Arizona greift Kalshi an und stellt den rechtlichen Status von Prognosemärkten in Frage

Arizona greift Kalshi an und stellt den rechtlichen Status von Prognosemärkten in Frage
Fall aus Arizona stellt Regeln für Prognosemarkt in Frage

Die Behörden des Bundesstaates Arizona haben ein Strafverfahren gegen die Prognoseplattform Kalshi eingeleitet. Damit rückt ein breiterer Streit darüber in den Mittelpunkt, wie der gesamte ereignisbasierte Handelssektor in den Vereinigten Staaten reguliert werden sollte. Trotz der bundesstaatlichen Genehmigung sieht sich das Unternehmen nun mit Klagen auf bundesstaatlicher Ebene konfrontiert.

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Der Fall geht über eine einzelne Plattform hinaus und wirft die Frage auf, wer die Regeln festlegt - Bundesbehörden oder einzelne Bundesstaaten, berichtet CoinGape.

Anklagen und Beweiserhebung

Der Generalstaatsanwalt von Arizona, Kris Mayes, hat 20 Anklagen gegen KalshiEx LLC und Kalshi Trading LLC eingereicht, in denen den Unternehmen vorgeworfen wird, ein nicht lizenziertes Glücksspielunternehmen zu betreiben und Wetten im Zusammenhang mit Wahlen anzubieten, was nach staatlichem Recht verboten ist.

Kalshi mag sich selbst als "Prognosemarkt" bezeichnen, aber was es tatsächlich tut, ist der Betrieb eines illegalen Glücksspiels und die Annahme von Wetten auf die Wahlen in Arizona, die beide gegen das Gesetz von Arizona verstoßen", sagte Generalstaatsanwalt Mayes. "Kein Unternehmen kann selbst entscheiden, welche Gesetze es befolgt."

Um den Fall aufzubauen, wählte die Staatsanwaltschaft einen direkten Ansatz: Über mehrere Monate hinweg platzierten die Mitarbeiter Wetten über die Kalshi-App - von kleinen Wetten auf College-Sport bis hin zu komplexeren Wetten auf NBA-Spiele und den Super Bowl.

Das Fallmaterial umfasst auch politische Verträge, wie Wetten auf die US-Präsidentschaftswahlen 2028 und die Wahlen im Bundesstaat Arizona.

Streit zwischen Bundes- und Landesvorschriften

Der Streit rührt von unterschiedlichen Auslegungen darüber her, wie solche Produkte zu klassifizieren sind. Im Jahr 2024 erkannte die Commodity Futures Trading Commission(CFTC) Kalshis Verträge als Finanzinstrumente an, was dem Unternehmen eine Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit ermöglichte.

Die staatlichen Behörden sind anderer Meinung. Die lokalen Aufsichtsbehörden argumentieren, dass die bundesstaatliche Genehmigung nicht die Glücksspielgesetze der Bundesstaaten außer Kraft setzt. Sie weisen auch darauf hin, dass Kalshi in Arizona nicht als ausländisches Unternehmen registriert war, was den Fall zusätzlich erschwert hat.

Risiken und Aussichten für den Markt

Der Ausgang des Verfahrens könnte einen Präzedenzfall für die gesamte Branche der Prognosemärkte schaffen. Ein Sieg von Arizona würde anderen Bundesstaaten eine Vorlage für die Verfolgung ähnlicher Fälle liefern und die Expansion solcher Plattformen möglicherweise einschränken.

Sollte sich Kalshi durchsetzen, könnte dies die Rolle der Bundesaufsicht stärken und das weitere Wachstum des Sektors fördern. Diese Plattformen werden zunehmend für den Handel mit Ergebnissen genutzt, die von Wirtschaftsindikatoren bis hin zu politischen Ereignissen reichen, und ziehen sowohl private als auch institutionelle Teilnehmer an.

Das Interesse an Prognosemärkten nimmt zu, aber auch die aufsichtsrechtliche Kontrolle - insbesondere im Hinblick auf Transparenz und potenzielle Manipulationsrisiken.

Wie bereits berichtet, haben die argentinischen Behörden den Zugang zu Polymarket, einer auf Prognosemärkte spezialisierten Plattform, eingeschränkt. Dieser Schritt spiegelt einen breiteren Trend wider: Die Aufsichtsbehörden betrachten solche Dienste zunehmend als eine Form von Wetten, insbesondere wenn sie an politische oder wirtschaftliche Ergebnisse gebunden sind.

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