Euro erholt sich in Richtung 1,1660 angesichts Dollar-Schwäche und EZB-Erwartungen
Der Euro erholt sich nach einer jüngsten Korrektur selbstbewusst und testet erneut den Bereich um 1,1660 gegenüber dem Dollar. Die Einheitswährung wird dabei von mehreren Faktoren gleichzeitig gestützt: nachlassende Nachfrage nach dem US-Dollar, steigende Erwartungen an eine restriktivere Haltung der Europäischen Zentralbank und eine verbesserte Marktstimmung nach der Entspannung geopolitischer Risiken.
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Marktteilnehmer preisen weiterhin eine nahezu sichere Zinserhöhung der EZB auf der Sitzung am 11. Juni ein, was das Interesse an europäischen Vermögenswerten erhöht.
Märkte erhöhen Wetten auf EZB-Verschärfung
Das Protokoll der letzten EZB-Sitzung zeigte, dass einige Entscheidungsträger bereits im April eine Zinserhöhung unterstützen wollten. Der Geldmarkt preist nun nicht nur eine Anhebung um 25 Basispunkte im Juni ein, sondern auch die Möglichkeit weiterer Straffungen bis zum Jahresende. Vor diesem Hintergrund steigen die Renditen europäischer Anleihen weiter, verringern den Abstand zu US-Staatsanleihen und stützen den Euro.
Inflation bleibt weiterhin ein Treiber der Euro-Stärke
Zusätzliche Unterstützung für die Einheitswährung kommt vom anhaltenden Inflationsdruck im Euroraum. Die jährliche Inflation liegt weiterhin bei rund 3 % und damit deutlich über dem Ziel der EZB, während steigende Energiepreise das Risiko einer weiteren Beschleunigung bergen. Unter diesen Bedingungen wird es für die Notenbank immer schwieriger, über eine Lockerung der Geldpolitik zu sprechen, was vom Markt als Faktor für eine weitere Euro-Stärke interpretiert wird.
Ausblick für die nahe Zukunft
Aus technischer Sicht wird der Bereich um 1,1660 zu einem wichtigen Widerstandsniveau für das Währungspaar EUR/USD. Ein Waffenstillstand zwischen den USA und Iran könnte zu einem Ausbruch über dieses Niveau und einer Bewegung in Richtung 1,1680–1,1700 beitragen; allerdings könnte dieser Anstieg als Verkaufsgelegenheit genutzt werden.
Wie bereits im Artikel EUR/USD fällt in Richtung 1,1600 bei steigender Nachfrage nach dem US-Dollar erwähnt, könnten Entwicklungen im Nahen Osten weiterhin die Dynamik des Paares beeinflussen.
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