Goldpreis-Prognose: XAU hält sich in der Nähe von 4.130 $ nach dem stärksten Rückgang seit vier Jahren
Der Goldpreis stabilisierte sich am Mittwoch in der Nähe von $ 4.130 pro Unze, nachdem er an einem einzigen Tag den stärksten Rückgang seit 2021 erlitten hatte. Am Dienstag war das Metall um mehr als 5 % eingebrochen. Damit wurden die wochenlangen Rekordgewinne durch Gewinnmitnahmen und eine nachlassende Nachfrage nach sicheren Häfen zunichte gemacht.
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Höhepunkte
- Gold stabilisiert sich bei 4.130 $ nach einer 5 %igen Korrektur, dem stärksten Rückgang seit 2021.
- Gewinnmitnahmen und nachlassende Handelsspannungen dämpfen die Nachfrage nach sicheren Häfen.
- Unterstützung bei $4.020-$4.040, mit $4.370 als Schlüsselwiderstand.
Schwächere physische Käufe in Indien und Optimismus hinsichtlich der Fortschritte im Handel zwischen den USA und China setzten die Preise weiter unter Druck, obwohl der allgemeine Trend durch die Erwartungen von Zinssenkungen in den USA und die anhaltende fiskalische Unsicherheit unterstützt wird.
Technisches Setup signalisiert nachlassende Dynamik
Aus charttechnischer Sicht ist Gold nach einer außergewöhnlichen Rallye, die den Preis in diesem Jahr um fast 60 % nach oben trieb, in eine Konsolidierungsphase eingetreten. Der jüngste Rückgang hat den Goldpreis innerhalb seiner Bollinger Bands zurückgeworfen, wobei das obere Band bei 4.371 $ nun als Widerstand wirkt. Auf der Unterseite markieren der 20-Tage-EMA bei 4.038 $ und die mittlere Bollinger-Linie bei 4.020 $ die unmittelbare Unterstützungszone. Ein Durchbruch unter diese Niveaus könnte die Korrektur in Richtung des 50-Tage-EMA bei 3.806 $ ausweiten, der mit der Ausbruchsbasis vom September zusammenfällt.

XAU-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Die Momentum-Indikatoren deuten eher auf eine Pause als auf einen Umschwung hin. Der RSI hat sich aus dem überkauften Bereich abgekühlt, was darauf hindeutet, dass sich Gold in nächster Zeit weiter konsolidieren könnte. Solange das Metall über dem steigenden 50-Tage-Durchschnitt bleibt, begünstigt die breitere Struktur Käufer bei Kursrückgängen. Dennoch könnte die Volatilität im Umfeld wichtiger makroökonomischer Ereignisse anhalten, da die Händler ihre Positionen nach dem starken Ausverkauf neu bewerten.
Optimismus im Handel schwächt die Attraktivität sicherer Häfen
Die jüngste Korrektur spiegelt eine Abkehr von defensiven Anlagen wider, da die Märkte Anzeichen für Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China begrüßten. Präsident Trumps milderer Ton in Bezug auf Zölle und die Treffen von Finanzminister Scott Bessent mit chinesischen Beamten haben Hoffnungen auf eine Deeskalation vor dem Stichtag 1. November geweckt. Diese Änderung des Tonfalls hat die kurzfristige Nachfrage nach Gold als Absicherung verringert, während sich auch der indische physische Markt nach der saisonalen Kaufwelle abgekühlt hat.
Dennoch ist das makroökonomische Umfeld mittelfristig weiterhin günstig für Gold. Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank die Zinssätze bis zum Jahresende zweimal senken wird, was die Kosten für das Halten von nicht verzinslichen Vermögenswerten senken wird. Unterdessen sorgen der anhaltende Stillstand der US-Regierung und die fiskalischen Verzögerungen für zusätzliche Unsicherheiten, die den Status des Goldes als sicherer Hafen noch verstärken.
Die Händler konzentrieren sich nun auf den am Freitag erscheinenden Bericht über den Verbraucherpreisindex in den USA für September, wobei die Prognosen auf einen jährlichen Anstieg der Gesamt- und Kerninflation um 3,1 % hindeuten. Ein stärkeres Ergebnis könnte den Dollar in die Höhe treiben und den Goldpreis kurzfristig unter Druck setzen, während ein schwächeres Ergebnis die Erwartung einer zurückhaltenden US-Notenbank verstärken und die Rallye in Richtung des Bereichs zwischen $ 4.370 und $ 4.500 wieder anfachen könnte.
Ausblick
Wie bereits erwähnt, sind die längerfristigen Aussichten für Gold trotz der derzeitigen Abkühlungsphase weiterhin konstruktiv. Der Bereich zwischen $ 4.020 und $ 4.040 dient als unmittelbare Untergrenze, während die Obergrenze von $ 4.370 die nächste wichtige Hürde für die Bullen darstellt.
Solange die Preise nicht entscheidend unter die 4.000 $-Marke fallen, dürften Korrekturen als gesunde Pausen innerhalb eines breiteren Aufwärtstrends betrachtet werden, der durch politische Unsicherheit, globale Risikoabsicherung und die Nachfrage der Zentralbanken angetrieben wird.
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