Europäische Aktien dürften steigen, da sich die USA und der Iran einer Einigung nähern
Die europäischen Aktienmärkte werden am Montag voraussichtlich höher eröffnen, nachdem neue Signale auf mögliche Fortschritte in den Gesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hindeuten. Niedrigere Ölpreise haben die Sorgen der Anleger über Inflation und potenzielle Lieferunterbrechungen durch die Straße von Hormus gemildert.
Höhepunkte
- Europäische Futures deuten auf Gewinne hin: CAC 40 +0,9 %, DAX +1,1 %.
- Der FTSE 100 bleibt wegen eines britischen Feiertags geschlossen.
- Der Nikkei 225 überschritt die Marke von 65.000 Punkten und stützt die globale Risikobereitschaft.
- Der wichtigste Markttreiber sind die Erwartungen rund um die Straße von Hormus und die Ölversorgung.
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Futures deuten auf Gewinne in Europa hin
Laut IG-Futures-Marktdaten wird erwartet, dass Frankreichs CAC 40 um etwa 0,9 % steigt, während Deutschlands DAX rund 1,1 % zulegen dürfte. Der britische FTSE 100 bleibt am Montag wegen eines Feiertags geschlossen, wie CNBC berichtet.
Die europäischen Indizes folgen den asiatischen Märkten nach oben, wo sich die Stimmung nach Berichten über anhaltende diplomatische Kontakte mit dem Iran verbessert hat. Japans Nikkei 225 stieg um 2,8 % auf 65.130,03 Punkte und überschritt damit erstmals die Marke von 65.000. Auch die Märkte in Australien und China legten zu, während der Handel in Südkorea und Hongkong wegen Feiertagen ruhte.
Der wichtigste Faktor für die Märkte ist die Erwartung einer möglichen Wiedereröffnung der Straße von Hormus, einer Schlüsselroute für den weltweiten Öltransport. Jegliche Anzeichen einer Deeskalation in der Region spiegeln sich schnell in den Energiepreisen und den Aktien von Unternehmen wider, die empfindlich auf Kraftstoffkosten reagieren.
Rückgang der Ölpreise entlastet Anleger
US-Präsident Donald Trump schrieb auf Truth Social, dass die Gespräche mit dem Iran „geordnet und konstruktiv“ verlaufen und fügte hinzu, dass er seine Vertreter angewiesen habe, keinen überstürzten Deal abzuschließen. Nach diesen Äußerungen fielen die Ölpreise deutlich: US-Rohöl sank auf 91,08 $ pro Barrel, während Brent auf 97,08 $ pro Barrel fiel.
Für die europäischen Märkte ist dies besonders wichtig, da die Region stärker von Energieimporten abhängig ist als die USA. Niedrigere Ölpreise entlasten Transport, Industrie und verbrauchernahe Unternehmen und verringern zudem das Risiko eines erneuten Inflationsschocks.
Die Börseneröffnung am Montag könnte den fünften Tag in Folge mit Gewinnen für die europäischen Märkte markieren, sofern die positiven Erwartungen rund um die Gespräche anhalten. Anleger werden jedoch weiterhin beobachten, ob die Kommentare zu einer konkreten Einigung und einem nachhaltigen Rückgang des geopolitischen Aufschlags auf die Ölpreise führen.
Risikoprämie für Energie verschwindet aus den Preisen
Die Lage rund um den Iran bleibt der entscheidende kurzfristige Treiber für europäische Aktien. Sollte der Ölpreis weiter fallen, könnte der Druck auf Inflation und Unternehmenskosten nachlassen, was DAX und CAC 40 unterstützen würde.
Ohne eine bestätigte Einigung bleiben die Märkte jedoch von Schlagzeilen abhängig: Schon ein einziges neues Signal einer Eskalation könnte die Nachfrage nach defensiven Anlagen schnell wiederbeleben und Druck auf Aktien ausüben.
Zuvor hatten wir berichtet, dass der Anleihemarkt weiterhin mit hohen Renditen rechnet, selbst wenn der Iran-Krieg endet.
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