Das Paar EUR/USD hält sich nahe der Marke von 1,1800 und bleibt damit in der Nähe seiner lokalen Höchststände von 2026. Der Hauptfaktor, der den Euro stützt, sind die Erwartungen einer taubenhafteren Politik der Federal Reserve angesichts einer Verlangsamung der US-Wirtschaft, während die EZB aufgrund der anhaltenden Inflation in der Eurozone eine relativ falkenhafte Haltung beibehält.
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Der Markt preist allmählich ein sich verengendes Zinsdifferenzial zwischen den USA und Europa ein, was den Dollar unter Druck setzt.
Fokus auf US-Inflation und Fed-Politik
Das wichtigste Ereignis der Woche sind die US-Inflationsdaten (VPI). Investoren bewerten, wie das Preiswachstum und die Bedingungen am Arbeitsmarkt die nächsten Schritte der Fed beeinflussen werden. Nach starken Beschäftigungsdaten ist die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Zinssenkung gesunken, aber der Markt erwartet für die zweite Jahreshälfte weiterhin eine akkommodierendere Haltung der US-Regulierungsbehörde. Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch geopolitische Risiken und die Situation im Nahen Osten, die die Energiemärkte und Inflationserwartungen beeinflusst.
EZB stützt den Euro mit falkenhaftem Ton
Die Europäische Zentralbank behält weiterhin einen vorsichtig falkenhaften Ansatz bei. EZB-Vertreter betonen ihre Bereitschaft, auf Inflationsrisiken zu reagieren, insbesondere angesichts steigender Energiepreise. Dies begrenzt das Abwärtspotenzial für den Euro selbst bei schwachen Makroökonomiedaten aus der Eurozone. Analysten mehrerer Banken stellen fest, dass der Markt aggressive Zinssenkungen der EZB weitgehend nicht mehr einpreist, während die Erwartungen für eine Lockerung durch die Fed erhöht bleiben.
Technischer Ausblick: Schlüsselzone bei 1,1800
Aus technischer Sicht behält EUR/USD eine Aufwärtsstruktur bei; der Bereich um 1,1800 bleibt jedoch ein starker Widerstand. Ein bestätigter Ausbruch über dieses Niveau könnte mittelfristig den Weg in Richtung 1,1900–1,2000 ebnen. Die unmittelbare Unterstützung liegt im Bereich von 1,1680–1,1660; ein Durchbruch unter diese Zone könnte eine tiefere Korrektur auslösen.
Insgesamt bleibt der mittelfristige Ausblick für den Euro moderat positiv, solange der Dollar durch die Erwartungen von Fed-Zinssenkungen unter Druck bleibt. Die Unfähigkeit der Bullen, über 1,1800 auszubrechen, erhöht jedoch das Risiko einer größeren Korrektur. Kurzfristig könnte das Paar, wie bereits im Artikel EUR/USD hält sich nahe 1,1800, da NFP den Dollar nicht stützen kann erwähnt, weiterhin innerhalb einer Range handeln.
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