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ASIC-Miner erzeugen während des Betriebs eine Menge Wärme. Viele Jahre lang wussten die Miner nicht, was sie damit anfangen sollten und versuchten einfach, ihre Geräte zu kühlen. Doch mit der Zeit kam die Erkenntnis, dass diese Wärme sinnvoll genutzt werden kann. Es begannen Experimente, die sich zu erfolgreichen - und manchmal recht ungewöhnlichen - Fallbeispielen entwickelten.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Das Heizen von Häusern ist die naheliegendste Art, die Wärme des Bergwerks zu nutzen. Genau das dachte sich Hashlabs Mining, als es ein Projekt in Finnland startete. Das Bergbauunternehmen integrierte seine WhatsMiner-Geräte mit Wasserkühlung in das finnische Fernwärmesystem. Jetzt wird das bis zu 70 Grad Celsius heiße Wasser aus den Bergwerken über ein Netz von isolierten Rohren an Wohnhäuser geliefert.
WhatsMiner ist nicht der einzige ASIC, der Häuser beheizen kann. Der chinesische Mining-Hardware-Hersteller Canaan hat vor kurzem Bitcoin-Mining-Geräte für den Heimgebrauch mit eingebauten Heizfunktionen vorgestellt - Avalon Mini 3 und Avalon Nano 3S. Schon früher wurden ähnliche Produkte von Heatbit und D-Central angeboten.
Das Mining-Unternehmen Marathon Digital plant ebenfalls, von der Wärme zu profitieren, die von Bitcoin-Mining-Geräten erzeugt wird. Es hat den US-Bundesstaat Nebraska, wo sich seine Rechenzentren befinden, als Testgebiet gewählt. Hier wird die Wärme aus dem Mining genutzt, um Gewächshäuser zu erwärmen und sogar Garnelen zu züchten.
Laut CEO Fred Thiel könnte dieser Ansatz dazu beitragen, das Hungerproblem in bestimmten Regionen der Welt zu lösen. Es ist auch ein Weg, die negative Wahrnehmung des Bergbaus im Zusammenhang mit Ökologie und Energie zu ändern.
In Paraguay hat ein Mining-Startup beschlossen, überschüssige Wärmeenergie zum Trocknen von Mangos zu nutzen. Das Projekt mit dem Namen Bitcoin Mango ist absolut umweltfreundlich, da es dazu beiträgt, die Emissionen in die Atmosphäre zu reduzieren (Mangos werden normalerweise durch Verbrennung von Kohle oder Gas getrocknet).
Darüber hinaus spendet der Miner 10 % der Einnahmen aus den Mango-Verkäufen an die Bitcoin Core-Entwickler. Dieser Ansatz reduziert nicht nur den CO2-Fußabdruck, sondern unterstützt auch direkt die Entwicklung des Bitcoin-Netzwerks.
Das Spa Bathhouse in Brooklyn hat ebenfalls eine Verwendung für die Mining-Wärme gefunden. Es installierte Mining-Ausrüstung direkt in seinen Räumlichkeiten. Die Wärme wird von Wärmetauschern aufgefangen und über ein Zirkulationssystem zur Erwärmung der Pools verwendet. Das Spa hat sogar ein Motto: "Genießen Sie ein heißes Bad, während Sie das Bitcoin-Netzwerk unterstützen."
Bathhouse glaubt, dass dieser Ansatz in vielen Baulösungen für Heizung und Warmwasserbereitung umgesetzt werden könnte. Das Management des Unternehmens ist sogar bereit, seine Erfahrungen mit allen Interessierten zu teilen.
Whisky
Das kanadische Unternehmen MintGreen liefert seit einigen Jahren Bergbauwärme an verschiedene Industrieanlagen. Die Beziehung zur Shelter Point Distillery ist jedoch etwas Besonderes. Der in Vancouver ansässige Whiskyhersteller nutzt die Grubenwärme, um seine Fässer zu erwärmen und so den Alterungsprozess der Spirituose zu beschleunigen.
MintGreen hat ernsthafte Pläne für die Zukunft - mit Bitcoin soll eine ganze Stadt beheizt werden.
All diese Beispiele beweisen eines: Die Wärme beim Bergbau ist nicht mehr nur ein Nebenprodukt, das abgeführt werden muss. Sie ist zu einer wertvollen Ressource geworden, die zum Heizen von Häusern, zum Trocknen von Obst, zum Erwärmen von Swimmingpools und sogar zum Beschleunigen der Reifung von Whisky verwendet wird. Wenn sich solche Initiativen ausbreiten, werden die Miner nicht nur Bitcoin produzieren, sondern auch dazu beitragen, echte Energie- und Umweltprobleme zu lösen und die gesellschaftliche Wahrnehmung der Branche zu verändern.