Goldman Sachs hebt die Ölpreisprognosen angesichts der Krise in der Straße von Hormus an

Goldman Sachs hebt die Ölpreisprognosen angesichts der Krise in der Straße von Hormus an
Goldman hebt Ölpreisprognose wegen Hormus-Schock an

Goldman Sachs hat seine Ölpreisprognose aufgrund der anhaltenden Störung in der Straße von Hormus deutlich nach oben korrigiert. Die Bank erwartet nun, dass Brent-Rohöl im vierten Quartal durchschnittlich $90 US-Dollar pro Barrel kosten wird, gegenüber der bisherigen Prognose von $80.

Höhepunkte

  • Goldman Sachs hat seine Prognose für Q4 Brent auf $90 pro Barrel (von $80) angehoben.
  • Die Prognose für das laufende Quartal wurde auf $100 pro Barrel erhöht.
  • Die täglichen Produktionsausfälle werden auf 14,5 Millionen Barrel geschätzt, was zu einem Lagerabbau von 11–12 Millionen Barrel pro Tag führt.

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Aktualisierte Prognosen

Laut Bloomberg haben Analysten von Goldman Sachs mitgeteilt, dass der Ausfall von 14,5 Millionen Barrel Ölproduktion pro Tag im Persischen Golf zu einem extremen Abbau der weltweiten Lagerbestände geführt hat – im April schätzungsweise 11–12 Millionen Barrel pro Tag.

Laut den neuesten zitierten Daten wird Brent-Rohöl derzeit bei etwa $108,10 gehandelt, ein Plus von 2,63 %, während WTI-Rohöl bei $96,69 liegt, ein Anstieg von 2,43 %.

Die Bank prognostiziert nun Brent bei $100 pro Barrel im laufenden Quartal und $93 im dritten Quartal. Öl-Futures wurden zuletzt bei rund $108 pro Barrel gehandelt. Zum Vergleich: Morgan Stanley hält an einer noch aggressiveren Prognose von $110 pro Barrel für das laufende Quartal fest.

Gründe für die Anpassung

Die Analysten hoben hervor, dass die doppelte Blockade der Straße von Hormus den Tankerverkehr durch einen der wichtigsten Engpässe der Welt praktisch zum Erliegen gebracht hat. Dies hat zu einem „extremen“ Lagerabbau geführt, der langfristig nicht aufrechterhalten werden kann.

„Ein derart extremer Lagerabbau ist nicht nachhaltig, und bei anhaltendem Angebotsschock könnte eine noch stärkere Nachfragereduktion erforderlich sein“, warnte die Bank.

Globale wirtschaftliche Risiken

Die Krise hat die Ölpreise seit Beginn des Konflikts Ende Februar bereits um fast 50 % steigen lassen. Goldman Sachs stellte fest, dass die wirtschaftlichen Risiken nun höher sind als im Basisszenario, und verwies auf gestiegene Produktpreise, mögliche Treibstoffengpässe und das beispiellose Ausmaß des Angebotsschocks.

Die Bank betonte, dass der Ölmarkt derzeit in zwei parallelen Realitäten operiert: weitgehend für den Großteil der Schifffahrt geschlossen, aber mit Erwartungen einer Wiedereröffnung, die sich bislang nicht erfüllt haben.

Auswirkungen auf die Weltwirtschaft

Die anhaltende Schließung der Straße von Hormus bedroht weiterhin die globale wirtschaftliche Stabilität durch höhere Energiekosten und Inflationsdruck. 

Die überarbeitete Prognose von Goldman Sachs unterstreicht, wie schnell geopolitische Ereignisse im Nahen Osten die Rohstoffmärkte und die allgemeinen makroökonomischen Bedingungen verändern können.

Wir haben bereits zuvor darauf hingewiesen, dass die Ölpreise fallen, als Iran zustimmt, an U.S.-Gesprächen in Islamabad teilzunehmen.

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