Rhenser Mineralbrunnen meldet Insolvenz an, 140 Jobs betroffen

Rhenser Mineralbrunnen meldet Insolvenz an, 140 Jobs betroffen
Rhenser vor Insolvenz

Der Mineralwasser-Abfüller Rhenser Mineralbrunnen GmbH aus Rhens in Rheinland-Pfalz hat in dieser Woche Insolvenzantrag gestellt, wie das Unternehmen laut BILD unter Berufung auf Aussagen aus der Geschäftsleitung begründet. Die Entwicklung trifft den Betrieb kurz nach dem unerwarteten Tod von Geschäftsführer Christian Berentzen und sorgt für erhebliche Unsicherheit bei rund 140 Beschäftigten. Als Ursachen werden vor allem der Wettbewerbsdruck im Getränkemarkt, höhere Transportkosten, niedrige Margen und eine spürbare Kaufzurückhaltung genannt.

Höhepunkte

  • Rhenser Mineralbrunnen GmbH hat nach dem plötzlichen Tod des Geschäftsführers Christian Berentzen Insolvenz angemeldet; 140 Arbeitsplätze sind betroffen.
  • Das Unternehmen nennt hohen Wettbewerbsdruck, steigende Transportkosten, niedrige Margen und Konsumzurückhaltung als Hauptgründe; Löhne für März, April und Mai sind gesichert.
  • Im schwierigen Marktumfeld verspürt auch die Berentzen-Gruppe Druck, da sinkende Schnapsnachfrage und verfehlte Umsatzziele regionale Abfüller zusätzlich belasten.

Christian Berentzen starb laut einem Bericht von BILD vor wenigen Wochen im Alter von 60 Jahren völlig unerwartet, was die Belegschaft nach Darstellung des Unternehmens hart getroffen habe. Er war Geschäftsführer der Rhenser Mineralbrunnen GmbH, die nun kurz nach seinem Tod Insolvenz anmelden musste. Bereits drei Jahre zuvor war auch sein Bruder Friedrich Berentzen, ebenfalls Geschäftsführer, im Alter von 56 Jahren plötzlich gestorben. Beide gelten als Teil der bekannten Berentzen-Familie, deren Name seit Jahrzehnten mit dem deutschen Getränkemarkt verbunden ist.

Ursachen laut Unternehmen, Löhne vorerst gesichert

Als kaufmännischer Leiter und Prokurist nennt Christian Kolb gegenüber BILD mehrere Belastungsfaktoren, darunter hohen Wettbewerbsdruck, gestiegene Transportkosten, anhaltend geringe Margen und eine aktuelle Zurückhaltung der Konsumenten. Ziel sei es demnach, den Betrieb aufrechtzuerhalten und fortzuführen, während parallel das Verfahren läuft. Für die Beschäftigten ist zumindest kurzfristig eine Entlastung angekündigt, die Gehälter für März, April und Mai seien nach Angaben des Unternehmens gesichert. Dennoch bleibt die Lage für die 140 Mitarbeitenden unsicher, weil eine Fortführung von Finanzierung, Nachfrage und Sanierungsfortschritt abhängt.

Branchenumfeld belastet auch bekannte Marken

Der Artikel ordnet die Insolvenz in ein schwieriges Marktumfeld ein, in dem sich der Preisdruck und Kostensteigerungen besonders bei logistikintensiven Getränken auswirken. Zudem verweist der Bericht auf strukturelle Veränderungen im Konsum, die auch Spirituosenhersteller treffen können. So heißt es, die Berentzen-Gruppe stecke ebenfalls in der Krise, weil die Schnapsnachfrage sinke und ein Umsatzziel um Millionen verfehlt worden sei. Für regionale Abfüller wie Rhenser Mineralbrunnen verstärken solche Trends den Druck, da Volumen, Margen und Handelspreise gleichzeitig unter Spannung stehen.

Wir berichteten zuvor über den Insolvenzantrag der Porzellanmanufaktur Kahla beim Amtsgericht Gera. Trotz des Verfahrens sollte der Betrieb zunächst weiterlaufen, während die Unternehmensführung einen strategischen Partner sucht; als Gründe wurden unter anderem stark gestiegene Energiekosten, wirtschaftliche Unsicherheiten und eine schwächere Nachfrage genannt.

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