SpaceX verliert frühen S&P 500-Einstieg, da Regeln unverändert bleiben
S&P Global wird seine Kernanforderungen für die Aufnahme in den S&P 500 nicht ändern und verwehrt SpaceX damit effektiv einen schnellen Weg in die meistbeachtete Benchmark der Wall Street nach dem geplanten Börsengang. Die Entscheidung ist ein Rückschlag für Elon Musks Unternehmen, das bei einer Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar 75 Milliarden US-Dollar einsammeln möchte, aber die entscheidenden Rentabilitäts- und Reifetests nicht erfüllt.
Höhepunkte
- S&P wird SpaceX nach dem Börsengang nicht im Schnellverfahren in den S&P 500 aufnehmen.
- SpaceX muss weiterhin die 12-monatige Reifefrist, den Rentabilitätstest und die Anforderungen an den Streubesitz erfüllen.
- Das Unternehmen strebt eine Kapitalaufnahme von 75 Mrd. $ bei einer Bewertung von ca. 1,75 Bio. $ an.
- Nasdaq und FTSE Russell haben schneller reagiert, um große Neunotierungen aufzunehmen, was zu einer unterschiedlichen Behandlung in den wichtigsten Benchmarks führt.
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S&P behält seine Hauptregeln bei
Laut CNBC erklärte S&P Global, dass keine Änderungen an den Kriterien für die finanzielle Tragfähigkeit, der IPO-Sperrfrist oder dem minimalen investierbaren Gewichtungsfaktor für den S&P 500, S&P MidCap 400 und S&P SmallCap 600 vorgenommen werden. Der Indexanbieter betonte, dass Ausnahmen nicht allein deshalb gewährt werden sollten, weil ein Unternehmen eine hohe Marktkapitalisierung aufweist.
Nach den unveränderten Regeln müssen Börsengänge im Allgemeinen mindestens 12 Monate lang an einer zugelassenen Börse gehandelt werden, bevor sie für eine Indexaufnahme in Betracht kommen. Unternehmen müssen zudem einen investierbaren Gewichtungsfaktor von mindestens 0,10 aufweisen und im jüngsten Quartal sowie in der Summe der letzten vier Quartale einen positiven GAAP-Nettoertrag ausweisen.
Diese Anforderungen stellen ein Problem für SpaceX dar. Das Unternehmen verzeichnete im Jahr 2025 einen Nettoverlust von rund 4,9 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar, obwohl der Umsatz stark anstieg und Starlink ein wichtiger Wachstumsmotor blieb.
IPO wird die Märkte dennoch verändern
SpaceX plant den Verkauf von etwa 555 Millionen Aktien zu je 135 US-Dollar und strebt damit einen Börsengang im Wert von 75 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von fast 1,75 Billionen US-Dollar an. Der Festpreis bricht mit dem üblichen IPO-Verfahren, bei dem Unternehmen vor der endgültigen Preisfestsetzung auf Basis der Investorennachfrage eine Spanne anbieten.
Die Entscheidung von S&P bedeutet, dass passive S&P 500-Fonds nicht gezwungen sein werden, SpaceX unmittelbar nach der Notierung zu kaufen. Damit entfällt eine potenzielle Quelle automatischer Nachfrage zu einem Zeitpunkt, an dem Investoren bereits über die Bewertung des Unternehmens, den begrenzten Streubesitz und Musks fortbestehende Kontrolle debattieren.
Indexregeln werden zum IPO-Risiko
Die Entscheidung ist von Bedeutung, da eine Indexaufnahme massive Pflichtkäufe durch passive Fonds auslösen kann. Hätte S&P seine Regeln geändert, hätte SpaceX frühzeitig Zugang zu Billionen von Dollar erhalten, die den S&P 500 abbilden.
Stattdessen könnte das Unternehmen früher in andere Indizes aufgenommen werden, während es für mindestens ein Jahr außerhalb des S&P 500 bleibt. S&P hat zwar die Regeln für breitere Indizes wie den S&P Total Market Index und den Dow Jones U.S. Total Stock Market Index angepasst, hielt aber an den strengeren Standards für seine Flaggschiff-Benchmark fest.
Zuvor wurde berichtet, dass der SpaceX-Börsengang das Nettovermögen von Elon Musk auf über 1 Billion US-Dollar heben könnte.
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