Der Goldpreis stabilisiert sich über 4.500 Dollar, da die Risikoscheu den Goldpreis beflügelt
Der Goldpreis (XAU/USD) hielt sich am Freitag, den 27. März, über der Marke von 4.500 $, wobei der Kassahandel um die Marke von 4.510 $ kreiste, nachdem er sich nach dem Ausverkauf in dieser Woche deutlich erholt hatte, da die Anleger wieder auf Schutzmaßnahmen setzten, während der Ölpreis hoch blieb und die Aktienmärkte unter Druck blieben. Die Erholung erfolgte, obwohl der US-Dollar fest blieb.
Höhepunkte
- Gold wurde in der Nähe von $ 4.510 gehandelt, nachdem es von seinem Viermonatstief vom Montag bei $ 4.098 zurückgekommen war.
- Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen verharrte bei 4,44 %, während der Dollar fest blieb.
- Rohöl der Sorte Brent blieb über der 110 $-Marke, womit das Inflationsrisiko und der geopolitische Stress weiter im Spiel blieben.
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Der Goldpreis scheint weniger anfällig zu sein als zu Beginn der Woche, da es dem Markt gelungen ist, die 4.500 $-Marke zurückzuerobern, anstatt unter ihr zu verharren. Das ändert zwar nichts an der allgemeinen Struktur, deutet aber darauf hin, dass der Abwärtstrend nach dem Durchbrechen des gleitenden 200-Tage-Durchschnitts ausreichend gedehnt wurde, um Dip-Käufer anzulocken.
Die erste wichtige Zone liegt nun zwischen 4.475 $ und 4.500 $. Ein Halten dieses Bereichs würde die Erholung intakt halten und das Metall eher wie einen Markt handeln lassen, der einen Boden bildet, als einen, der noch auf der Suche nach diesem Boden ist. Der Tageshöchstkurs lag bei 4.554 $, dem ersten nahe gelegenen Widerstand.
Im Moment sieht es noch eher nach einer vorsichtigen als nach einer explosiven Entwicklung aus. In der Praxis bedeutet dies, dass der Goldpreis kurzfristig einen engen Kampf austragen muss: Wenn er sich über der Marke von 4.500 $ stabilisiert, können sich die Käufer auf einen weiteren Anstieg einstellen, wenn er diesen Bereich verlässt, ähnelt die Bewegung eher einer Erleichterung als einer echten Wende.

Dynamik des Goldpreises (Februar-März 2026). Quelle: TradingView.
Der Ton änderte sich vor dem Preis
Die Hauptstütze hinter der Bewegung vom Freitag war eine Rückkehr zu einer defensiven Positionierung, da der Konflikt im Zusammenhang mit dem Iran die Märkte im Allgemeinen verunsicherte und die Anleger zurück in die Zufluchtswerte trieb. Diese Verschiebung war insofern von Bedeutung, als Gold den größten Teil des Monats März damit verbracht hatte, nicht in vollem Umfang von den geopolitischen Spannungen zu profitieren, wenn die Renditen und der Dollar gleichzeitig stiegen.
Öl stand weiterhin im Mittelpunkt des Geschehens. Der Brent-Preis von über 110 $ ließ den Markt auf das Inflationsrisiko aufmerksam werden, das mit einer Unterbrechung der Energieströme einhergeht, und das hat die Aussichten für die Geldpolitik gerade zu dem Zeitpunkt erschwert, als die Händler bereits eine Neubewertung der möglichen Lockerungsmaßnahmen im weiteren Verlauf dieses Jahres vornahmen.
Diese Spannung macht diese Erholung etwas interessanter als eine gewöhnliche Erholung. Der Goldpreis wird durch die Risikoaversion gestützt, allerdings in einem Umfeld, in dem die höheren Energiekosten auch dazu beitragen, dass die Erwartungen an die Geldpolitik niedrig bleiben, was den Spielraum des Metalls begrenzt.
Was als nächstes passiert, hängt davon ab, welcher Druck gewinnt
Der optimistische Weg ist recht einfach. Wenn die Nerven der Marktteilnehmer nicht blank liegen und der Goldpreis die Marke von 4.500 $ verteidigt, kann sich die Erholung auf 4.554 $ ausweiten und möglicherweise bis in die nächste Woche hinein anhalten, da die Anleger weiterhin Schutzmaßnahmen gegenüber zyklischen Engagements bevorzugen.
Der andere Weg ist ebenso leicht vorstellbar. Wenn die Renditen wieder steigen oder der Dollar weiter anzieht, ohne dass es zu einem erneuten Anstieg der Nachfrage nach Zufluchtsorten kommt, könnte Gold wieder in den oberen Bereich der 4.400 $-Marke abrutschen und die Käufer dazu zwingen, zu beweisen, dass die Erholung vom Freitag mehr als nur eine scharfe Reaktion auf einen überverkauften Markt war.
Gold war im März zwischen zwei konkurrierenden Realitäten gefangen: der Nachfrage nach Sicherheit und der Belastung durch ein härteres Zinsumfeld. Der Freitag hat die erste Kraft begünstigt, aber die zweite ist noch nicht verschwunden.
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