Deutschlands Autofahrer wollen vor Auslaufen des Tankrabatts noch volltanken
Vor dem Ende des staatlichen Tankrabatts steigt bei vielen Autofahrern in Deutschland die Bereitschaft, noch einmal günstig Kraftstoff zu kaufen. Eine INSA-Blitzbefragung zeigt, dass 65 Prozent ihr Benzin- oder Dieselauto vor dem Auslaufen der Entlastung noch volltanken wollen.
Höhepunkte
- Vor dem Auslaufen des Tankrabatts planen 65 Prozent der Autofahrer, noch einmal vollzutanken, um den Preisvorteil bis zuletzt zu nutzen.
- Der Tankrabatt senkte den Preis für Super um bis zu 17 Cent und für Diesel um 12 Cent pro Liter, kostete den Staat rund 1,6 Milliarden Euro.
- 60 Prozent der Befragten halten das Ende des Tankrabatts für falsch, wobei besonders FDP-Wähler bei dieser Frage gespalten sind.
Umfrage zeigt Kaufverhalten vor Fristende
Wie zuerst von BILD.de berichtet, wollen Millionen Autofahrer den Preisvorteil des Tankrabatts bis zuletzt nutzen, bevor Benzin und Diesel wieder teurer werden. Die staatliche Entlastung hatte Kraftstoffe zwei Monate lang um mehrere Cent je Liter verbilligt und den Staat laut den im Text genannten Angaben rund 1,6 Milliarden Euro gekostet.Super war durch den Rabatt um bis zu 17 Cent je Liter günstiger, Diesel um 12 Cent. Ohne diese Steuersenkung hätten die Kraftstoffpreise im Juni im Tagesdurchschnitt wohl durchgehend über zwei Euro je Liter gelegen.
Neben den 65 Prozent, die noch volltanken wollen, geben 21 Prozent an, darauf zu verzichten, während 14 Prozent keine Angabe machen. Auch beim Urteil über das Ende der Maßnahme fällt das Bild klar aus, 60 Prozent halten das Aus der Sprit-Hilfe für eher falsch, nur 27 Prozent für richtig.
Auswirkungen auf Mobilität und politische Stimmung
Für das Fahrverhalten nach dem Ende des Tankrabatts erwarten viele Befragte zunächst keine große Änderung. 49 Prozent wollen ihr Auto genauso viel nutzen wie bisher, während nur 16 Prozent angeben, eher weniger fahren zu wollen.Zugleich sagen 23 Prozent, dass sie derzeit kein Auto mit Verbrennermotor fahren. Sechs Prozent wollen nach dem Ende der Vergünstigung sogar mehr fahren, weitere 14 Prozent können oder wollen die Frage nicht beantworten.
Auch politisch stößt das Auslaufen der Maßnahme in fast allen Wählergruppen auf Widerstand. Eine Ausnahme bilden laut den Angaben nur FDP-Wähler, bei denen die Meinungen über ein letztes Volltanken sowie über das Ende des Tankrabatts weitgehend gespalten sind, während in den übrigen politischen Lagern die Ablehnung der auslaufenden Entlastung überwiegt.
Zum Auslaufen des Tankrabatts zum 1. Juli hatten wir zuvor erläutert, dass Autofahrer mit einem spürbaren Preisanstieg an den Zapfsäulen rechnen müssen und dass durch die 12-Uhr-Regel der größte Sprung erst mittags erwartet wird. Außerdem wurde eingeordnet, dass die finanzielle Entlastung für viele Verbraucher insgesamt begrenzt ausfällt und sich zugleich eine politische Debatte über mögliche Eingriffe in die Spritpreisbildung zuspitzt.
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