WTI fällt unter 95 $, da geopolitischer Aufschlag nachlässt

WTI fällt unter 95 $, da geopolitischer Aufschlag nachlässt
USCRUDE

​Der Ölmarkt bleibt äußerst sensibel gegenüber Schlagzeilen aus dem Nahen Osten. Nachdem die WTI-Preise kürzlich über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen waren, befinden sie sich nun in einer Korrekturphase und notieren Ende Mai bei rund 94 US-Dollar. 

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Der Preisdruck nahm zu, nachdem es Anzeichen für mögliche Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran gab und die Sorgen über potenzielle Angebotsunterbrechungen durch die Straße von Hormus nachließen. Zudem begannen Anleger nach der starken Rallye der vergangenen Wochen, Gewinne mitzunehmen.

Markt preist weiterhin Risiken rund um die Straße von Hormus ein

Trotz der Korrektur bleibt der geopolitische Aufschlag in den Ölpreisen erhöht. Etwa ein Fünftel des weltweiten Ölangebots wird durch die Straße von Hormus transportiert, sodass jede Nachricht über eine mögliche Eskalation in der Region sofortige Auswirkungen auf die Preise hat. Analysten betonen, dass das Risiko neuer Angebotsunterbrechungen weiterhin nicht ausgeschlossen werden kann, insbesondere angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen dem Iran und westlichen Ländern. Infolgedessen bleibt die Volatilität bei WTI deutlich über dem Durchschnittsniveau der vergangenen Monate.

OPEC+ und sinkende Lagerbestände begrenzen Abwärtsrisiken

Zusätzliche Unterstützung für die Preise kommt weiterhin von den Produktionskürzungen der OPEC+ und den rückläufigen US-Rohöllagerbeständen. Die neuesten EIA-Daten zeigten einen weiteren Rückgang der kommerziellen Rohölvorräte, während die Kraftstoffnachfrage in den USA sich vor der Sommerfahrsaison allmählich verstärkt. Gleichzeitig bleiben Saudi-Arabien und Russland bei einer Produktionsausweitung vorsichtig, was dazu beiträgt, eine stärkere Korrektur selbst bei einem festeren US-Dollar zu verhindern.

Wie geht es mit WTI weiter?

Kurzfristig bleiben die wichtigsten Markttreiber die Entwicklungen rund um den Iran, die Dynamik des US-Dollars und die wöchentlichen EIA-Lagerdaten. Solange WTI über der Zone von 90–92 US-Dollar bleibt, besteht die Möglichkeit, dass die Preise bei zunehmenden geopolitischen Risiken – wie bereits im Artikel U.S. crude stabilizes after sharp decline erwähnt – wieder in Richtung 98–100 US-Dollar steigen. Sollten sich jedoch die diplomatischen Signale weiter verbessern und die Sorgen über eine Abschwächung der Weltwirtschaft zunehmen, könnte der Druck auf die Ölpreise steigen und ein Rückgang in den Bereich von 88–90 US-Dollar pro Barrel drohen.

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