Japan und China reduzieren US-Staatsanleihen-Bestände angesichts des Währungsdrucks
Ausländische Inhaber von US-Schuldtiteln haben begonnen, ihre Positionen in US-Staatsanleihen nach einem starken Anstieg der Marktvolatilität zu verringern. Der Hauptdruck kam aus Asien, wo Japan und China ihre Bestände reduzierten, da die Währungen schwächer wurden und ein Energieschock im Zusammenhang mit dem Konflikt um den Iran die regionalen Märkte traf.
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Asien verkauft einen Teil seiner Dollar-Reserven
Laut CNBC reduzierten ausländische Inhaber ihre Investitionen in US-Staatsanleihen im März auf 9.348 Billionen US-Dollar, nach 9.487 Billionen US-Dollar im Vormonat. Japan, der größte ausländische Inhaber von US-Staatsanleihen, kürzte sein Portfolio von 1.239 Billionen auf 1.191 Billionen US-Dollar, ein Rückgang von etwa 47,7 Milliarden US-Dollar. China verringerte seine Bestände von 693,3 Milliarden auf 652,3 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von fast 6 % innerhalb eines Monats.
Der Verkauf fiel mit dem Beginn des US-Iran-Konflikts und einem Anstieg der Ölpreise zusammen, was den Druck auf asiatische Währungen erhöhte. Für Länder, die auf Energieimporte aus dem Persischen Golf angewiesen sind, bedeutete dies höhere Importkosten und die Notwendigkeit, die eigenen Währungen zu stützen. Unter solchen Bedingungen können Zentralbanken einen Teil ihrer Dollar-Reserven verkaufen, um Währungsinterventionen zu finanzieren.
Nicht alle verlassen US-Staatsanleihen
Das Bild sieht nicht nach einem breiten, einheitlichen Ausstieg aus US-Schulden aus. Die Daten des US-Finanzministeriums zeigen, dass die gesamten Netto-TIC-Zuflüsse im März 150,7 Milliarden US-Dollar erreichten, wobei ausländische Privatinvestoren 162,1 Milliarden US-Dollar an Zuflüssen verzeichneten, während der offizielle Sektor einen Abfluss von 11,4 Milliarden US-Dollar meldete. Ausländische Investoren kauften zudem 96,5 Milliarden US-Dollar an langfristigen US-Wertpapieren, während offizielle Institutionen 14,9 Milliarden US-Dollar verkauften.
Vor diesem Hintergrund erhöhte das Vereinigte Königreich seine Bestände von 897,3 Milliarden auf 926,9 Milliarden US-Dollar. Belgien hielt seine Position mit etwa 454 Milliarden US-Dollar nahezu konstant, während Luxemburg 432 Milliarden US-Dollar hielt. Diese Zahlen sind wichtig, wenn es um Chinas Engagement geht: Das Finanzministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass über ausländische Verwahrstellen gehaltene Wertpapiere nicht unbedingt den tatsächlichen Endinhaber widerspiegeln.
Währungsrisiko wird zum zentralen Faktor
Die März-Daten zeigen, dass US-Staatsanleihen weiterhin ein zentrales Reserveinstrument bleiben, aber Zentralbanken ihr Liquiditätsmanagement aktiver gestalten. Ausländische offizielle Inhaber reduzierten ihre Portfolios auf 3.902 Billionen US-Dollar, nach 4.010 Billionen US-Dollar im Februar, während ihre Bestände an US-Staatsanleihen und -Schuldverschreibungen von 3.557 Billionen auf 3.461 Billionen US-Dollar sanken.
Für die Märkte ist das relevant, weil steigende Renditen von US-Staatsanleihen, teures Öl und schwächere Währungen sich gegenseitig verstärken können. Je stärker der Druck auf den Yen und andere asiatische Währungen, desto größer die Wahrscheinlichkeit weiterer Verkäufe liquider Dollar-Reserven. Die April-Daten, die das Finanzministerium im Juni veröffentlichen wird, werden zeigen, ob der Ausverkauf im März eine einmalige Reaktion auf den Schock war oder der Beginn einer längerfristigen Anpassung der Reserven.
Wir berichteten außerdem, dass Bank of America Positionen in Bitcoin-, Ethereum-, XRP- und Solana-ETFs offenlegt.
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