Goldpreisprognose: Widerstand bei 4.052 $ im Fokus, während XAU seitwärts tendiert
Gold (XAU) wird bei 4.031 $ gehandelt und schließt nahe dem Tageshoch nach einem moderaten Anstieg. Der Preis liegt über seinem kurzfristigen gleitenden Durchschnitt, bleibt jedoch unter wichtigen mittelfristigen und langfristigen Durchschnitten.
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Höhepunkte
- Gold fiel um über 3 % unter 4.000 $, da nachlassende Spannungen im Nahen Osten und US-Iran-Atomgespräche die geopolitische Risikoprämie verringerten.
- Steigende Zinserwartungen in den USA, Inflation und die daraus resultierende Dollar-Stärke führten zu erheblichen Abflüssen aus Gold und anderen nicht verzinsten Anlagen.
- Technische Signale bleiben klar bärisch; Gold dürfte sich zwischen 3.917 $ und 4.145 $ konsolidieren, wobei das Abwärtsrisiko kurzfristig dominiert.
Risikoprämie löst sich auf: Friedensgespräche und Fed-Erwartungen führen zu Abflüssen
Am 24. Juni führte ein breiter Ausverkauf an den globalen Rohstoffmärkten dazu, dass Gold (XAU/USD) um über 3 % einbrach und die Marke von 4.000 $ unterschritt. Grund dafür waren nachlassende geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Fortschritte bei den US-Iran-Atomverhandlungen, die laut Tradingkey zu einer deutlichen Auflösung der geopolitischen Risikoprämie führten. Gleichzeitig verstärkten gestiegene Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank und anhaltende US-Inflation den Dollar und lösten deutliche Abflüsse aus Gold und anderen nicht verzinsten Anlagen aus. Wie CNBC berichtet, sorgten widersprüchliche Aussagen der USA und des Iran über die Dauerhaftigkeit der Atominspektionen für Zweifel an der Beständigkeit der Friedensverhandlungen und erhöhten die Marktvolatilität bei Gold weiter. Die Goldkäufe der Zentralbanken, eine Reaktion auf die geopolitischen Lehren aus dem Einfrieren russischer Reserven durch die G7 im Jahr 2022, dürften laut Discoveryalert Com im Jahr 2026 eine strukturelle Preisuntergrenze schaffen, da Reserve-Manager sich weiter von Dollar-Anlagen diversifizieren.
Überverkaufte Signale verstärken sich, Widerstand begrenzt Gold-Erholung
Das Niveau von 4.052 $ auf dem Ichimoku Kijun fungiert aktuell als unmittelbarer Widerstand, während die Kursentwicklung oberhalb der MA-20 Unterstützung findet, aber weiterhin durch die MA-50 und MA-200 gedeckelt wird. Die Momentum-Indikatoren sind deutlich schwach: Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) und der Average Directional Index (ADX) zeigen beide Verkaufssignale, während der Relative Strength Index (RSI) bei 30,61 liegt und ebenfalls auf Verkauf deutet. Der Commodity Channel Index (CCI) signalisiert Verkauf, und Bull/Bear Power stuft den Markt als überverkauft ein, was den anhaltenden Verkaufsdruck unterstreicht. Sowohl der Stochastic RSI als auch der Awesome Oscillator sind neutral und deuten trotz der überverkauften Werte auf Unsicherheit hin.
Abwärtsrisiken dominieren: Gold steht vor volatiler Konsolidierungszone
Kurzfristig wird erwartet, dass Gold innerhalb einer Volatilitätsspanne von 3.917 $ bis 4.145 $ gehandelt wird. Die Wahrscheinlichkeit einer Abwärtsbewegung bleibt angesichts der aktuellen Momentum-Signale hoch, während eine bullishe Umkehr ohne klaren Ausbruch über den unmittelbaren Widerstand deutlich weniger wahrscheinlich ist. Das Basisszenario sieht eine Preiskonsolidierung innerhalb der etablierten Spanne vor, wobei ein bärisches Ergebnis bestätigt wird, falls die Unterstützung nahe der unteren Grenze durchbrochen wird.
Zuvor stellten Analysten fest, dass anhaltender Verkaufsdruck und ein starker US-Dollar weiterhin auf dem Goldpreis lasten und eine bärische Haltung aufrechterhalten. Mit neuer Volatilität durch sich verändernde geopolitische Entwicklungen und Zentralbank-Strategien sollten Händler nun auf Ausbruchsbewegungen achten, da Gold sich kritischen Unterstützungs- und Widerstandsniveaus innerhalb der aktuellen Konsolidierungszone nähert.
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