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Analysten von Binance Research erklärten, dass eine Serie von Hacking-Vorfällen im April Abflüsse in Höhe von etwa 13 Milliarden Dollar aus dem Sektor der dezentralen Finanzen (DeFi) auslöste. Infolgedessen sank der Total Value Locked (TVL) erheblich, während die Leverage-Niveaus im gesamten Ökosystem Höchststände erreichten, die seit Jahren nicht mehr verzeichnet wurden.
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Laut dem Mai-Bericht von Binance Research fiel der DeFi-TVL im April um 10,7 % auf 82,7 Milliarden Dollar.
Gleichzeitig verzeichneten Analysten einen Anstieg der Leverage-Ratio des Sektors auf rund 38 % – ein Niveau, das zuletzt während des Bullenmarktes 2021 erreicht wurde.
Binance Research merkte an, dass dieser Anstieg nicht auf eine stärkere Kreditnachfrage zurückzuführen war, sondern auf die schrumpfende Liquidität innerhalb des Ökosystems. Da der TVL sank, machte die bestehende Schuldenlast einen größeren Anteil am Markt aus.
Die Forscher fügten hinzu, dass der Sektor trotz der breiteren Korrektur an den Kryptomärkten noch kein nennenswertes Deleveraging erlebt hat.
Die bedeutendsten Vorfälle betrafen das Drift Protocol und KelpDAO, die Verluste in Höhe von geschätzten 285 Millionen bzw. 292 Millionen Dollar erlitten.
Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass der kombinierte Schaden aus den beiden Angriffen 577 Millionen Dollar erreichte und dass die Vorfälle möglicherweise mit der nordkoreanischen Lazarus Group in Verbindung standen.
Binance Research betonte, dass die Bedrohungen für DeFi mittlerweile weit über Schwachstellen in Smart Contracts hinausgehen. Angreifer setzen zunehmend auf Social Engineering, Kompromittierungen interner Systeme, Governance-Exploits und Schwachstellen in Cross-Chain-Bridges.
Obwohl die Verluste durch Angriffe im Mai im Vergleich zum April um fast 90 % zurückgingen, bleiben die Risiken für den Sektor erhöht. Analysten hoben jüngste Exploits bei Humanity Protocol, Aztec Connect und Raydium hervor.
Forscher glauben, dass der Markt aufgrund der Kombination aus hohem Leverage und reduzierter Liquidität anfällig bleibt. Dies schafft zusätzliche Risiken für DeFi-Protokolle, selbst nachdem die größte Angriffswelle abgeklungen ist.
Zuvor hatte Balancer Labs angekündigt, den Betrieb einzustellen. Das Team nannte sinkende Liquidität, steigende Betriebskosten und die Folgen eines schweren Exploits, der das Balancer-Protokoll im Jahr 2025 betraf, als Gründe.