Aktien steigen aufgrund der Hoffnungen auf einen 45-tägigen Waffenstillstand im Iran
Die Aktienmärkte begannen die Woche mit vorsichtigen Gewinnen, da die Anleger die Möglichkeit einer zumindest vorübergehenden Deeskalation in der Iran-Frage wahrnahmen. Hauptauslöser waren Berichte über Gespräche zwischen den USA, dem Iran und regionalen Vermittlern über einen 45-tägigen Waffenstillstand, der theoretisch den Weg zu einer dauerhafteren Vereinbarung ebnen könnte.
Höhepunkte
- Die Märkte steigen aufgrund der Gespräche über einen 45-tägigen Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran.
- Der Nikkei 225 stieg um 1,1 %, während der Kospi um 1,5 % zulegte.
- Brent hält sich in der Nähe von 110,74 $, und die hohen Ölpreise belasten weiterhin die Zinserwartungen.
- Der S&P 500 beendete die vergangene Woche mit einem Plus von 3,4 %, doch der VIX liegt weiterhin bei 24.
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Dieser Optimismus ist jedoch noch nicht gefestigt. Am Wochenende sprach Donald Trump gleichzeitig von "tiefgreifenden Gesprächen" mit Teheran und drohte mit Angriffen auf die iranische Infrastruktur, sollte es bis Dienstagabend östlicher Zeit keine Fortschritte in der Straße von Hormuz geben. Diese Mischung aus diplomatischen Signalen und harter Rhetorik wurde zur Hauptquelle für die Volatilität von Aktien, Öl und der Marktstimmung.
Waffenstillstand als Motor der Erholung
Laut Bloomberg diskutieren Vermittler aus Pakistan, Ägypten und der Türkei über einen zweistufigen Rahmen, dessen erster Schritt ein 45-tägiger Waffenstillstand sein könnte. Quellen zufolge sind die Chancen auf eine rasche Teileinigung nach wie vor gering, doch allein die Tatsache, dass Gespräche stattfinden, hat die Angst vor einer sofortigen Eskalation verringert und die Nachfrage nach Risikoanlagen gestärkt.
Die Reaktion an den asiatischen Märkten war deutlich: Der japanische Nikkei 225 stieg um 1,1 %, während der südkoreanische Kospi um 1,5 % zulegte. Die Märkte in Australien, Hongkong und auf dem chinesischen Festland waren feiertagsbedingt geschlossen, aber der allgemeine Tenor blieb trotz der anhaltenden Spannungen um die Straße von Hormuz positiv.
Öl, Trumps Drohungen und ein fragiles Gleichgewicht
Der Anstieg der Aktienkurse wurde von einem instabilen Ölhandel begleitet. Am Montag hielt sich Brent bei 110,74 $ pro Barrel, während WTI-Rohöl auf etwa 111,92 $ kletterte. Das ist weniger als die extremen Spitzenwerte der letzten Tage, aber immer noch hoch genug, um Inflationsängste am Leben zu erhalten und die Märkte daran zu hindern, einen weicheren Kurs der Federal Reserve einzupreisen.
Auch die Erholung an den Aktienmärkten selbst scheint eher taktisch als dauerhaft zu sein. Der S&P 500 stieg in der verkürzten Woche um 3,4 % und verzeichnete damit die beste Performance seit Ende November, während sich der VIX-Volatilitätsindex nach fünf Wochen mit Marktrückgängen in Folge um die 24 pendelte. Das deutet darauf hin, dass die Anleger immer noch auf fallende Kurse setzen, allerdings in einem Umfeld, in dem eine einzige Schlagzeile aus Washington oder Teheran die Stimmung schnell kippen kann.
Was für die Anleger jetzt am wichtigsten ist
Solange die Chance auf eine vorübergehende Unterbrechung des Konflikts besteht, sind die Anleger bereit, wieder in Aktien und zyklische Sektoren zu investieren. Wenn jedoch die von Trump gesetzte Frist ergebnislos verstreicht und die Straße von Hormuz weiterhin bedroht ist, wird das Öl wieder zum Hauptdruckfaktor für Inflation, Anleihen und Risikopreise.
Deshalb sieht der derzeitige Anstieg der Aktien weniger wie eine Wette auf eine fundamentale Verbesserung aus, sondern eher wie eine Wette darauf, dass das Worst-Case-Szenario noch vermieden werden kann. Für die globalen Märkte bedeutet das nur eines: In den kommenden Tagen wird die Diplomatie im Nahen Osten wahrscheinlich mehr Einfluss auf die Kurse haben als Unternehmensgewinne oder makroökonomische Routinedaten.
Darüber hinaus schrieben wir, dass Bitcoin aufgrund der Gespräche zwischen den USA und dem Iran über 69.000 $ steigt.
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