Iran-Gespräche drücken Öl-Kriegsaufschlag, während Trump auf Antwort wartet

Iran-Gespräche drücken Öl-Kriegsaufschlag, während Trump auf Antwort wartet
Öl fällt in Hoffnung auf Iran-Deal

​​Die Ölpreise gaben nach, nachdem sich Anzeichen für eine mögliche Wende in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zeigten. Iran erklärte, den neuesten US-Vorschlag zu prüfen, während Donald Trump andeutete, dass er bereit sei, noch einige Tage mit weiteren Maßnahmen zu warten.

Höhepunkte

  • Iran erklärte, den neuesten US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges zu prüfen.
  • Trump sagte, er sei bereit, „einige Tage“ zu warten, warnte aber, dass die USA zum Handeln bereit seien.
  • WTI-Rohöl fiel auf 97,48 $, ein Minus von 0,79 %.
  • Brent-Rohöl sank auf 103,95 $, ein Rückgang von 1,02 %.

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Verhandlungen drücken auf den Öl-Kriegsaufschlag

Laut Bloomberg erklärte Iran am Donnerstag, dass der jüngste Vorschlag der Trump-Regierung zur Beendigung des Krieges geprüft werde. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, sagte, Teheran habe Informationen von der US-Seite erhalten und analysiere diese. Pakistan vermittelt dem Vernehmen nach weiterhin zwischen Washington und Teheran, während Pakistans Armeechef Asim Munir im Rahmen dieser Kontakte nach Iran reisen sollte.

Für den Ölmarkt war entscheidender, dass die Gespräche weiterlaufen, als das Fehlen einer endgültigen Einigung. Die Preise fielen: Laut Marktüberblick notierte WTI-Rohöl bei 97,48 $, ein Minus von 0,78 $ bzw. 0,79 %. Brent-Rohöl rutschte auf 104,95 $, ein Rückgang um 1,07 $ bzw. 1,02 %.

Ähnliche Bewegungen gab es bereits zuvor, als Trump erklärte, die Gespräche mit Iran befänden sich in der „Endphase“, woraufhin der Ölpreis deutlich nachgab und WTI unter 100 $ pro Barrel fiel. Analysten warnten weiterhin, dass der Markt sehr sensibel auf Nachrichten zu den Verhandlungen und zur Straße von Hormus reagiere.

Hormus bleibt die Hauptbedingung

Die Gespräche befinden sich wegen mehrerer zentraler Forderungen in einer schwierigen Phase. Iran verlangt Garantien für ein Ende der Kampfhandlungen an allen Fronten, auch im Libanon, sowie die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Die USA fordern Berichten zufolge Beschränkungen für das iranische Atomprogramm, die Wiederöffnung der Straße von Hormus und ein umfassenderes Sicherheitsabkommen.

Die Straße von Hormus bleibt der wichtigste Hebel. Seit Beginn der US- und israelischen Angriffe auf Iran ist der Schiffsverkehr auf dieser Route stark zurückgegangen, was die Ölpreise zuvor gestützt hatte.

Trump sendete derweil weiterhin ein doppeltes Signal: Er ist bereit, der Diplomatie noch etwas Zeit zu geben, schließt aber rasches Handeln nicht aus, falls die USA nicht die „richtigen Antworten“ erhalten.

Markt bekommt eine Atempause, keine Trendwende

Der Rückgang beim Öl bedeutet nicht, dass das Risiko verschwunden ist. Brent bleibt weiterhin über 100 $ pro Barrel, während WTI bei 97-98 $ liegt – der Druck auf Inflation, Transportkosten und Zinserwartungen bleibt bestehen. Auch der Ölhandel bleibt volatil, da der Markt auf jedes neue Signal zu einem möglichen US-Iran-Deal reagiert.

Akzeptiert Teheran das Verhandlungsformat offiziell und gibt es Anzeichen für eine Wiederöffnung von Hormus, könnte der Ölpreis weiter fallen. Wird Irans Antwort erneut als unzureichend angesehen, könnte der Markt den Kriegsaufschlag rasch wieder einpreisen – vor allem angesichts der geringen Vorhersehbarkeit der Entscheidungen in Washington und Teheran.

Zuvor wurde berichtet, dass Goldman Sachs den schnellsten Lagerabbau bei Ölbeständen sieht.

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