Schleswig-Holstein: CDU fällt in INSA-Umfrage vor Landtagswahl deutlich zurück

Schleswig-Holstein: CDU fällt in INSA-Umfrage vor Landtagswahl deutlich zurück
CDU verliert vor Wahl

Neun Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein gerät das bisherige Kräfteverhältnis deutlich in Bewegung. Die CDU von Ministerpräsident Daniel Günther verliert in einer neuen Umfrage stark, während Grüne, AfD, FDP, Linke und SSW ihre Positionen verbessern oder absichern.

Höhepunkte

  • Die CDU fällt laut INSA-Umfrage in Schleswig-Holstein um 12 Prozentpunkte auf 27 Prozent, erstmals unter Daniel Günther so deutlich geschwächt.
  • Die Grünen und AfD gewinnen jeweils vier Punkte und erreichen 17 bzw. 18 Prozent, womit die AfD zweitstärkste Kraft würde.
  • Schwarz-Grün kommt gemeinsam nur auf 44 Prozent und verliert die Mehrheit, wodurch eine Koalition mindestens eines weiteren Partners erforderlich macht.

Umfragewerte und neue Mehrheitsverhältnisse

Wie BILD unter Berufung auf eine INSA-Umfrage berichtet, fällt die CDU in Schleswig-Holstein um 12 Prozentpunkte auf 27 Prozent. Damit verzeichnet die Partei erstmals in der Amtszeit von Daniel Günther seit 2017 einen so deutlichen Rückschlag.

Die Grünen legen demnach um vier Punkte auf 17 Prozent zu. Auch die AfD gewinnt vier Punkte und kommt auf 18 Prozent, womit sie, obwohl derzeit nicht im Landtag vertreten, zur zweitstärksten Kraft aufsteigen würde.

Die FDP verbessert sich um zwei Punkte auf 6 Prozent und würde damit wieder in den Landtag einziehen. Die Linke erreicht 7 Prozent und hätte damit erstmals seit der Wahl 2009 wieder Aussicht auf einen Parlamentseinzug, während der SSW bei 6 Prozent liegt und als Minderheitenpartei nicht an die Fünf-Prozent-Hürde gebunden ist.

Folgen für Regierung und Parteien im Norden

Auch die SPD gibt nach und verliert einen Punkt auf 15 Prozent. CDU und SPD stehen damit beide unter Druck, während die Zugewinne kleinerer Parteien die Regierungsbildung komplizierter machen.

Beim letzten Urnengang 2022 hatte die CDU noch 43 Prozent erreicht und die absolute Mehrheit nur knapp verfehlt. Nach den aktuellen Werten kommt die schwarz-grüne Koalition nur noch auf 44 Prozent und verfügt damit nicht mehr über eine eigene Mehrheit.

Für eine neue Regierungsbildung wäre deshalb mindestens ein weiterer Partner nötig. Eine rechnerische Mehrheit mit der AfD gilt politisch als ausgeschlossen, weil die übrigen Landtagsparteien eine Zusammenarbeit ablehnen, während eine Regierung ohne Günther nur über ein sehr unwahrscheinliches Fünfer-Bündnis aus Grünen, SPD, Linken, SSW und FDP möglich wäre.

In unserem früheren Beitrag zur Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion zur Bundesfinanzierung von Nichtregierungsorganisationen ging es um den Umfang staatlicher Förderungen für NGOs in den Haushaltsjahren 2024 und 2025. Im Mittelpunkt standen Forderungen nach einer detaillierten, maschinenlesbaren Aufschlüsselung nach Haushaltsstellen, Rechtsgrundlagen sowie bewilligten und ausgezahlten Mitteln – auch mit Blick auf Transparenz und parlamentarische Kontrolle.

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