Humanity-Protocol-Gründer fordert digitale Identität im Ticketverkauf
Der Gründer von Humanity Protocol, Terence Kwok, hat sich zu der anhaltenden Ticketkrise in den USA geäußert, in deren Verlauf die Federal Trade Commission (FTC) und sieben Bundesstaaten eine Klage gegen Live Nation Entertainment und dessen Tochtergesellschaft Ticketmaster eingereicht haben, in der ihnen vorgeworfen wird, wiederholt überhöhte Gebühren für den Ticketverkauf zu verlangen.
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Der FTC zufolge hat es die größte Ticketverkaufsplattform des Landes versäumt, ihre eigenen Grenzen für den Kauf von Eintrittskarten durchzusetzen, so dass Schwarzhändler große Mengen an Tickets für beliebte Veranstaltungen kaufen konnten. Die Behörde behauptet, dass Ticketmaster diese Aktivitäten absichtlich ignorierte, da es vom Weiterverkauf profitierte.
Zwischen 2019 und 2024 soll das Unternehmen 3,7 Milliarden Dollar an Wiederverkaufsprovisionen verdient haben. Die FTC argumentiert, dass die Praktiken von Ticketmaster gegen den BOTS Act verstoßen, ein Gesetz aus dem Jahr 2016, das den Ticket-Skalping durch automatisierte Bots verhindern soll.
Live Nation/Ticketmaster beharrt unterdessen darauf, dass das Unternehmen nicht nur das BOTS-Gesetz unterstützt, sondern auch über 1 Milliarde Dollar für die Bekämpfung von Bots ausgegeben hat und allein im April 8,7 Milliarden Bot-Versuche blockiert hat.
In einem Brief an die Senatoren Marsha Blackburn und Ray Luján erklärte Dan Wall, Live Nation's Executive VP for Corporate and Regulatory Affairs, dass die Behauptungen über geheime Absprachen mit Scalern "kategorisch falsch" seien und "keinen wirtschaftlichen Sinn ergeben", da die Einnahmen aus dem Wiederverkauf nur 3% der Gesamteinnahmen des Unternehmens ausmachen.
"Unsere Anreize sind eindeutig auf die Unterstützung von Künstlern und Fans ausgerichtet", schrieb Wall, wie von Billboard zitiert.
Technologie vor Durchsetzung
Der Gründer von Humanity Protocol, Terence Kwok, erklärte unterdessen, dass die derzeitige Krise des Ticket-Scalings ein Fehler im Marktdesign sei und kein Grund, Fans zu kriminalisieren oder die regulatorische Kontrolle an undurchsichtige Plattformen abzugeben.
Seiner Meinung nach können zwar Gerichtsverfahren und Regulierungen die Spekulation mit Eintrittskarten eindämmen, aber eine präventive Infrastruktur mit programmierbaren, identitätsgebundenen Tickets bietet eine weitaus effektivere Lösung.
Humanity Protocol hat sich zum Ziel gesetzt, die Menschen durch digitale Identität zu befähigen und ist überzeugt, dass sichere und dezentrale Identitätslösungen zur Norm werden.
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