechnen die Händler weiterhin mit einer Zinssenkung im Dezember, wobei die Märkte eine Senkung um 0,25 % im nächsten Monat erwarten. Spekulationen, dass Kevin Hassett - ein bekannter politischer Taucher - Jerome Powell als Fed-Vorsitzender ablösen könnte, haben die Erwartungen für eine weitere Lockerung bis 2026 verstärkt, was das Aufwärtspotenzial des Dollars begrenzt.
Dieses makroökonomische Umfeld begünstigt weiterhin den Euro, der auch vom Optimismus über Fortschritte bei den Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine profitiert hat. Auch wenn die geopolitische Dynamik nach wie vor fragil ist, schwächt jede Stimmungsverbesserung tendenziell die Nachfrage nach Safe-Haven-Dollar-Strömen. Da sich der Euro über seinen jüngsten Tiefstständen hält, richten Händler ihr Augenmerk nun darauf, ob die Paarung den dichten Widerstandsbereich über dem Kopf durchbrechen kann.
Unterstützung hält, Euro testet Widerstandscluster
EUR/USD stabilisiert sich oberhalb eines kritischen Unterstützungsbandes, nachdem es den Großteil des Novembers unter Druck verbracht hatte. Die Erholung in der vergangenen Woche von der Region 1,146-1,15 markierte eine starke Verteidigung des 0,382 Fibonacci-Retracements des Aufschwungs von Juli bis Oktober. Die Käufer absorbierten jeden Rückgang in dieser Zone, und das Paar kletterte zurück in das Widerstandsband von 1,158-1,1630, das durch den 20-Tage-EMA bei 1,1572, das mittlere Bollinger-Band bei 1,1637 und mehrere gescheiterte Durchbruchsversuche vom Anfang des Monats definiert wird.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Die gleitenden Durchschnitte spiegeln einen Markt wider, der versucht, sich von seiner jüngsten rückläufigen Phase abzuwenden. Der 20-Tages-EMA hat sich abgeflacht, während der 50-Tages-EMA bei 1,1602 knapp über dem Kurs liegt und die erste größere Barriere für eine tiefere Erholung darstellt. Der 100-Tages-EMA bei 1,1577 diente als Intraday-Drehpunkt, um den der Kurs oszillierte, während sich Händler im Vorfeld des EZB-Protokolls positionierten. Ein Tagesschlusskurs über 1,1630 wäre das erste überzeugende Zeichen für einen erneuten Aufwärtstrend.
Darüber hinaus liegt das nächste wichtige Ziel bei der 0,618 Fibonacci-Marke bei 1,1655, gefolgt von einem breiteren Aufwärtskontrollpunkt beim 0,786 Retracement bei 1,1728. Die absteigende Handelsspanne, die den Preis seit September nach unten geführt hat, bleibt bestehen, und ihre obere Begrenzung deckt sich nahezu perfekt mit dem Bereich zwischen 1,165 und 1,168, was diese Zone zu einem wichtigen Wendepunkt für eine mögliche Trendwende macht.
Fed-Erwartungen dominieren bei Rückkehr der Volatilität
Die Volatilität beginnt nach wochenlanger Kompression wieder zuzunehmen. Die Bollinger-Bänder, die sich bis Mitte November stark verengt hatten, beginnen sich zu verbreitern, während sich EUR/USD von seinen Tiefstständen löst. Der Kurs hat das untere Band zurückerobert und arbeitet weiter auf den Mittelpunkt zu, ein Muster, das häufig einer stärkeren Richtungsbewegung vorausgeht.
Aus fundamentaler Sicht unterstreicht die Unfähigkeit des Dollars, trotz besserer Wirtschaftsdaten an Boden zu gewinnen, wie tief die Zinssenkungserwartungen in der Marktpsychologie verankert sind. Die bescheidene Verbesserung der Verbraucherstimmung und die stabilen Inflationsaussichten in der Eurozone haben zwar nicht zu größeren Aufwärtsbewegungen geführt, aber sie haben neue Tiefststände verhindert und den derzeitigen Aufschwung unterstützt. Die divergierenden geldpolitischen Erwartungen begünstigen nun den Euro, wobei die Anleger die EZB-Protokolle auf Hinweise für die künftige Ausrichtung der Politik beobachten.
Die kurzfristigen Aussichten hängen davon ab, ob EUR/USD die Marke von 1,163 zurückerobern kann. Eine Ablehnung würde das Paar wahrscheinlich zurück in Richtung des Clusters 1,152-1,155 treiben, wo es nach wie vor festen Halt findet. Ein Ausbruch über 1,1630 würde jedoch den Weg in Richtung 1,1655 und dann 1,1728 öffnen. Für den Moment bleibt die Paarung vorsichtig zinsbullisch, unterstützt durch eine starke Verteidigung der 1,15-Region und eine zunehmend dovishe Sichtweise der Federal Reserve.
In früheren Berichten haben wir die Bedeutung des Unterstützungsbandes zwischen 1,146 und 1,15 hervorgehoben und darauf hingewiesen, dass eine saubere Verteidigung dieser Zone die Grundlage für einen breiteren Aufschwung bilden könnte. Die Kursentwicklung in dieser Woche bestätigt, dass die Käufer weiterhin Angebote in der Nähe dieses Bereichs verankern, was seine Bedeutung im Vorfeld des EZB-Protokolls und der Fed-Sitzung im Dezember unterstreicht.
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