Nikkei 225 rutscht unter 41.000, da der Druck auf die Technologiewerte und die Ungewissheit über die Gewinne die Dynamik beeinträchtigen
Der Nikkei 225 fiel am Montag um 1,1 % und schloss bei 40.998 Punkten, da die japanischen Aktien im Vorfeld einer wichtigen Gewinnwoche erneut unter Druck gerieten. Eine scharfe Umkehr vom jüngsten Höchststand von 42.000 Punkten verstärkte die kurzfristige Vorsicht, wobei sich die Schwäche auf die Sektoren Technologie und Industrie konzentrierte. Aktien wie Advantest, Tokyo Electron und Keyence fielen zwischen 2 % und 9 % und spiegelten die Nervosität der Anleger hinsichtlich der Chipnachfrage und der Investitionsausgaben wider.
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Höhepunkte
- Der Nikkei 225 schloss bei 40.998 Punkten, ein Minus von 1,1 %, da Technologie- und Industriewerte den Marktrückgang anführten
- Der RSI fiel auf 60, und der Index testete die 20-Tage-EMA-Unterstützung bei 40.174
- Die Ergebnisse der Chip-Hersteller und die Entwicklungen im amerikanisch-japanischen Handel belasten die Risikostimmung
Technisch gesehen bewegt sich der Nikkei 225 weiterhin innerhalb eines etablierten aufsteigenden Kanals, zeigt aber nun Anzeichen von Erschöpfung nahe der oberen Grenze. Der Schlusskurs vom Montag lag knapp über dem 20-Tage-EMA bei 40.174, einer Marke, die als kurzfristige Unterstützung dienen könnte. Ein entscheidender Rückgang unter diese Zone könnte den Bereich zwischen 39.200 und 39.400 Punkten freilegen, in dem sowohl der 50-Tage- als auch der 100-Tage-EMA derzeit zusammenlaufen.

Dynamik des Nikkei 225-Index (Quelle: TradingView)
Der RSI ist auf etwa 60 zurückgegangen, was auf ein nachlassendes zinsbullisches Momentum hindeutet, wenn auch noch nicht auf eine vollständige Umkehrung. Die Candlestick-Muster deuten auf eine potenzielle bärische Engulfing-Formation am oberen Ende des Kanals hin, was die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Konsolidierung erhöht. Die im Mai eingezeichnete steigende Trendlinie bleibt vorerst intakt, aber ein Schlusskurs unter 40.000 könnte einen strukturellen Bruch markieren und die zinsbullischen Aussichten verändern.
Gewinne und Handelspolitik trüben die Stimmung
Die Anleger werden angesichts der bevorstehenden Veröffentlichung mehrerer hochkarätiger Gewinnzahlen immer vorsichtiger. Unternehmen wie Advantest und Tokyo Electron stehen nach den Verlusten zu Beginn der Woche unter Beobachtung, da angesichts der weltweiten Schwäche der Halbleiterindustrie mit schwächeren Prognosen gerechnet wird. Auch allgemeinere makroökonomische Themen stehen im Fokus, darunter die Auswirkungen des neuen Handelsabkommens zwischen den USA und Japan und die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und China, die sich beide auf Japans exportintensive Branchen auswirken könnten.
Die Händler scheinen nicht gewillt zu sein, den Höchstständen hinterherzulaufen, bis der Gewinnzyklus mehr Klarheit schafft. Der Widerstandsbereich von 42.000-42.300 bleibt ein kritischer Test für eine zinsbullische Fortsetzung, während ein Rückgang unter 40.100 den Fokus auf Abwärtsziele bei 39.200 lenken würde.
In unserer Berichterstattung vom 25. Juli wiesen wir darauf hin, dass die wiederholten Fehlschläge des Nikkei in der Nähe von 42.000 zusammen mit der Divergenz des RSI einen möglichen Rückzug signalisierten. Dieses Szenario bewahrheitet sich nun, da die Dynamik des Index unter den Risiken der Schlagzeilen und der Volatilität der Erträge ins Stocken gerät.
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