Gold-Preisprognose: Widerstand bei 4.850 $ hält, während XAU seitwärts tendiert

Gold-Preisprognose: Widerstand bei 4.850 $ hält, während XAU seitwärts tendiert
Gold fällt heute um 0,59 % auf 4.813 $.

Gold (XAU) wird zu $4.813,25 gehandelt, was sowohl über dem SMA-20 ($4.685,56) als auch dem langfristigen SMA-200 ($4.500,10) liegt, jedoch leicht unter dem SMA-50 ($4.848,17). Diese Konstellation signalisiert anhaltenden bullischen Schwung auf kurzfristiger und langfristiger Basis, wobei ein gewisser Verkaufsdruck im jüngsten Rückgang unter den mittleren Durchschnitt sichtbar wird.

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XAU Preisvorhersage
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Höhepunkte

  • Zentralbanken von Schwellenländern, darunter die Türkei, Russland und Ghana, haben Goldreserven verkauft, um die heimischen Währungen zu stärken und Energie- sowie Verteidigungsausgaben zu finanzieren.
  • Die HSBC Private Bank hat ihre Allokationen von indischen Aktien in Gold und defensive Anlagen verlagert, bedingt durch höhere Ölpreise und anhaltende geopolitische Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt.
  • Gold handelt mit langfristigem bullischem Momentum und geringer Intraday-Volatilität. Für die nächsten fünf Tage wird eine Spanne von 4.570 bis 4.900 US-Dollar erwartet, während überkaufte Indikatoren auf eine mögliche Pause oder Korrektur hindeuten, falls wichtige Unterstützungen unterschritten werden.

Goldverkäufe in Schwellenländern stärken Liquiditätsbedarf angesichts geopolitischer Risiken

Zentralbanken in Schwellenländern, darunter die Türkei, Russland und Ghana, haben kürzlich Teile ihrer Goldreserven verkauft, um die heimischen Währungen zu stützen und Ausgaben für Energie und Verteidigung zu finanzieren. Im März reduzierte die Türkei ihre Goldbestände um 131 Tonnen, während auch andere Länder Reserven abbauten, um die Liquidität zu verbessern. Zudem hat die HSBC Private Bank ihre Bestände von indischen Aktien in Gold und defensive Anlagen umgeschichtet, bedingt durch höhere Ölpreise und anhaltende geopolitische Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt. Diese Maßnahmen wurden von einer erneuten Nachfrage nach sicheren Häfen begleitet, nachdem das geopolitische Risiko gestiegen war, auch wenn die Preisentwicklung weiterhin unter breiterem Verkaufsdruck stand.

Überkaufte Signale verstärken sich, während gemischte Dynamik den Aufwärtstrend bremst

Momentum-Werte im Tageschart sind gemischt: Der ADX signalisiert „Verkaufen“, bleibt aber mit 31,20 robust, und der MACD ist neutral. Oszillatoren zeigen überkaufte Bedingungen an, mit erhöhten Stoch RSI- und CCI-Werten sowie einer starken Käuferdominanz laut BBP, während der RSI mit 58,98 weiterhin im bullischen Bereich liegt. Auch der Awesome Oscillator unterstützt den vorherrschenden Aufwärtstrend. Nach einem kleinen Abwärts-Gap zu Beginn der Sitzung hat sich der Preis leicht zurückgezogen und liegt nun am oberen Ende der heutigen Spanne ($4.803,30 – $4.814,40). Das Ichimoku-Kijun-Niveau bei $4.479,97 liegt unter dem aktuellen Preis und markiert die unmittelbare Unterstützung. Die Intraday-Volatilität ist gering, und die überkauften Indikatoren sowie neutrale Momentum-Signale deuten auf eine zugrunde liegende Divergenz hin.

Aufwärtspotenzial bevorzugt, da Volatilität innerhalb der Handelsspanne verankert bleibt

In den nächsten fünf Handelstagen wird erwartet, dass Gold innerhalb eines typischen Volatilitätsbandes zwischen $4.570 und $4.900 schwankt. Die Wahrscheinlichkeit eines Kursanstiegs ist sehr hoch (über 80 %), ein Rückgang bleibt jedoch möglich, ist aber weniger wahrscheinlich. Eine Seitwärtsbewegung innerhalb dieses Korridors stellt das Basisszenario dar. Ein Breakout über $4.850 könnte eine Bewegung in Richtung $4.900 auslösen, während ein Rückgang unter $4.570 wahrscheinlich eine Korrekturphase in Richtung der unmittelbaren Unterstützung einleiten würde.

Anton Kharitonov, Experte bei Traders Union, sieht das technische Bild für Gold als gemischt, aber weiterhin von einer insgesamt bullischen Struktur getragen, wobei der Preis über wichtigen langfristigen und kurzfristigen Durchschnitten liegt. Er stellt fest, dass die jüngsten Goldverkäufe der Zentralbanken und die Umschichtung der Vermögensallokation von HSBC die Nachfrage nach sicheren Häfen nicht grundlegend erschüttert haben, jedoch sorgen Verkaufsdruck und überkaufte Indikatoren für Vorsicht. Die Volatilität ist gering und eine Seitwärtsbewegung zwischen 4.570 und 4.900 US-Dollar bleibt wahrscheinlich, sofern diese Spanne nicht klar durchbrochen wird. „Solange es keinen eindeutigen breakout über 4.850 US-Dollar oder einen Rückgang unter 4.570 US-Dollar gibt, bleibe ich vorsichtig und würde von aggressiven Positionierungen absehen.“

Früher stellten Analysten fest, dass die anhaltenden geopolitischen Spannungen und die Aktivitäten der Zentralbanken weiterhin einen bullischen Ausblick für Gold untermauern, trotz zwischenzeitlichem Verkaufsdruck. Die jüngsten Veränderungen im Goldreserven-Management und die verstärkte Nachfrage nach sicheren Häfen als Reaktion auf die jüngste Volatilität am Ölmarkt bestätigen das vorherrschende Szenario, wobei ein Breakout über $4.850 als wichtiger Schwellenwert für potenziellen Aufwärtsdruck in den kommenden Tagen gilt.

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