S&P 500 hält sich in der Nähe von Rekordständen, da die Märkte auf wichtige Fed- und Inflationssignale warten
Der S&P 500 bewegt sich weiterhin in der Nähe von Rekordwerten und befindet sich in einer sich verfestigenden Konsolidierung an der Spitze eines mehrmonatigen Aufwärtstrends. Der Aktienmarkt hat sich trotz der makroökonomischen Ungewissheit behauptet, wobei sich die Anleger im Hinblick auf die Inflationsdaten und die Sitzung der Federal Reserve in der nächsten Woche positionieren.
Höhepunkte
- Der Index hält sich in der Nähe des Widerstands von 6.875 Punkten, da die Käufer die steigende Unterstützung verteidigen.
- Futures steigen aufgrund der Erwartung einer 87-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed.
- Large-Cap-Technologiewerte stabilisieren sich und stützen weiterhin die Marktstimmung.
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Der Markt tendiert weiterhin eher zu einem Ausbruch als zu einer Trendwende.
Index windet sich in der Nähe der Höchststände, da die Trendunterstützung intakt bleibt
Der S&P 500 hat ein Kompressionsmuster ausgebildet, das einem zinsbullischen Fortsetzungsdreieck ähnelt, das gebildet wurde, als die höheren Tiefststände vom Oktober auf den horizontalen Widerstand bei 6.870 trafen. Die Konsolidierung folgt auf die entschlossene Verteidigung des 50-Tage-EMA um 6.570 während des Pullbacks im November, ein Niveau, das die starke zugrunde liegende Akkumulation bestätigte.

Kursdynamik des S&P 500 (Quelle: TradingView)
Der Kurs schleift weiterhin an der oberen Begrenzung eines steigenden Kanals, der den Index seit Monaten begleitet. Der 20-Tage-EMA hat sich unterhalb des Kurses nach oben beschleunigt, während der 50-Tage- und der 100-Tage-EMA parallel dazu ansteigen, eine Konfiguration, die die Trendstärke verstärkt. Die 200-Tage-EMA, die in der Nähe von 6.324 verankert ist, bleibt in weiter Ferne, was unterstreicht, wie fest der Markt oberhalb der langfristigen Unterstützung positioniert bleibt.
Das Momentum bleibt kontrolliert. Der RSI liegt bei 59, also nicht überkauft, aber anhaltend erhöht, was eher auf eine stetige Nachfrage als auf einen spekulativen Überschuss hindeutet. Die Rückschläge waren eher oberflächlich und drehend als richtungsweisend, wobei keine Verschlechterung des Momentums oder der Breite stark genug war, um die strukturelle Unterstützung zu gefährden. Für einen Durchbruch wäre ein Schlusskurs unter 6.712 erforderlich, doch solange dies nicht der Fall ist, bleibt der Markt in einer Buy-the-Dip-Phase.
Makro-Erwartungen stützen die Risikobereitschaft vor der Fed-Entscheidung
Ein Großteil der derzeitigen Stabilität spiegelt die Erwartung wider, dass der verspätete PCE-Inflationsbericht die Bereitschaft der US-Notenbank zu einer Zinssenkung bekräftigen wird. Die Märkte rechnen nun mit einer 87-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung bei der Sitzung nächste Woche, eine Dynamik, die die Risikoanlagen selbst bei weiterhin gemischten Wirtschaftssignalen verankert hat.
Die Arbeitsmarktdaten haben sich zwar etwas abgeschwächt, aber noch nicht genug, um das Narrativ einer kontrollierten Verlangsamung in Frage zu stellen. Die Anleger scheinen bereit zu sein, über die kurzfristige Volatilität hinauszublicken und die frühen Phasen eines breiteren Entspannungszyklus einzuschätzen. Diese Positionierung hat dazu beigetragen, dass der Index seine Spanne trotz uneinheitlicher Gewinntrends und uneinheitlicher Sektorführung halten konnte.
Die Liquiditätsunterstützung durch große Technologiewerte ist nach wie vor von zentraler Bedeutung. Nvidia, Alphabet, Amazon, Microsoft und Meta wurden vorbörslich höher gehandelt und geben dem Index weiterhin Ballast. Apple und Tesla sind nach wie vor Nachzügler, aber ihre Schwäche hat keinen systemischen Druck erzeugt. Selbst unternehmensspezifische Entwicklungen, wie der viel beachtete Deal zwischen Netflix und Warner Bros. Discovery, haben sich nicht auf die allgemeine Marktstimmung ausgewirkt.
Wichtig ist, dass der S&P 500 auf dem besten Weg ist, zum ersten Mal seit Oktober wieder wöchentliche Gewinne zu verzeichnen. Dies ist ein bescheidener Meilenstein, signalisiert aber eine Verlagerung des Tons vom reaktiven Handel hin zu einer proaktiven Positionierung im Vorfeld einer klaren Politik.
Der Markt nähert sich dem Entscheidungspunkt, da die Ausbruchsmarken enger werden
Der S&P 500 befindet sich nun an einem technischen und makroökonomischen Wendepunkt. Ein sauberer Ausbruch über 6.875 würde das Ziel von 6.950 und dann 7.050 erreichen und den mehrmonatigen Anstieg ausweiten. Ein Scheitern des Ausbruchs könnte einen Rückschlag auf die steigende Trendlinie bei 6.720 auslösen. Solange diese Unterstützung nicht entscheidend durchbrochen wird, bleibt der Abwärtstrend eher taktisch als strukturell.
Zuvor hatten wir erörtert, dass die Stärke des Index auf der Kombination eines zinsbullischen Kanals, konstruktiven makroökonomischen Erwartungen und einem unterstützenden Technologiekomplex beruht. Die heutige sich verfestigende Konsolidierung auf Rekordniveau untermauert dieses Argument. Ein Ausbruch bleibt das wahrscheinlichere Ergebnis, es sei denn, die PCE-Daten der nächsten Woche oder die Mitteilung der Fed machen die Erwartungen einer Lockerung zunichte.
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