Kalshi und Polymarket verschärfen ihre Regeln angesichts des regulatorischen Drucks
Die Prognosemarktplattformen Kalshi und Polymarket verstärken die Überwachung des Handels als Reaktion auf die wachsende Aufmerksamkeit der US-Regulierungsbehörden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Bekämpfung von Insiderhandel und Marktmanipulation, die sich zu zentralen Themen der Branche entwickeln.
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Die Unternehmen verschärfen die Regeln und führen neue Kontrollmechanismen ein, um das Vertrauen der Nutzer in einem schnell wachsenden Segment zu stärken.
Neue Kontrollen und Beschränkungen
Kalshi führt ein System ein, das proaktiv Geschäfte von Teilnehmern blockiert, die den Ausgang von Ereignissen beeinflussen könnten. Dazu gehören vor allem Politiker, Kandidaten und Mitglieder der Sportindustrie - von Spielern bis zu Schiedsrichtern.
Solche Beschränkungen gab es schon früher, aber die Durchsetzung wird nun automatisiert. Die Plattform hat auch die Überwachung verbessert und Werkzeuge hinzugefügt, um verdächtige Aktivitäten direkt in der Handelsoberfläche zu markieren.
Polymarket hat auch seine Regeln sowohl für die DeFi-Plattform als auch für die regulierte US-Version aktualisiert. "Märkte leben von Klarheit", sagte Chief Legal Officer Neil Kumar. "Diese Regelverbesserungen machen unsere Erwartungen für jeden Teilnehmer überdeutlich".
Die aktualisierten Regeln verbieten ausdrücklich den Handel auf der Grundlage vertraulicher Informationen, das Handeln auf der Grundlage von Insider-Tipps und die Teilnahme von Personen, die in der Lage sind, den Ausgang von Ereignissen zu beeinflussen. Verstöße können zu Kontosperrungen, Geldstrafen und Überweisungen an die Aufsichtsbehörden führen.
Transparenz und Aufsicht als zentrale Instrumente
Polymarket legt Wert auf eine Kombination aus technologischer und operativer Überwachung. Auf seiner DeFi-Plattform wird die Transparenz durch Blockchain-Daten gefördert: Alle Transaktionen finden auf Polygon statt, was eine Echtzeitverfolgung der Aktivitäten ermöglicht.
In der US-amerikanischen Version wird die Aufsicht durch Partnerschaften mit externen Überwachungsanbietern und die Zusammenarbeit mit der National Futures Association (NFA) verstärkt. Gleichzeitig werden die Meldekanäle erweitert, einschließlich E-Mail und Discord.
Kalshi seinerseits konzentriert sich auf Präventivmechanismen und erwartet, dass solche Ansätze im Laufe der Zeit zu Branchenstandards werden.
Neue Standards für Prognosemärkte
Der Sektor der Prognosemärkte hat seine experimentelle Phase schnell hinter sich gelassen. Da die Volumina wachsen und das Interesse der Anleger zunimmt, sind strengere Regeln erforderlich, um das Vertrauen zu erhalten.
In vielerlei Hinsicht beginnt der Markt, traditionellen Finanzplätzen zu ähneln, wo Kontrollen gegen Insiderhandel und Manipulation bereits eingebettet sind. Zusätzlicher Druck kommt von der CFTC, die ihre regulatorische Haltung gegenüber solchen Plattformen dargelegt hat.
Für die Nutzer bedeutet dies mehr Transparenz und weniger Grauzonen, aber auch strengere Anforderungen. Für die Plattformen bedeutet dies höhere Compliance-Kosten und größere Investitionen in Überwachungstechnologien.
Gleichzeitig wächst der Druck auf staatlicher Ebene. In Nevada hat ein Gericht Kalshi vorübergehend den Betrieb untersagt: Der Bezirksrichter von Carson City, Jason Woodbury, schlug sich auf die Seite der staatlichen Aufsichtsbehörde, die argumentiert, dass das Unternehmen eine lokale Lizenz erwerben muss. Das 14-tägige Verbot zeigt, dass der rechtliche Status von Prognosemärkten in den USA nach wie vor ungeklärt ist.
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