Gold könnte $30.000 erreichen, Analyst warnt vor Metallkrieg

Gold könnte $30.000 erreichen, Analyst warnt vor Metallkrieg
Analyst sagt voraus, dass Gold auf $30.000 steigen könnte

Als der Silberpreis über die Marke von $53 je Unze stieg und damit ein Allzeithoch erreichte, richtete sich die Aufmerksamkeit schnell auf Gold, nachdem Josh Phair, CEO von Scottsdale Mint, eine außergewöhnliche Prognose abgegeben hatte, wonach das gelbe Metall $30.000 je Unze erreichen könnte.

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In einem Interview mit Kitco News argumentierte Phair, dass die zunehmende Anspannung auf dem physischen Silbermarkt die Anfangsphase eines geopolitischen "Metallkriegs" markiert - eine Konfrontation zwischen harten Vermögenswerten und Fiat-Währungen, die letztlich eine Neubewertung von Gold gegenüber den Auslandsschulden der USA erzwingen könnte.

"Sie wollen gar nicht wissen, wie hoch die Zahl ist oder wohin wir uns wahrscheinlich bewegen", sagte Phair und deutete an, dass der Goldpreis von seinem derzeitigen Stand von über $ 4.200 pro Unze um mehr als 600 % steigen könnte. Er begründete diese Prognose mit der steigenden Nachfrage nach physischen Metallen, den zunehmenden geopolitischen Risiken und dem, was er als "das schwindende Vertrauen in Papiergeld und Staatsanleihen" bezeichnete.

Das "faire Sinclair-Verhältnis"

Phairs Vorhersage stützt sich auf eine Kennzahl, die er Fair Sinclair Ratio nennt, ein Modell, das von dem legendären Goldhändler Jim "Mr. Gold" Sinclair inspiriert wurde, der eine ähnliche Berechnung zur Vorhersage der Höchststände von Gold in den Jahren 1980 und 2011 verwendete. Das Verhältnis schätzt den Goldpreis, der erforderlich wäre, um die Auslandsschulden der USA vollständig mit den offiziellen Goldreserven des Landes zu decken.

Nach Angaben des US-Finanzministeriums halten ausländische Gläubiger derzeit etwa 8,5 Billionen Dollar an US-Staatsschulden. Teilt man diese Summe durch Amerikas offizielle Goldbestände von 261,5 Millionen Feinunzen, so ergibt sich ein theoretischer Goldpreis von etwa 32.500 Dollar pro Unze, der Phairs Prognose nahe kommt. "Dieses Verhältnis wurde in meinem Leben schon zweimal erreicht", sagte er. "Warum sollte es das nicht wieder tun?"

Auswirkungen auf die globalen Märkte

Sollte Phairs Szenario eintreten, würde dies eine tiefgreifende Neubewertung der globalen Währungssysteme bedeuten und möglicherweise die Vorherrschaft des US-Dollars im internationalen Handel in Frage stellen. Analysten geben jedoch zu bedenken, dass Gold zwar weiterhin von Schulden- und Inflationssorgen profitieren könnte, ein Anstieg auf 30.000 $ jedoch eine noch nie dagewesene finanzielle Störung voraussetzen würde. Im Moment erfreuen sich beide Metalle einer erneuten Anlegernachfrage, da die geopolitischen und fiskalischen Spannungen die globalen Märkte weiterhin beeinflussen.

Der Goldpreis stieg am 16. Oktober um fast 3 % auf einen Rekordwert von $ 4.325 pro Unze und überstieg damit zum ersten Mal die Gesamtmarktkapitalisierung von $ 30 Billionen. Angesichts der wirtschaftlichen Ungewissheit, des schwächeren Dollars, der Inflationsängste und der Erwartung einer Zinssenkung durch die Federal Reserve stürzen sich die Anleger auf das Metall als sicheren Hafen.

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