CFTC veröffentlicht neue Leitlinien zur Verschärfung der Vorschriften für Prognosemärkte

CFTC veröffentlicht neue Leitlinien zur Verschärfung der Vorschriften für Prognosemärkte
CFTC verwarnt Börsen wegen der Regulierung von Ereigniskontrakten

Die U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat neue Leitlinien für Prognosemärkte und Eventkontrakte herausgegeben. Die Regulierungsbehörde erinnerte die Börsen daran, dass solche Produkte vollständig unter den Commodity Exchange Act (CEA) fallen.

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In dem Dokument heißt es, dass die Plattformen die Vorschriften von Teil 38 und die Anforderungen des Grundprinzips 3 für designierte Kontraktmärkte (DCM) strikt einhalten müssen.

Diese Regeln definieren die Verfahren für die Auflistung, Überwachung und Beaufsichtigung von Handelsprodukten. Die CFTC betonte, dass die wachsende Popularität von Prognosemärkten eine strengere regulatorische Aufsicht erfordert. Die Börsen müssen bei der Einführung neuer Kontrakte die bestehende Gesetzgebung berücksichtigen.

Börsen müssen die interne Aufsicht stärken

Die Regulierungsbehörde wies darauf hin, dass DCMs als primäre Regulatoren ihrer eigenen Märkte agieren. Das bedeutet, dass die Börsen dafür verantwortlich sind, neue Produkte zu prüfen, bevor sie eingeführt werden. Die Plattformen müssen die Vertragsstrukturen analysieren, die Handelsaktivitäten überwachen und die Einhaltung der regulatorischen Vorschriften regelmäßig überprüfen.

Da die Handelsvolumina wachsen und die Produkte komplexer werden, werden die Aufsichtsanforderungen voraussichtlich steigen. Die CFTC erwartet auch transparentere Verfahren für die Einreichung und Genehmigung neuer Kontrakte. Börsen sollten Prognosemärkte nicht als regulatorische Grauzone behandeln.

Besonderes Augenmerk auf Sportkontrakte

Die Aufsichtsbehörde hat auch Verträge, die an Sportereignisse geknüpft sind, hervorgehoben. Nach Ansicht der CFTC könnten einige dieser Produkte zusätzliche rechtliche und politische Bedenken aufwerfen. Die Behörde spricht kein direktes Verbot für solche Kontrakte aus.

Sie warnt jedoch davor, dass die Börsen nachweisen müssen, dass ihre Produkte keine verschleierten Formen des Glücksspiels sind. Dies impliziert einen höheren Prüfungsstandard für Plattformen, die solche Märkte anbieten. Dies gilt insbesondere für Plattformen, die sich mit politischen oder gesellschaftlich bedeutsamen Ereignissen befassen.

Prognosemärkte bleiben unter der Regulierung für Derivate

Die CFTC betonte, dass Innovationen auf Prognosemärkten nur im Rahmen der bestehenden Vorschriften zulässig sind. Plattformen, die bisher Ereigniskontrakte als Sekundärprodukte behandelt haben, müssen ihre Listing-Praktiken überdenken. Dazu gehört auch die Stärkung der Überwachung, Offenlegung und Compliance-Verfahren.

Die Behörde signalisierte, dass sie die Entwicklungen in diesem Sektor genau beobachten wird. Da die Branche wächst, könnten die Anforderungen an die Einhaltung der Vorschriften noch strenger werden. Infolgedessen müssen sich die Prognosemärkte innerhalb des bestehenden Derivaterechtsrahmens in den Vereinigten Staaten weiterentwickeln.

Kürzlich berichteten wir, dass der Bundesstaat Utah plant, den Betrieb von Prognosemarktplattformen, darunter Kalshi und Polymarket, einzuschränken. Der Gesetzentwurf HB243, der sich auf die Überarbeitung der Glücksspielvorschriften konzentriert, wurde dem Gouverneur zur Unterzeichnung vorgelegt.

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