Traders Union-Studie: Die Hälfte der Anleger sieht Bitcoin als spekulatives Asset
Die Traders Union hat eine neue Studie veröffentlicht, die zeigt, wie Privatanleger Bitcoin wahrnehmen. Laut den Umfrageergebnissen sind die meisten Marktteilnehmer noch nicht bereit, BTC als vollwertiges defensives Asset zu sehen. 49 % der Befragten beschrieben Bitcoin in erster Linie als risikoreiche Anlage mit Wachstumspotenzial, während nur 27 % es als langfristigen Kapitalschutz gegen Inflation nutzen.
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Die Studie mit dem Titel „Bitcoin: Digitales Gold oder spekulatives Asset?“ zeigt, dass die institutionelle Erzählung von Bitcoin als Gold-Äquivalent noch nicht vollständig mit dem Verhalten der Privatanleger übereinstimmt. Obwohl große Finanzunternehmen und Vermögensverwalter BTC zunehmend als Schutz vor Inflation, Währungsabwertung und makroökonomischer Instabilität beschreiben, nehmen gewöhnliche Anleger es häufiger als volatiles Wachstumsasset wahr.
Warum Bitcoin Gold noch nicht ersetzt hat
Daten der Traders Union zeigen, dass Anleger in Zeiten der Unsicherheit weiterhin zu traditionellen defensiven Instrumenten greifen. In hypothetischen Krisenszenarien bevorzugten 38 % der Befragten Gold, 34 % wählten US-Dollar oder Bargeld, und nur 18 % gaben an, ihre Bitcoin-Allokation zu erhöhen.
Ein ähnliches Muster zeigt sich in Zeiten hoher Inflation. Trotz der Popularität der Idee, BTC als Schutz vor Geldentwertung zu nutzen, verlassen sich die meisten Anleger weiterhin auf vertrautere Assets. Das deutet darauf hin, dass Bitcoin zwar als potenzieller langfristiger Hedge wahrgenommen wird, in der Praxis aber von vielen noch nicht als vollständiger Ersatz für Gold oder Bargeldreserven genutzt wird.
Wer Bitcoin mehr vertraut
Die Studie zeigte auch deutliche Unterschiede zwischen Alters- und Einkommensgruppen. Jüngere Anleger sehen Bitcoin deutlich häufiger als langfristigen Wertspeicher. Unter den 18- bis 34-Jährigen betrachten 41 % BTC als „digitales Gold“, verglichen mit 24 % bei den 35- bis 49-Jährigen und nur 13 % bei Anlegern über 50.
Auch das Einkommen beeinflusst die Einstellung zu Bitcoin. Von den Befragten mit hohem Einkommen sind 36 % bereit, während Inflationsphasen einen Teil ihrer Ersparnisse in BTC zu investieren. Bei Anlegern mit mittlerem Einkommen liegt der Wert bei 21 %, bei Teilnehmern mit niedrigerem Einkommen bei 11 %. Das zeigt, dass das Vertrauen in Bitcoin als langfristiges Asset bei jenen größer ist, die sich ein höheres Risiko leisten können.
Was Bitcoin daran hindert, „digitales Gold“ zu werden
Volatilität bleibt das Haupthemmnis, BTC als defensives Asset zu betrachten. 71 % der Studienteilnehmer nannten starke Kursschwankungen als Hauptgrund, warum sie Bitcoin nicht vollständig als Gold-Äquivalent vertrauen.
Auch andere Risiken bleiben relevant. 42 % der Befragten verwiesen auf regulatorische Unsicherheit, 33 % nannten Sicherheitsrisiken und Hacks, 29 % bemängelten den fehlenden inneren Wert und 24 % äußerten Bedenken wegen Marktmanipulation.
Gleichzeitig lehnen Anleger die Idee von Bitcoin als defensives Asset nicht vollständig ab. 44 % der Befragten glauben, dass BTC dieses Potenzial hat, aber noch zu volatil ist. Weitere 32 % sehen Bitcoin weiterhin hauptsächlich als spekulatives Asset. Nur 18 % der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass BTC bereits als „digitales Gold“ fungiert.
Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass Bitcoin derzeit eine Zwischenposition zwischen spekulativem Wachstumsasset und aufkommendem makroökonomischem Instrument einnimmt. Seine Rolle in Portfolios könnte mit zunehmender institutioneller Beteiligung, mehr ETF-Produkten und wachsender Regulierung gestärkt werden, doch die breite Wahrnehmung von BTC als echtes „digitales Gold“ ist noch nicht vollständig ausgeprägt.
Zur Erinnerung: Eine frühere Studie der Traders Union ergab, dass 43 % der Trader KI-basierte Bots und Signale nutzen.
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