Bitcoin fällt auf April-Tief, nachdem neue US-Angriffe auf den Iran Risikoanlagen belasten

Bitcoin fällt auf April-Tief, nachdem neue US-Angriffe auf den Iran Risikoanlagen belasten
Kryptomarkt verliert 80 Milliarden Dollar

​Der Kryptowährungsmarkt fiel stark, nachdem eine neue Welle von US-Angriffen auf den Iran bekannt wurde. Dies zeigt, dass Investoren angesichts steigender geopolitischer Spannungen erneut risikoreiche Anlagen meiden. In den letzten 24 Stunden sank die Marktkapitalisierung um etwa 80 Milliarden Dollar, während Bitcoin auf den niedrigsten Stand seit Mitte April fiel.

Höhepunkte

  • Die Marktkapitalisierung des Kryptowährungsmarktes fiel innerhalb von 24 Stunden um etwa 80 Milliarden Dollar.
  • Bitcoin erreichte mit einem Tagesverlust von rund 3,5 % den niedrigsten Stand seit dem 13. April.
  • Ethereum fiel unter 2.000 US-Dollar und verlor mehr als 4 %.

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Markt kehrt nach Hoffnung auf Einigung schnell um

Laut Cointelegraph beschleunigte sich der Ausverkauf, nachdem Berichte bekannt wurden, dass das US-Militär am späten Mittwoch einen iranischen Militärstützpunkt angegriffen und vier iranische Angriffsdrohnen in der Nähe der Straße von Hormus abgeschossen hatte. Ein US-Beamter erklärte, die Drohnen hätten eine Bedrohung dargestellt, und bezeichnete das amerikanische Vorgehen als defensiv und auf die Wahrung der Waffenruhe ausgerichtet.

Das iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden erklärte, es habe mit einem Angriff auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Kuwait reagiert. Die Eskalation erfolgte, während die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges weiterliefen, der am 28. Februar nach US- und israelischen Angriffen auf den Iran begonnen hatte.

Früher in der Woche waren Kryptowährungen in Erwartung eines möglichen diplomatischen Durchbruchs gestiegen. Doch Präsident Donald Trump erklärte bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus, dass er mit den Bedingungen des Iran-Abkommens nicht zufrieden sei und deutete an, dass weitere militärische Maßnahmen möglich seien. Für den Markt war das ein Signal, dass ein Kompromiss nicht in greifbarer Nähe ist.

Bitcoin und Ethereum verhalten sich wieder wie Risikoanlagen

Bitcoin verlor rund 3,5 % am Tag und fiel auf 72.646 US-Dollar bei Coinbase, den niedrigsten Stand seit dem 13. April. Später zeigten Marktdaten einen Kurs von etwa 73.191,81 US-Dollar, ein Minus von 3,5 % innerhalb von 24 Stunden und 5,9 % in der Woche.

Ethereum geriet ebenfalls unter Druck. Die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Kryptowährung fiel unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar und sank um mehr als 4 % auf 1.976 US-Dollar. Spätere Marktdaten zeigten ETH bei etwa 1.988,59 US-Dollar, ein Rückgang von 4,6 % am Tag und 6,5 % innerhalb von sieben Tagen.

Der Ausverkauf zeigte, dass Kryptowährungen in Zeiten starker Unsicherheit weiterhin nicht wie sichere Häfen agieren. Investoren preisen das Risiko einer Ausweitung des Konflikts, mögliche Störungen der Ölversorgung und stärkeren Inflationsdruck ein. Vor diesem Hintergrund fließt Kapital in traditionell defensivere Anlagen, während die Liquidität am Kryptomarkt rasch abnimmt.

Geopolitik bestimmt wieder den Risikoaufschlag

Die US-Angriffe erfolgten zu einem Zeitpunkt, als der Ölmarkt die Entwicklungen rund um die Straße von Hormus ohnehin genau beobachtete. Auch die Ölpreise stiegen: WTI legte um mehr als 3,5 % zu und überschritt die Marke von 92 US-Dollar pro Barrel, während Brent sich 98 US-Dollar näherte.

Für den Kryptomarkt ist das nicht nur wegen der direkten Reaktion auf militärische Nachrichten relevant. Teureres Öl könnte die Inflationserwartungen verstärken und die geldpolitischen Aussichten der Federal Reserve erschweren. Sollten Investoren mit einer Verschärfung der Finanzierungsbedingungen rechnen, könnte der Druck auf Bitcoin, Ethereum und andere Risikoanlagen anhalten.

Zuvor wurde berichtet, dass der Verkauf von BlackRock Bitcoin ETFs im Wert von 1,29 Milliarden Dollar zusätzlichen Druck auf BTC ausübt.

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