Deutschlands Rüstungsindustrie präsentiert auf der ILA neue Luftabwehr- und Drohnensysteme

Deutschlands Rüstungsindustrie präsentiert auf der ILA neue Luftabwehr- und Drohnensysteme
Neue Drohnen- und Abwehrsysteme

Auf der ILA in Berlin stellt die deutsche Rüstungsindustrie mehrere neue Systeme für Aufklärung, Luftabwehr und autonome Einsätze vor. Die vorgestellten Projekte reichen von bewaffneten Drohnen bis zu mobilen Abwehrplattformen und zielen auf eine stärkere Vorbereitung der Bundeswehr auf eine verschärfte Bedrohungslage in Europa.

Höhepunkte

  • Rheinmetall und Boeing präsentieren auf der ILA die bewaffnete Drohne „Ghost Bat“ mit über 150 Testflügen, angepasste Auslieferung an deutsche Anforderungen bis 2029.
  • Diehl zeigt das neue mobile Kurzstrecken-Luftabwehrsystem „IRIS-T SLS“, montiert auf Mercedes-Benz-Lkw, das während der Fahrt gegen Drohnen und Tiefflieger feuern kann.
  • Airbus entwickelt den U145 als vollautonomes Versorgungsfluggerät mit KI-Steuerung; Erstflug als Drohnen-Mutterschiff ist für Ende 2026 geplant.

Neue Systeme und Entwicklungspläne auf der ILA

BILD.de berichtet, dass Hersteller auf der Luft- und Raumfahrtmesse ILA in Berlin mehrere Waffen- und Unterstützungssysteme mit unterschiedlichem Entwicklungsstand zeigen. Im Mittelpunkt stehen Drohnen, mobile Luftabwehr und autonome Fluggeräte, die nach Darstellung der Unternehmen für künftige Einsätze der Bundeswehr und verbündeter Streitkräfte relevant sein sollen.

Rheinmetall präsentiert gemeinsam mit Boeing die bewaffnete Großdrohne „Ghost Bat“, die autonom neben bemannten Jets fliegen, Ziele aufklären, gegnerische Radare stören oder Waffen tragen soll. Nach den Angaben im Bericht hat das System bereits mehr als 150 Testflüge absolviert, eine Anpassung an deutsche Anforderungen ist vorgesehen, und ein Standort im Süden Bayerns wird dafür angepeilt; die Auslieferung soll bis 2029 erfolgen.

Gezeigt wird zudem die Kampfdrohne „Pulse 19“, die große Gebiete überwachen und Truppen nahezu in Echtzeit Bilder vom Gefechtsfeld liefern soll. Das System kann dem Bericht zufolge auch Waffen tragen, ist mit einem Cockpit ausgerüstet und soll wahlweise autonom oder mit Pilot fliegen, während erste Flüge für 2027 geplant sind.

Diehl stellt auf der Messe die neueste Version seines Kurzstrecken-Luftabwehrsystems „IRIS-T SLS“ vor. Radar, Feuerleitsystem und Raketenstarter sind auf einem einzigen Mercedes-Benz-Lastwagen montiert, sodass die Einheit auch während der Fahrt feuern und mobile Truppen gegen Drohnen, Hubschrauber, Marschflugkörper und Tiefflieger schützen soll.

Branchenbedeutung und Einsatzperspektiven

Die Präsentationen auf der ILA unterstreichen den anhaltenden Fokus der deutschen und europäischen Rüstungsbranche auf Luftverteidigung, unbemannte Systeme und Schutz mobiler Verbände. Der Einsatz von „IRIS-T“-Lenkraketen in der Ukraine zeigt bereits, dass solche Systeme in der Abwehr russischer Luftangriffe operativ relevant sind.

Auch Mercedes-Benz positioniert sich über eine Kooperation mit dem Münchner Start-up Tytan Technologies im Markt für Drohnenabwehr. Geplant ist ein mobiles Abwehrsystem auf Basis von Fahrzeugen wie dem Sprinter und der militärischen G-Klasse, womit die Schnittstelle zwischen klassischem Fahrzeugbau und Verteidigungstechnik an Bedeutung gewinnt.

Airbus entwickelt zudem den U145 aus dem H145 zu einem vollautonomen Fluggerät weiter. Sensoren und Künstliche Intelligenz sollen die Steuerung übernehmen; vorgesehen ist der Transport von Munition, Nachschub und Ausrüstung in riskanten Einsatzräumen, zusätzlich arbeitet Airbus an einer Variante als fliegendes Mutterschiff für kleinere Drohnen, deren Erstflug für Ende 2026 geplant ist.

In unserem früheren Beitrag über den jüngsten Rücksetzer bei KI-Aktien haben wir erklärt, dass der Nasdaq Composite deutlich nachgegeben hat und vor allem KI-nahe Tech-Werte unter Druck geraten sind. Als zentrales Risiko nannten wir eine beginnende Liquiditätsverknappung nach der Rallye, verstärkt durch Kapitalumschichtungen im Vorfeld großer Börsengänge wie SpaceX sowie die wachsende Bedeutung der kommenden Quartalszahlen als Belastungstest für die hohen Bewertungen.

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