Bank of England prüft strikte Limits für Pfund-Stablecoins
Die Bank of England überprüft zentrale Elemente ihres vorgeschlagenen Regulierungsrahmens für auf Pfund lautende Stablecoins, nachdem Branchenteilnehmer davor gewarnt hatten, dass übermäßig strenge Reserveanforderungen und Besitzbeschränkungen eine breite Akzeptanz behindern könnten. Die Zentralbank prüft nun, ob vorübergehende Obergrenzen für Bestände notwendig sind und ob ihre Reserveregeln für Emittenten zu restriktiv ausfallen.
Höhepunkte
- Bank of England überprüft Haltefristen von £20.000 für Privatpersonen und $13,5 Millionen für Unternehmen.
- Vorschlag sieht 40 % der Reserven in unverzinsten Zentralbankeinlagen vor.
- Schritt folgt auf Branchenkritik bezüglich Wettbewerbsfähigkeit und Durchsetzungsproblemen.
- Entscheidung könnte bestimmen, ob das Vereinigte Königreich ein bedeutender Akteur im Stablecoin-Sektor wird.
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Vorgeschlagene Beschränkungen und Bedenken der Branche
In ihrem Konsultationspapier vom November 2025 schlug die Bank of England vor, dass Einzelpersonen zunächst auf maximal £20.000 ($25.000) in einem einzelnen britischen Stablecoin begrenzt werden sollten, während für Unternehmenskunden Obergrenzen von umgerechnet etwa $13,5 Millionen gelten würden. Emittenten müssten zudem mindestens 40 % der Reserven als unverzinste Einlagen bei der Zentralbank halten, den Rest in kurzfristigen britischen Staatsanleihen, wie Crypto News berichtete.
Diese Maßnahmen sollten Geschäftsbanken vor einer schnellen Abwanderung von Einlagen in Stablecoins schützen. Branchenvertreter argumentierten jedoch, dass solche Limits über Börsen und Wallets hinweg schwer durchzusetzen seien und dass die Verpflichtung, große Teile der Reserven unverzinst zu halten, britische Stablecoins weitaus weniger wettbewerbsfähig machen würde als ihre Dollar-Pendants.
Globaler Kontext und regulatorischer Spagat
Die stellvertretende Gouverneurin Sarah Breeden, bekannt für ihre vorsichtige Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten, hat stets betont, dass Instrumente, die wie Geld funktionieren, dieselben Sicherheitsstandards wie traditionelle Zahlungssysteme erfüllen müssen. Gleichzeitig erkennt die Bank die Notwendigkeit an, zu verhindern, dass Aktivitäten in geschäftsfreundlichere Jurisdiktionen abwandern.
Diese Woche warnte Gouverneur Andrew Bailey vor potenziellen Konflikten mit den Vereinigten Staaten über die Aufsicht von Stablecoins. Auf einer Konferenz bezeichnete er die bevorstehenden Verhandlungen mit Washington als wahrscheinlichen „bevorstehenden Kampf“ und hob Bedenken hinsichtlich der Einlösbarkeit in Phasen von Marktstress hervor. Der globale Stablecoin-Markt übersteigt mittlerweile 317 Milliarden Dollar, wobei dollarbesicherte Token weiterhin dominieren.
Die richtige Balance zwischen Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit finden
Die Überprüfung spiegelt die wachsende Erkenntnis wider, dass zu enge Regeln riskieren, britische Stablecoins in einem Markt zu marginalisieren, der massiv von auf Dollar lautenden Assets dominiert wird. Ein flexiblerer Ansatz könnte London dabei helfen, seine Position im Bereich digitaler Zahlungen und tokenisierter Finanzen zu stärken und gleichzeitig die Finanzstabilität zu wahren.
Das Ergebnis wird sowohl von traditionellen Finanzinstituten als auch von Kryptomarktteilnehmern genau beobachtet. Der Erfolg bei der Schaffung eines tragfähigen regulatorischen Umfelds könnte Innovationen fördern und Emittenten anlocken, während anhaltende Rigidität dazu führen könnte, dass Aktivitäten weiterhin in entgegenkommendere Jurisdiktionen abfließen, insbesondere in die USA unter dem kürzlich vorangetriebenen GENIUS Act-Rahmen.
Zuvor wurde berichtet, dass die Bank of England davor warnte, dass globale Stablecoin-Regeln mit der US-Politik kollidieren könnten.
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