Drei wichtige Ereignisse des Tages: Was Gold und Bitcoin auf Rekordhöhen treibt

Drei wichtige Ereignisse des Tages: Was Gold und Bitcoin auf Rekordhöhen treibt
Die wichtigsten Ereignisse des Tages und die Reaktion des Marktes

Am 6. Oktober standen die politische Krise in Frankreich, ein milliardenschwerer Deal zwischen OpenAI und AMD sowie der anhaltende Stillstand der US-Regierung, der Gold und Bitcoin auf neue Rekordhöhen treibt, auf der globalen Agenda. In der Zwischenzeit steigen die Ölpreise vorsichtig an, der Euro schwächelt, und die Anleger versuchen, ein Gleichgewicht zwischen Geopolitik, Zinserwartungen und Tech-Optimismus zu finden.

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Politische Krise in Frankreich

Frankreich wurde von einem politischen Sturm heimgesucht: Premierminister Sébastien Lecornu ist nur 27 Tage nach seinem Amtsantritt zurückgetreten, ohne jemals das Programm seiner Regierung vorgestellt zu haben. Sein Rücktritt vertiefte die Spaltung des Parlaments und stellte Präsident Emmanuel Macron vor eine schwierige Wahl: einen neuen Premierminister ernennen, das Parlament auflösen oder ein vorübergehendes Machtvakuum zulassen.

Die Märkte reagierten sofort. Der CAC-40-Index fiel, der Euro schwächte sich auf 1,166 Dollar ab, und die Renditen französischer Anleihen stiegen sprunghaft an, wodurch sich der Abstand zu deutschen Bundesanleihen auf den höchsten Stand seit Januar ausweitete. Analysten warnen, dass Frankreich ohne einen genehmigten Haushalt das Jahr mit einem Defizit von über 5 % des BIP abschließen könnte, während die politische Unsicherheit weiterhin die Stimmung der Anleger in der gesamten Eurozone belastet.

OpenAI-AMD-Vereinbarung

Die größte Vereinbarung in der Branche der künstlichen Intelligenz wurde zu einem wichtigen Treiber für Tech-Aktien: OpenAI wird bis zu 10 % von AMD übernehmen und in den nächsten Jahren 6 Gigawatt an Instinct-Grafikprozessoren kaufen. Der Deal im Wert von mehreren Milliarden Dollar stärkt die Position von AMD als Hauptkonkurrent von Nvidia.

AMD-Aktien stiegen um 24 % und gewannen mehr als 60 Milliarden Dollar an Marktwert, während Nvidia um etwa 1 % nachgab. Die Partnerschaft reduziert die Abhängigkeit von OpenAI von einem einzigen Anbieter und sendet ein starkes Signal an den gesamten Markt. Die bei der Präsentation von OpenAI erwähnten Unternehmen Figma, HubSpot und Salesforce legten ebenfalls zwischen 2 % und 7 % zu.

Stillstand der US-Regierung und Rekord-Goldpreis

Der Stillstand der US-Regierung, der nun schon die zweite Woche andauert, erhöht die Unsicherheit an den Märkten. Den Anlegern fehlen nach wie vor wichtige Wirtschaftsdaten, und die US-Notenbank tut sich schwer, den Zustand der Wirtschaft zu beurteilen. Vor diesem Hintergrund kletterte der Goldpreis um 1,9 % auf $ 3.977 pro Unze und erreichte damit ein Allzeithoch.

Die Märkte preisen die Zinssenkungen der Fed im Oktober und Dezember mit einer Wahrscheinlichkeit von über 80 % fast vollständig ein. Dank der Käufe der Zentralbanken und der Zuflüsse in börsengehandelte Fonds ist der Goldpreis seit Jahresbeginn um 51 % gestiegen, während Goldman Sachs seine Prognose für Dezember 2026 auf $ 4.900 je Unze anhob.

Globale Marktreaktion

Die politischen Turbulenzen in Frankreich und Japan haben die Volatilität an den Währungs- und Anleihemärkten erhöht. Der Yen bleibt schwächer als 150 pro Dollar, der Euro steht unter Druck, und der US-Dollar legt trotz des Shutdowns weiter zu.

Bei den Rohstoffen stiegen die Preise für Brent-Rohöl auf 65,7 $ und für WTI-Rohöl auf 61,9 $, nachdem die OPEC+ vorsichtig beschlossen hatte, die Produktion nur um 137.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Gold und Bitcoin dienen als wichtige Safe-Haven-Anlagen: BTC erreichte mit 126.200 $ einen neuen Rekord, ETH kletterte auf 4.700 $, und Altcoins steigen weiter an.

Die Aktienmärkte entwickelten sich uneinheitlich: Nasdaq und S&P 500 fielen leicht von ihren Rekordhochs zurück, während der MSCI Asia-Pacific Index dank der Rallye in Japan einen neuen Höchststand erreichte. Die Anleger sind nach wie vor gespalten zwischen Rezessionsängsten und Zinserwartungen und wenden sich zunehmend KI, Edelmetallen und Kryptowährungen als den neuen "sicheren Häfen" zu.

Zuvor, am 5. Oktober, lag der globale Fokus auf dem Nahen Osten und Osteuropa: Friedensgespräche zwischen Israel und der Hamas in Ägypten, Proteste in Georgien nach umstrittenen Wahlen, Parlamentsergebnisse in der Tschechischen Republik und eine Entscheidung der OPEC+ zur Erhöhung der Ölproduktion.

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