Morgan Stanley steigt mit MSBT in den Wettlauf um Spot-Bitcoin-ETFs ein
Morgan Stanley wird am 8. April den Handel mit seinem Bitcoin-Spot-ETF an der NYSE Arca aufnehmen. Für den US-Markt ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung: Es handelt sich nicht nur um ein weiteres neues Produkt, sondern um den ersten derartigen Fonds, der unter der Marke einer großen Wall Street Bank aufgelegt wird.
Höhepunkte
- Morgan Stanley Bitcoin Trust wird voraussichtlich am 8. April an der NYSE Arca unter dem Kürzel MSBT gehandelt.
- Der Fonds wird Bitcoin direkt halten, und seine Gebühr wird 0,14 % betragen und damit unter dem Basissatz von BlackRock IBIT liegen.
- IBIT und FBTC haben bereits rund 74,3 Mrd. USD an Nettozuflüssen gesammelt, was bedeutet, dass Morgan Stanley in einen extrem überfüllten Markt eintritt.
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Laut einer von der New Yorker Börse am Dienstag veröffentlichten Notierungsmitteilung wird Morgan Stanley Bitcoin Trust am 8. April unter dem Kürzel MSBT an den Start gehen. Der endgültige Prospekt legt fest, dass der Fonds Bitcoin direkt halten und den CoinDesk Bitcoin Benchmark 4PM NY Settlement Rate verfolgen wird.
Was Morgan Stanley auflegt
Von der Struktur her ähnelt der MSBT den bestehenden US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs: Der Fonds verwendet keine Hebelwirkung, Derivate oder aktives Management und ist so konzipiert, dass er den Bitcoin-Preis abzüglich der Kosten abbildet. Als Depotbanken sind BNY und Coinbase Custody Trust Company vorgesehen, während das Startkapital für die Börsennotierung auf 1 Million Dollar durch die Ausgabe von 50.000 Anteilen geschätzt wird.
Der Markt achtet besonders auf die Preisgestaltung. Im Prospekt wird eine jährliche Delegated Sponsor Fee von 0,14 % des NAV angegeben. Dies liegt unter der Gebühr von 0,25 %, die der iShares Bitcoin Trust von BlackRock erhebt, was bedeutet, dass Morgan Stanley von Anfang an in einen direkten Preiswettbewerb tritt. Unter den großen BTC-Spot-Fonds sind derzeit nur zeitlich begrenzte Werbeverzichte niedriger, während die Grundgebühr von MSBT bereits in der Anmeldung festgelegt ist.
Ein später Einstieg in einen überfüllten Markt
MSBT betritt ein Segment, in dem die Marktführer bereits gut etabliert sind. Laut den Daten von Farside Investors (Stand: 8. April) hat der IBIT von BlackRock seit der Einführung von US-Spot-Bitcoin-ETFs etwa 63,3 Mrd. USD an Nettozuflüssen angezogen, während der FBTC von Fidelity weitere 11,1 Mrd. USD eingebracht hat. Zusammen sind das rund 74,3 Mrd. USD, und mit diesen beiden Fonds muss Morgan Stanley um Liquidität und einen Platz in den Anlegerportfolios konkurrieren.
Gleichzeitig ist das Produkt von Morgan Stanley auch für sich genommen von Bedeutung. Branchenveröffentlichungen zufolge ist es der erste neue US-amerikanische Bitcoin-Spot-ETF seit der Auflegung des Grayscale Bitcoin Mini Trust im Juli 2024 und der erste derartige Fonds, der unter der Marke einer großen US-Bank aufgelegt wird. Mit anderen Worten: Die Wall Street vertreibt nicht mehr nur die Kryptoprodukte anderer Unternehmen, sondern beginnt, ihre eigenen zu emittieren.
Eine neue Phase für Banken und Krypto-ETFs
Im Jahr 2024 war Morgan Stanley die erste große Wall-Street-Bank, die ihren Beratern erlaubte, ihren Kunden Bitcoin-ETFs vor Ort anzubieten. Jetzt geht die Bank den nächsten Schritt und bringt ihr eigenes Produkt an die Börse. Das bedeutet, dass Krypto-ETFs nicht länger eine Nische sind, die spezialisierten Emittenten vorbehalten ist, sondern fest in die Produktpalette traditioneller Finanzinstitute integriert werden.
Für den Markt ist dies auch deshalb ein wichtiges Signal, weil MSBT eher mit einem aggressiven Preis als mit einem Premium-Preis einsteigt. Wenn der Fonds auch nur mäßig nachgefragt wird, dürfte der Gebührendruck im gesamten Sektor zunehmen.
Wie bereits berichtet, verzeichnen Bitcoin-ETFs die stärksten Zuflüsse seit Februar.
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