FDP erreicht wieder fünf Prozent nach erster Umfrage unter Kubicki
Nach dem Führungswechsel bei der FDP verbessert sich die Partei in einer ersten Umfrage wieder auf fünf Prozent und läge damit erneut im Bereich des Bundestagseinzugs. Der Wert folgt auf Wochen interner Spannungen nach dem Parteitag und setzt einen politischen Kontrapunkt zu früheren Aussagen von Kanzler Friedrich Merz über die Bedeutung der Liberalen.
Höhepunkte
- Das aktuelle Forsa-Trendbarometer für RTL/ntv sieht die FDP erstmals seit Februar 2025 wieder bei fünf Prozent und damit zurück im Bundestag.
- Wolfgang Kubicki zeigte sich nach dem Ergebnis demonstrativ zuversichtlich und betonte die Signalwirkung der fünf Prozent für Partei und liberales Lager.
- Die überraschende Kampfkandidatur von Marie-Agnes Strack-Zimmermann wird parteiintern als Ausdruck des Wunsches nach mehr Vielfalt und Erfolg gewertet.
Umfragewert und Reaktion aus der Parteispitze
Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, schreibt Wolfgang Kubicki Kanzler Friedrich Merz nach Erscheinen der neuen Zahlen eine SMS mit den Worten „Moin Friedrich, Mission impossible is completed, aber der Kampf geht weiter.“ Anlass ist das aktuelle Trendbarometer von Forsa für RTL/ntv, in dem die FDP erstmals seit Februar 2025 wieder bei fünf Prozent liegt und bei einer Bundestagswahl am Sonntag wieder im Parlament wäre.Kubicki knüpft damit an einen länger schwelenden politischen Schlagabtausch mit Merz an. Der Kanzler hatte die FDP bereits vor der Bundestagswahl 2025 für „tot“ erklärt, während Kubicki ihn damals scharf angriff; später ging Merz nach Kubickis Darstellung selbstironisch damit um und meldete sich in einem Telefonat humorvoll an.
Signalwirkung für Partei und liberales Lager
Nach dem turbulenten Parteitag und der überraschenden Kampfkandidatur von Marie-Agnes Strack-Zimmermann zeigt sich Kubicki nun demonstrativ zuversichtlich. Der neue Parteichef sagt der „Süddeutschen Zeitung“, vor acht Wochen hätte ihm kaum jemand geglaubt, wenn er einen Wert von fünf Prozent für Ende Mai angekündigt hätte.Zugleich räumt Kubicki ein, dass ihn die Kandidatur Strack-Zimmermanns völlig überrascht habe. Er zeigt Verständnis für Mitglieder, die keine erneute One-Man-Show in der FDP wollten, betont aber den Erfolgsfaktor für die weitere Entwicklung der Partei: Wenn die Liberalen wieder politische Erfolge erzielen, dürfte sich nach seiner Darstellung auch die innere Spannung im Parteiapparat lösen.
In unserem früheren Beitrag zur öffentlichen Anhörung des Tourismusausschusses im Deutschen Bundestag haben wir beleuchtet, wie im Paul-Löbe-Haus über „Tourismusförderung und -finanzierung“ beraten wird. Dabei standen die unterschiedlichen regionalen Perspektiven von Sachverständigen sowie die Frage im Mittelpunkt, wie staatliche Förderstrukturen Wettbewerbskraft und Angebotsentwicklung beeinflussen. Die live übertragene Sitzung unterstrich zudem den Anspruch, parlamentarische Debatten für Branche, Kommunen und Öffentlichkeit transparent zugänglich zu machen.
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