Nikkei 225 klettert auf 43.644, da Technologie- und Schwergewichte die Gewinne anführen
Japans Benchmark-Aktien setzten am Montag ihren Aufwärtstrend fort. Der Nikkei 225 schloss mit einem Plus von 1,45% bei 43.644 Punkten, während der breiter gefasste Topix-Index um 1,06% auf ein Rekordhoch von 3.138 Punkten zulegte. Der jüngste Aufschwung lässt den Nikkei knapp unter der oberen Begrenzung eines steigenden Keils, der das Kursgeschehen seit April bestimmt hat, und lässt Raum für einen Test der Zone zwischen 44.500 und 45.000, falls das Kaufinteresse anhält.
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Höhepunkte
- Nikkei 225 stieg um 1,45% auf 43.644; Topix stieg um 1,06% auf ein Rekordhoch von 3.138
- Steigender Keil intakt mit Unterstützung durch 20- und 50-Tages-EMAs bei 42.731 und 42.284
- Politik und bessere BIP-Daten stützten die Stimmung, während die Handelsrisiken weiter bestehen
Die Trendunterstützung bleibt fest. Der exponentielle gleitende 20-Tage-Durchschnitt bei 42.731 und der 50-Tage-Durchschnitt bei 42.284 tendieren weiter nach oben und verstärken den allgemeinen Aufwärtstrend. Tiefere Puffer sind bei der 100-Tage-EMA von 41.366 und der 200-Tage-EMA von 40.131 sichtbar, Bereiche, die in diesem Jahr eine längerfristige Nachfrage angezogen haben.

Dynamik des Nikkei 225-Index (Quelle: TradingView)
Der RSI liegt bei 66,7, ein zinsbullischer Wert, der auch darauf hindeutet, dass die Bedingungen in Richtung überkauft tendieren, was daran erinnert, dass kurze Rückschläge nach einem starken Anstieg nicht ungewöhnlich wären.
Politik, Wachstum und Sektoren prägen das Band
Nach dem Rücktritt von Premierminister Shigeru Ishiba am Wochenende änderte sich die Stimmung am Markt. Dieser Schritt schürte zunächst Bedenken hinsichtlich der Kontinuität der Politik, weckte dann aber Hoffnungen auf eine Neuausrichtung der wirtschaftlichen Prioritäten. Die Anleger scheinen die Aussicht auf eine neue Führung, die die Reformen beschleunigen könnte, gegen das Risiko der kurzfristigen Unsicherheit abzuwägen.
Externe Druckpunkte bleiben bestehen. Zollrisiken im Zusammenhang mit den Vereinigten Staaten trüben weiterhin die Aussichten für den Automobilsektor, eine Stütze der japanischen Wirtschaft. Die Verhandlungen haben kaum Fortschritte gemacht, so dass das Exportumfeld weiterhin fragil bleibt. Im Gegensatz dazu unterstrich eine Aufwärtskorrektur des BIP für das zweite Quartal sowohl auf Jahres- als auch auf Quartalsbasis die stabile Inlandstätigkeit. Die Kombination aus festerem Wachstum im Inland und erhöhten externen Risiken trug dazu bei, dass am Montag eine selektive Risikobereitschaft herrschte.
Die Zuwächse waren breit gestreut, aber Tech- und große Industriewerte stachen hervor. Die SoftBank Group stieg um 2,1 %, da die Anleger weiterhin ihr Engagement in ihrem Portfolio von Technologiewerten neu bewerteten. Mitsubishi Heavy kletterte um 3,3 % aufgrund des erneuten Interesses an Verteidigungs- und Infrastrukturthemen. Halbleiternamen erzielten ebenfalls eine überdurchschnittliche Performance, wobei Advantest um 4,4 %, Lasertec um 2,3 % und Fujikura um 1,6 % zulegten, was die anhaltende Nachfrage nach Engagements im Chipbereich in einem konstruktiven globalen Zyklus für Anlagen und Tests widerspiegelt.
Ausblick: Widerstand vor, Unterstützung darunter
Der kurzfristige Kursverlauf des Nikkei hängt davon ab, ob es den Käufern gelingt, den Index über dem Bereich von 43.600 Punkten zu halten und die Marke von 44.500 bis 45.000 Punkten in Angriff zu nehmen. Der technische Hintergrund begünstigt diesen Versuch dank steigender kurz- und mittelfristiger Durchschnitte und einer immer noch intakten Keilstruktur. Da der RSI jedoch bei 67 liegt, steigt das Risiko einer kurzen Konsolidierung, wenn sich der Index dem Überangebot nähert.
Die Hauptrisiken liegen außerhalb der Charts. Der Führungswechsel in Tokio und die ungelösten Handelskonflikte mit den Vereinigten Staaten könnten zu einem Ausbruch der Volatilität führen. Ein Rückschlag an einer der beiden Fronten würde den Index wahrscheinlich zunächst auf die Unterstützung am 20-Tage-EMA bei 42.731 und dann auf die 50-Tage-Linie bei 42.284 drücken. Ein entscheidender Bruch dieser Niveaus würde die Aufmerksamkeit auf das Band zwischen 41.366 und 40.131 lenken, wo sich die längerfristige Trendunterstützung befindet.
Mittelfristig bleibt die Lage konstruktiv. Eine Mischung aus stabilem Inlandswachstum, soliden Bilanzen bei den Hauptkonstituenten und einer beständigen Nachfrage nach Tech-Engagements spricht weiterhin für den japanischen Aktienmarkt. Wenn sich die politische Klarheit verbessert und die globale Risikobereitschaft anhält, hat der Index weiterhin Spielraum, um den Anstieg in Richtung des oberen Endes seiner Aufwärtsstruktur auszuweiten.
In früheren Berichten haben wir auf die Vorliebe des Nikkei hingewiesen, die Trendunterstützung zu respektieren, während er externe Schocks verdaut, wobei Aufwärtsversuche oft in der Nähe von Kanal- und Keilobergrenzen zum Stillstand kommen. Die Bewegung vom Montag passt in diesen Rahmen: Die Unterstützungen locken weiterhin Käufer an, während der Widerstand in der Mitte der 44.000er-Marke die Hürde bleibt, die den nächsten Anstieg bestätigen würde.
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