G7-Staats- und Regierungschefs erwägen Reaktion auf nordkoreanische Cyberangriffe

G7-Staats- und Regierungschefs erwägen Reaktion auf nordkoreanische Cyberangriffe
Nordkoreanische Hacker werden mit über 1,3 Milliarden Dollar an Krypto-Diebstählen allein im Jahr 2024 in Verbindung gebracht

Während sich die Gruppe der Sieben (G7) auf ihren bevorstehenden Gipfel in Kanada im nächsten Monat vorbereitet, könnten Nordkoreas rasch eskalierende Cyberangriffe - insbesondere die zahlreichen Kryptowährungsdiebstähle - zu einem wichtigen Thema werden.

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Laut Bloombergsind die Behörden zunehmend beunruhigt darüber, dass Pjöngjang gestohlene digitale Vermögenswerte nutzt, um Sanktionen zu umgehen und seine Waffenprogramme zu finanzieren.

Wichtigste Erkenntnisse

- Die Staats- und Regierungschefs der G7 könnten die Krypto-Hacks Nordkoreas auf dem Gipfeltreffen nächsten Monat in Kanada ansprechen.

- Der Bybit-Hack in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar im Februar war der bisher größte Krypto-Diebstahl, der der Lazarus Group zugeschrieben wird.

- 1,3 Milliarden Dollar wurden im Jahr 2024 durch 47 Krypto-Diebstähle von mit Nordkorea verbundenen Akteuren gestohlen.

- Briefkastenfirmen und Insider-Bedrohungen sind Teil eines breiteren Instrumentariums, das von Nordkorea nahestehenden Cyber-Gruppen eingesetzt wird.

Nordkoreas wachsendes Cyber-Arsenal

Offizielle Vertreter der USA, Japans und Südkoreas haben in diesem Jahr vor den ausgeklügelten Cyberoperationen Nordkoreas gewarnt. Dazu gehören der Einsatz von IT-Mitarbeitern in Kryptofirmen, die als Insider-Bedrohung fungieren, und der Einsatz von Briefkastenfirmen zur Verteilung von Malware an Entwickler. In einem aktuellen Fall haben Akteure, die mit Lazarus in Verbindung stehen, drei Scheinfirmen gegründet - zwei davon mit Sitz in den USA -, um ihre Kampagnen zu erleichtern.

Der 1,4 Milliarden Dollar schwere Bybit-Hack im Februar, der angeblich von Lazarus inszeniert wurde, gilt als der größte Diebstahl in der Geschichte der Kryptowährung. Einem Bericht des US-Finanzministeriums vom September zufolge tragen die Erlöse aus solchen Operationen zur Finanzierung von Nordkoreas Raketen- und Nuklearprogrammen bei.

Darüber hinaus werden nordkoreanische Hacker mit über 1,3 Milliarden Dollar an Krypto-Diebstählen bei 47 Angriffen allein im Jahr 2024 in Verbindung gebracht, wie Chainalysis berichtet.

Nordkoreas kryptobezogene Hacking-Aktivitäten nach Jahr. Quelle: Chainalysis

Globaler Druck für koordinierte Maßnahmen

Der Ruf nach einem einheitlichen Vorgehen der G7 gegen die von Nordkorea ausgehenden Bedrohungen der Cybersicherheit wird immer lauter. Da Kryptowährungen zunehmend zu einer wichtigen Finanzierungsquelle für das Regime werden, argumentieren Experten, dass eine multilaterale Durchsetzung von Sanktionen und die Zusammenarbeit des Tech-Sektors mit Krypto-Cashback-Programmen unerlässlich sind.

Das Gipfeltreffen könnte ein entscheidender Moment sein, um einen internationalen Konsens zur Blockchain-basierten Finanzüberwachung und zur Bekämpfung der staatlich geförderten Cyberkriminalität zu erzielen.

Wir haben auch darüber informiert, dass Google eine Zunahme nordkoreanischer Hackeraktivitäten auf der Solana-Blockchain in Europa aufgedeckt hat.

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