Japanischer Pensionsfonds investiert zum ersten Mal in Krypto

Japanischer Pensionsfonds investiert zum ersten Mal in Krypto
Japanische Renten werden von Kryptowährungen abhängen

​Ein japanischer betrieblicher Pensionsfonds plant, im Geschäftsjahr 2026 mit Investitionen in Kryptowährungen zu beginnen, da der traditionelle Finanzsektor des Landes ein wachsendes Interesse an digitalen Vermögenswerten zeigt.

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Laut Nikkei handelt es sich bei dem betreffenden Fonds um den National Business Corporate Pension Fund mit Sitz in der Präfektur Okayama. Er plant, etwa 1 % seines Gesamtvermögens über einen von einem Hedgefonds verwalteten passiven Fonds in Kryptowährungen zu investieren.

Der Fonds betreut rund 1.200 kleine und mittlere Unternehmen, verwaltet ein Vermögen von etwa 21,3 Milliarden Yen (131,8 Millionen US-Dollar) und betreibt ein Programm für die Altersvorsorge. Dem Bericht zufolge ist die geplante Allokation in Krypto-Assets Teil einer umfassenderen Strategie zur Diversifizierung des Währungsrisikos.

Im Geschäftsjahr 2025 war das Portfolio des Fonds wie folgt aufgeteilt: 80 % in auf Yen lautende Vermögenswerte, 15 % in auf US-Dollar lautende Vermögenswerte und weitere 5 % in andere Währungen. Für das Geschäftsjahr 2026 plant der Fonds, den Anteil der auf Yen lautenden Vermögenswerte auf 70 % zu senken, 10 % in Währungen entwickelter Märkte und weitere 5 % in Währungen von Schwellenländern, Gold und Krypto-Assets zu investieren.

Japan nähert sich Krypto an

Die Pläne des Fonds fallen in eine Zeit wachsender regulatorischer Dynamik und einer breiteren Akzeptanz von Kryptowährungen durch Japans traditionelle Finanzinstitute.

Anfang dieses Monats brachte das japanische Unterhaus einen Gesetzentwurf auf den Weg, der Kryptowährungen als Finanzinstrumente klassifizieren würde. Wenn der Entwurf vom Oberhaus, dem House of Councillors, verabschiedet wird, soll das Gesetz voraussichtlich nächstes Jahr in Kraft treten.

Gleichzeitig planen die drei größten Banken des Landes – MUFG Bank, Mizuho Bank und SMBC – im Geschäftsjahr 2026 kommerzielle Transaktionen mit einem gemeinsam emittierten Stablecoin zu starten. Zudem plant die SBI Shinsei Bank Berichten zufolge, diesen Herbst ein Krypto-Belohnungsprogramm für Einlagenkunden einzuführen.

Ein globaler Trend

Weltweit werden Kryptowährungen zunehmend Teil staatlicher und institutioneller Strategien, auch wenn die Ansätze von Land zu Land erheblich variieren. Einige Staaten, wie El Salvador, setzen auf die Akkumulation von Bitcoin und behandeln ihn als Teil der nationalen Reserven. Andere nutzen den Zugang zu günstiger Energie, um das Mining auszubauen, oder schaffen Bedingungen für den Betrieb von Mining-Unternehmen.

Andere Jurisdiktionen überstürzen keine Direktinvestitionen, bauen aber schrittweise regulatorische Rahmenbedingungen auf, um den Umlauf digitaler Vermögenswerte zu legalisieren, Anleger zu schützen und den Kryptomarkt in das traditionelle Finanzsystem zu integrieren.

Zur Erinnerung: Japan steht kurz vor der Verabschiedung eines Gesetzes zur Reform seines Kryptowährungsmarktes.

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