BAFA richtet Exportkontrolltag zu geopolitischen und handelspolitischen Risiken aus

BAFA richtet Exportkontrolltag zu geopolitischen und handelspolitischen Risiken aus
Exportkontrolltag im Fokus

Mit dem 20. Exportkontrolltag rückt im Juni 2026 erneut die Frage in den Mittelpunkt, wie sich sicherheitspolitische Anforderungen mit den Interessen der exportierenden Wirtschaft vereinbaren lassen. Die zweitägige Veranstaltung am 18. und 19. Juni ist für die Teilnahme vor Ort bereits ausgebucht, online sind jedoch weiterhin Plätze verfügbar.

Höhepunkte

  • Das BAFA veranstaltet den 20. Exportkontrolltag im Juni 2026 zusammen mit der Universität Münster unter dem Schwerpunkt geopolitischer und handelspolitischer Risiken.
  • Bereits wenige Wochen nach Anmeldestart waren alle Vor-Ort-Plätze ausgebucht, zusätzlich wird ein Online-Livestream für zahlreiche Teilnehmer angeboten.
  • Die Veranstaltung fokussiert auf neue Regulierung, stärkere europäische Rüstungszusammenarbeit, technologische Entwicklungen und die wachsende Bedeutung von Compliance für deutsche Exportunternehmen.

Programm und Anmeldelage im Juni 2026

Wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mitteilte, veranstaltet es den 20. Exportkontrolltag gemeinsam mit dem Institut für Zoll- und Außenwirtschaftsrecht an der Universität Münster. BAFA und ICTL erwarten in diesem Jahr zahlreiche Teilnehmer in Präsenz und per Online-Livestream, nachdem die Plätze für die Vor-Ort-Teilnahme bereits wenige Wochen nach dem Start der Anmeldung vergeben waren.

Unter dem Leitthema „Exportkontrolle in der Balance?“ steht die Veranstaltung im Zeichen aktueller geopolitischer und handelspolitischer Herausforderungen. Eröffnet wird der Exportkontrolltag durch einen Keynote-Vortrag von Staatssekretär Dr. Thomas Steffen aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Auf der Agenda stehen zudem Vorträge und Diskussionsforen zu den Auswirkungen aktueller geopolitischer Entwicklungen auf die Handelspolitik und zur Bedeutung dieser Veränderungen für die Exportkontrolle. Ebenfalls behandelt werden neue und sich entwickelnde Technologien, eine stärkere europäische Zusammenarbeit im Rüstungsgüterbereich sowie neue Entwicklungen in der Zollkontrolle und aktuelle Fälle aus dem Außenwirtschaftsstrafrecht.

Bedeutung für Exportwirtschaft und Regulierung

Die inhaltliche Ausrichtung des Treffens unterstreicht den wachsenden Abstimmungsbedarf zwischen staatlichen Akteuren und Unternehmen im Außenhandel. Im Mittelpunkt steht die Suche nach Ansätzen, die sicherheitspolitischen Vorgaben gerecht werden und zugleich für exportierende Unternehmen praktisch umsetzbar bleiben.

Für die deutsche Exportwirtschaft gewinnt dieser Austausch vor dem Hintergrund verschärfter internationaler Spannungen und komplexerer Regulierungsanforderungen an Gewicht. Der Exportkontrolltag dient damit nicht nur als Fachforum, sondern auch als Signal für die zunehmende wirtschaftliche Relevanz von Compliance, Zollkontrolle und außenwirtschaftsrechtlicher Steuerung.

In unserem früheren Beitrag zur vorläufigen Zustimmung des Europäischen Parlaments zu einem EU-US-Handelsabkommen ging es um den Abbau vieler EU-Zölle auf US-Waren und um Schutzmechanismen gegen mögliche spätere US-Zollerhöhungen. Das Vorhaben sollte einen erneuten transatlantischen Handelskonflikt verhindern und stand unter dem politischen Zeitdruck der von Donald Trump gesetzten Zollfrist. Für exportierende Unternehmen wurde die mögliche Ratifizierung vor allem als Faktor gesehen, der Unsicherheit in Handel und Compliance reduziert.

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