Bafin lockert MaRisk-Vorgaben mit stärkerem Proportionalitätsansatz
Die Finanzaufsicht passt ihren Regulierungsrahmen für Banken mit einer überarbeiteten Fassung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement an. Die Neufassung soll die Anwendung der Vorgaben flexibler machen und sieht insbesondere für kleine und sehr kleine Institute zusätzliche Erleichterungen vor.
Höhepunkte
- Bafin veröffentlicht überarbeitete MaRisk mit stärkerem Prinzipienbezug und reduziert Komplexität in Abstimmung mit der Deutschen Bundesbank.
- Neue MaRisk-Novelle ermöglicht Instituten mehr proportionalen Spielraum und orientiert Anforderungen stärker an Größe und Geschäftsmodell.
- Kleine und sehr kleine Institute profitieren von zusätzlichen Erleichterungen, die auf eine vereinfachte und verhältnismäßige Regulierung abzielen.
Überarbeitete MaRisk mit weniger Komplexität
Wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Bafin, mitteilt, veröffentlicht die Behörde die überarbeiteten Mindestanforderungen an das Risikomanagement, MaRisk. Das Rundschreiben ist nun noch stärker prinzipienbasiert ausgestaltet, während Bafin und Deutsche Bundesbank die Komplexität der Vorgaben deutlich reduzieren.Mit der Novelle geben die Aufseher den Instituten mehr Spielraum, um die Anforderungen proportional anzuwenden. Damit rückt eine stärker an Größe und Geschäftsmodell orientierte Umsetzung der Vorgaben in den Vordergrund.
Entlastung für kleinere Institute
Für kleine und sehr kleine Institute schaffen Bafin und Deutsche Bundesbank nach den veröffentlichten Angaben weitere Erleichterungen. Das dürfte insbesondere Häuser entlasten, deren Risikostrukturen weniger komplex sind als bei großen Bankengruppen.Dem Schritt geht eine öffentliche Konsultation des Rundschreibens voraus. Mit der finalen Fassung setzt die Aufsicht damit Anpassungen um, die auf eine vereinfachte und stärker verhältnismäßige Regulierung im deutschen Bankensektor zielen.
In unserem früheren Artikel zur Deutschen Bank und den Liquiditätssorgen im Aktienhandel haben wir beleuchtet, wie sich das Institut gemeinsam mit anderen großen europäischen Banken gegen mögliche neue Beschränkungen beim außerbörslichen Handel positioniert. Zudem wurde der Zusammenhang zwischen regulatorischer Unsicherheit und Marktstimmung thematisiert, ergänzt um eine technische Einordnung der DBK-Aktie unter anhaltendem Abwärtsdruck.
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