Bundesregierung sieht private Vermieter als zentrale Stütze des Wohnungsmarkts
Im Bemühen um bezahlbaren Wohnraum und mehr Wohnungsbau misst die Bundesregierung privaten Vermietern weiter große Bedeutung bei. Sie verweist zugleich darauf, dass für diesen Bereich derzeit keine gezielten zusätzlichen Maßnahmen geplant sind, obwohl Privatpersonen und Eigentümergemeinschaften einen Großteil der vermieteten Wohnungen halten.
Das Wichtigste
- Die Bundesregierung betrachtet private Vermieter als zentrale Säule für bezahlbaren Wohnraum und will Neubau durch alle Vermietergruppen stärken.
- Zum Zensus-Stichtag 2022 befanden sich 63,5 Prozent der 23,06 Millionen vermieteten Wohnungen im Eigentum von Privatpersonen und Eigentümergemeinschaften.
- Die Bundesregierung plant keine spezifischen Fördermaßnahmen ausschließlich für private Wohnungsvermietung und verweist auf allgemeine Sanierungsprogramme.
Regierungslinie zur privaten Wohnungsvermietung
Wie der Deutsche Bundestag berichtet, bezeichnet die Bundesregierung private Vermieter in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion als wichtigen Baustein, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern, den Wohnungsbau zu stärken und Investitionen in zusätzliche Wohnungen anzuregen.Demnach setzt sie beim Neubau auf alle Vermietergruppen, um Wohnen bezahlbar, verfügbar und umweltverträglich zu gestalten. In der Antwort wird zudem betont, dass die Zahl der von Privatpersonen und Eigentümergemeinschaften vermieteten Wohnungen in den vergangenen Jahren gestiegen ist.
Bedeutung für Wohnungsmarkt und Förderpolitik
Unter Verweis auf die Gebäude- und Wohnungszählung heißt es, dass zum Erhebungsstichtag des Zensus 2022 rund 63,5 Prozent der 23,06 Millionen zu Wohnzwecken vermieteten Wohnungen im Eigentum von Privatpersonen und Gemeinschaften von Wohnungseigentümern standen.Vor diesem Hintergrund plant die Bundesregierung nach eigenen Angaben keine gezielten Maßnahmen speziell für diesen Bereich. Die Antwort enthält außerdem statistische Angaben zur privaten Wohnungsvermietung sowie zu Förderprogrammen für die Sanierung von Wohnungen.
In unserem früheren Beitrag zur Debatte um Vergesellschaftungen großer Wohnungsbestände in Berlin haben wir beschrieben, dass die Diskussion aus Sicht der Bauindustrie die Finanzierung neuer Wohnungsprojekte erschwert. Dabei ging es auch um die Sorge, dass politische Eingriffe Investoren verunsichern, den Neubau bremsen und damit die Lage am Wohnungsmarkt zusätzlich verschärfen könnten.
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