WTI-Preis-Prognose: Rohöl stürzt auf 66 $ ab, da Trumps Zölle die weltweite Nachfrage belasten

WTI-Preis-Prognose: Rohöl stürzt auf 66 $ ab, da Trumps Zölle die weltweite Nachfrage belasten
WTI-Rohöl fällt unter 66 $, da die weltweiten Handelsspannungen die Aussichten für die Ölnachfrage belasten

Die Rohöl-Futures der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fielen um fast 4 % auf 65,6 $ pro Barrel und damit auf den niedrigsten Stand seit November 2021. Der Rückgang folgt auf eskalierende Handelsspannungen, als die USA, China, Kanada und Mexiko Vergeltungszölle verhängten, was die Besorgnis über eine mögliche Verlangsamung der globalen Ölnachfrage schürte.

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Die Zölle von 25 % auf kanadische und mexikanische Importe und die zusätzliche Abgabe von 10 % auf chinesische Waren, die am Dienstag in Kraft traten, haben die Befürchtungen verstärkt, dass Störungen im internationalen Handel den Energieverbrauch schwächen könnten.

US-Handelsminister Howard Lutnick hat angedeutet, dass die Trump-Administration die Zölle auf Mexiko und Kanada möglicherweise überdenken wird, obwohl noch keine formelle Entscheidung getroffen wurde. Analysten warnen, dass jegliche Anpassungen der Handelspolitik die Ölströme stören könnten, wobei mexikanisches Rohöl möglicherweise nach Asien verlagert und lateinamerikanische Importe in die USA erhöht werden könnten.

USOIL-Preisprognose (Januar 2025 - März 2025) Quelle: TradingView.

OPEC+ bestätigt Produktionserhöhung

Um den Abwärtsdruck auf die Ölpreise zu verstärken, bestätigte die OPEC+ ihre Pläne, die Ölproduktion ab April um 138.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Dies ist die erste Produktionssteigerung seit 2022 und signalisiert eine Abkehr von früheren Angebotsbeschränkungen zur Stabilisierung der globalen Märkte. Die Nachricht hat Bedenken hinsichtlich einer möglichen Angebotsschwemme geweckt, zumal die Nachfrageprognosen aufgrund geopolitischer Spannungen und handelspolitischer Veränderungen unsicher bleiben.

In der Zwischenzeit hat Chinas Ziel eines Wirtschaftswachstums von rund 5 % für 2025 die Erwartungen an mögliche Konjunkturmaßnahmen gestärkt. Energiehändler bleiben jedoch vorsichtig, da ein lang anhaltender Handelskonflikt die Vorteile einer erhöhten chinesischen Nachfrage zunichte machen könnte.

WTI-Ausblick: Weitere Rückgänge möglich, wenn die Handelsunsicherheit anhält

Aus technischer Sicht steht WTI nach wie vor unter starkem Verkaufsdruck, und die Preise bewegen sich in der Nähe einer kritischen Unterstützungsmarke bei 66 $. Sollte diese Marke nicht halten, könnte Rohöl in Richtung 63-64 $ fallen, was zusätzlichen Marktpessimismus widerspiegeln würde. Umgekehrt könnten eine Lockerung der US-Zölle oder neue Konjunkturmaßnahmen aus China für Erleichterung sorgen und eine Stabilisierung der Preise in der Nähe von $ 68-$ 70 pro Barrel ermöglichen.

Angesichts der für Freitag angesetzten Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls, NFP) werden Händler die Arbeitsmarkttrends und Inflationsindikatoren wie bereits erwähnt genau beobachten, da diese die geldpolitische Haltung der Federal Reserve beeinflussen und sich auf die allgemeine Marktstimmung auswirken könnten.

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