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In Hamburg sorgt die drastische Kostensteigerung öffentlicher Großprojekte erneut für Diskussionen in der Wirtschaft und der Politik.
Gert Wöllmann, politischer Kommentator, hebt die jüngsten Entwicklungen bei der Finanzierung städtischer Bauvorhaben hervor. Insbesondere verweist er darauf, dass die Kosten für eine neue Müllanlage der Stadtreinigung von ursprünglich 234 auf etwa 750 Millionen Euro gestiegen sind. Bereits andere städtische Projekte wie die Elbphilharmonie und der Elbtower hatten ähnliche Kostenüberschreitungen gezeigt.
Wöllmann betont, dass diese ''Kostenexplosionen'' das öffentliche Vertrauen in die Kompetenz und Planungssicherheit des Hamburger Senats beeinträchtigen. Finanzexperten weisen darauf hin, dass ''systematische Fehlplanungen'' langfristig negative Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft haben könnten.
Wöllmann hat sich zuvor in verschiedenen fiskalpolitischen Debatten positioniert. In einer Analyse bezeichnete er die Forderungen nach Abschaffung des Ehegattensplittings als versteckte Steuererhöhung. Zudem forderte er eine differenzierte Analyse der Beschäftigungslage in Deutschland und widersprach Einschätzungen von Marcel Fratzscher.